Mobilität

Von Carmen Anton

 Straßenbahn
Freiburg i. Br.: Straßenbahn auf Strecke, 1974 [Quelle: Staatsarchiv Freiburg]

Aufgrund der engen Verzahnung von Mobilität und Verkehr ist die Geschichte der Mobilität immer auch eine Geschichte der Verkehrsmittel. Viele von ihnen, wie Auto oder Bahn, sind heutzutage kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken. Doch es gab auch eine Zeit vor den sogenannten Massenverkehrsmitteln. Ihre Erfindung hat das Leben der Menschen, ihr Reiseverhalten ebenso wie den Handel, maßgeblich verändert.

Mobilität als Begriff meint die Schnittmenge von Fähigkeit und Wille zur Bewegung. Sie kann sich sowohl auf Personen wie auch den Warenverkehr beziehen.

Die Mobilität des Einzelnen ist sehr bedeutsam für seine individuelle Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Sie ist untrennbar mit der Möglichkeit zur Befriedigung unterschiedlicher Bedürfnisse, beginnend bei der Ernährung, der Arbeit, der Bildung bis hin zu der Suche nach Gesellschaft und Unterhaltung, verbunden.

Man unterscheidet zwischen der zirkulären und der residenziellen Mobilität. Erstere meint solche Bewegungsabläufe, die immer wieder zu einem konkreten Ausgangspunkt zurückkehren, wie beispielsweise das Berufspendeln oder auch Urlaubsreisen. Zweitere zielt auf Verlagerungen eines solchen Ausgangspunktes ab. Umzüge, aber auch parallele Wohnsitze fallen in diese Kategorie.

Mobilität wirkt sich bestimmend auf den Verkehr aus, ist damit jedoch nicht gleichzusetzen. Dieser beschreibt eher die Infrastruktur der Mobilität und gibt vor allem tatsächliche Ortsveränderungen an. Mobilität berücksichtigt die persönlichen Motive und Voraussetzungen der Verkehrsteilnehmer und bezieht auch ihr Potenzial zur Beweglichkeit mit ein.

Wenn viele Menschen gemeinsam Massenverkehrsmittel nutzen, bleibt der Verkehr gering. Nutzt dieselbe Anzahl Individualverkehrsmittel, erhöht sich das Verkehrsaufkommen deutlich.

Literatur

 

Zitierhinweis: Carmen Anton, Mobilität, in: Alltagskultur im Südwesten. URL: [...], Stand: 03.11.2020