Sigmaringendorf - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1200 [um]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der Dorfkern liegt im Donautal links des Flusses auf dem Schwemmkegel der Lauchert. Ortsdurchfahrt Вundesstraße 32. Neubautätigkeit am östlichen Ortsrand und am Talhang im Norden seit den 60er Jahren, seit Anfang der 70er Jahre auch rechts der Donau (Laizer Öschle). Gewerbegebiet zwischen Вundesstraße 32 und Bahnlinie in Richtung Scheer. Die größte Ortser­weiterung stellt jedoch die Laucherthalsiedlung dar, die in mehreren Bauabschnitten seit 1950 entstand und heute das Dorf mit dem schon älteren Ortsteil Laucherthal (Eisenhütte) verbindet. In den letzten Jahren erweiterte sie sich noch aus der Tal­sohle heraus den Hang aufwärts bis auf den Hüttenberg.
Historische Namensformen:
  • Sigmaeringen
  • Sigmeringen in dem Dorfe
  • villa Sigmeringen
Geschichte: Um 1200 Sigmaeringen, um 1300 Sigmeringen in dem Dorfe, villa Sigmeringen. Dorf der ältesten Siedlungsschicht, von dem aus das Dynastenge­schlecht von Sigmaringen (Staufer?) die Burg auf dem Donaufelsen bei der späteren Stadt Sigmaringen erbaute. Der Ort war stets Zubehör der Herrschaft und späteren Grafschaft Sigmaringen, deren Geschicke er teilte. Um 1300 hatten die Habsburger hier Besitz und Hochgericht. Im 18. Jahrhundert hatten neben den Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen als dem größten Grundherrn noch die Habsburger, die Herren von Bodman sowie die Klöster Mehrerau, Inzigkofen und Mengen Grundbesitz. 1271 wird ein Konrad de Ratzenhoven genannt. 1542 ist das Schlösschen Ratzenhofen an der Lauchertbrücke erstmals erwähnt, vielleicht Rest einer Siedlung links der Lauchert. Das möglicher­weise aus Friedinger Besitz stammende Schloss ging über die Herren von Homburg an die Grafen von Hohenzollern-Sigmaringen über, wurde 1633 zerstört, um 1650 wieder aufgebaut und gelangte über verschiedene Besitzer schließlich 1903 an die Gemeinde. Daran angebaut die seit 1663 nachzuweisende Pfannenschmiede, deren zumeist aus Belgien stammenden Arbeiter »Pfannenwelsche« hießen. 1807 beim (nach 1850 preußischen) Oberamt (1925 Landkreis) Sigmaringen.

Ersterwähnung: 1249
Kirche und Schule: Kirche und Pfarrei 1249; Patronat, Zehnte und Einkünfte gehörten seit spätestens 1249 dem Kloster Mehrerau (bei Bregenz) bis zur Ablösung durch Hohenzollern-Sigmaringen 1826. Die Kirche wurde 1317 zu Ehren Sankt Peters und anderer Heiliger geweiht, 1354 Sankt Peter und Paul. Heutige Form von 1832; renoviert 1964. Evangelische nach Sigmaringen.
Patrozinium: Sankt Peter
Ersterwähnung: 1317

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