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Hochstift Würzburg
Der Ursprung der Würzburger Territorialmacht im ostfränkischen Herzogtum wurde bereits behandelt (s. Die Staufer). Innerhalb des Bundeslandes konnte der Bischof seine Bestrebungen nach der Landeshoheit auf die Verfügung über die Klöster Murrhardt, Comburg, Amorbach, auf einen Wildbann um Murrhardt und Einzelbesitz stützen. Diese Ansätze wurden zum größten Teil von anderen Kräften in ihre Dienste gestellt, und erst nachträglich gelang es dem Hochstift wieder, einen Teil der alten Positionen zurückzuerwerben. So konnte es stets einen Rechtsanspruch auf Amorbacher Besitzungen aufrechterhalten, der erst 1684 beim Ausgleich mit Kurmainz zur Bildung territorialer Inseln um Rippberg und um Hardheim führte.
Realitätsgetreue Ansicht der Komburg um 1570, rechts die Stadt Schwäbisch Hall (Landesarchiv HStAS N 11 Nr. 33).
Im Main- und unteren Taubertal nutzten die Grafen von Wertheim ihre Stellung als Würzburger Außenvögte fast restlos zur Verdrängung des Hochstifts, das sich hier erst nach deren Aussterben 1556 wieder in Freudenberg und mit einer stets umstrittenen Schutzherrschaft über das Kloster Bronnbach festsetzen konnte. Außerdem gelang 1506 der Erwerb von Lauda, mit dem Aussterben der Grafen von Leuchtenberg der von Grünsfeld 1645 und damit die Errichtung eines weiteren Vorpostens im Taubertal. Weiter südlich lagen das 1387 zurückerworbene bis dahin an die Hohenlohe vergebene Lehen Jagstberg und das 1541 wieder gesicherte Stift Comburg.
(Quelle: Bearbeitete Fassung aus dem Abschnitt Landesgeschichte, in: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, hg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Band I, Stuttgart, 2. Aufl. 1977)














