Hofweier - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Namensformen: Hohberg
Ersterwähnung: 1101 [um 1101 (Корalüberlieferung 15. Jahrhundert)]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der dichtgedrängte alte Dorfkern liegt am Ausgang eines schmalen Tälchens aus den Vorbergen beidseits des Baches. Senkrecht zu ihm hat sich das Dorf am Bergfuß entlang der В 3 weiterentwickelt. Die neuesten Baugebiete entstanden hier, aber auch oberhalb des alten Kerns in Tal- und Hanglage. Aussiedlerhöfe wurden westlich des Dorfes an der Bahnlinie gebaut. Bis 3. 5. 1972 Hofweier.
Historische Namensformen:
  • Hoviwilar 1101 [um 1101 (Корalüberlieferung 15. Jahrhundert)]
  • Hofwilre 1111
Geschichte: Um 1101 (Корalüberlieferung 15. Jahrhundert) Hoviwilar, 1111 Hofwilre. Siedlung der fränkischen Ausbauzeit. Edelfreie Herren von Hohberg 1101-1139 nachweisbar im Umkreis der Zähringer. 1199-1219 Ulrich von Hohberg, Mundschenk der Straßburger Kirche. 1293-1400 Niederadel von Hohberg, aus Geroldsecker Ministerialität hervorgegangen. Abgegangen sind zwei Burgen: die von Burkart Hummel von Staufenberg 1438 erbaute »obere Burg« und die von Wilhelm Hummel von Staufenberg vor 1438 errichtete Binzburg (1472: Bintzburg), beide Wasserburgen schon im 16. bzw. 17. Jahrhundert zerfallen, im 18. Jahrhundert abgetragen. Vielleicht lag eine der Burgen gegen Höfen zu (Mauerreste in den Wiesen), die andere lag im Gewann »Burg« am heutigen Sportplatz. 1349 ging der Fronhof von den Diersberger Erben an das Kloster Wonnental bei Kenzingen über. Die Ortsherrschaft gehörte im 13. Jahrhundert zur Burg Diersburg und ging 1278 mit Schutterwald an von Schwarzenberg, 1398 an die Hummel von Staufenberg über. 1441 wurde die mit der »oberen Burg« verbundene Hälfte an Pfalz verpfändet, von dieser 1461 an Obrecht Wolf von Offenburg (seither Obrecht Wolf von Hohberg). Die Binzburg mit dem anderen Ortsteil erwarb 1472 Bernhard von Bach von den Hummel, 1530 kam die Hälfte der Wolfschen Erben hinzu. Die nach der Binzburg genannte Herrschaft, zu der Niederschopfheim und ein Teil Schutterwalds gehörte, ging 1538 an die Familie von Cronberg, 1609-ca. 1700 an die von Dalberg über. Nach den Bettendorf und Erthal besaßen Ende des 18. Jahrhundert die von Frankenstein die Herrschaft. Amtssitz seit 17. Jahrhundert in Offenburg. Der ritterschaftliche Ort kam 1806 an Baden, stets Amt (1939 Landkreis) Offenburg.

Name: obere Burg; Bintzburg
Datum der Ersterwähnung: 1438

Ersterwähnung: 1298
Kirchengeschichte: Die Kirche, 1298 erstmals erwähnt, war dem heiligen Gallus (1312) geweiht. Das Patronat der Pfarrkirche (1385) war als Diersbergsches Erbe mit der Burg verbunden, gelangte von den Schwarzenbergern über die Hummel von Staufenberg an Baden und gehörte seit 1463 zum badischen Lehen der Röder von Diersburg. 1534-70 Reformation durch die Patronatsherren. 1763 wurde die heutige katholische Pfarrkirche St. Gallus als Chorturmkirche erbaut. Die Evangelischen zur Pfarrei Diersburg.
Patrozinium: heiliger Gallus
Ersterwähnung: 1312

GND-ID:
  • 4230970-0
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