Ortenberg - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1167

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Die kleine Gemarkung reicht von der Kinzigniederung im Westen über die flachen lößbedeckten Hänge der hier nur sehr schmal ausgebildeten Vorbergzone bis in das stark zertälte Grundgebirge, dessen süd- bis westexponierte Hänge mit Reben bestanden sind. Die Siedlung hält sich an den Hangfuß der Vorberge und zieht unterhalb der Rebhänge in die kurzen Täler. Das Dorf erhält dadurch einen T-förmigen Grundriß mit einer Verdichtung am nördlichen Ende, allerdings durch jüngere Hangbebauung erweitert. Auch in die Ebene streckt sich im Süden ein Neubaugebiet. Südlich vom Bahnhof schließt daran ein Gewerbegebiet an.
Historische Namensformen:
  • Ortinberch 1167
  • Castrum Ortinberg 1235 [ca. 1235]
Geschichte: 1167 Ortinberch(?), ca. 1235 Castrum Ortinberg. Die im 12./13. Jahrhundert genannten Adligen gehören sicher nach Burg Ortenberg über Scherweiler/Elsaß. Nach Ortenberg nennen sich gelegentlich die Landvögte der Ortenau, im 13./14. Jahrhundert auch Ministerialen. Ortenberg lag im Klostergebiet von Gengenbach, mit dem es 1007 an das Hochstift Bamberg und sodann unter die Herrschaft der Zähringer als Hochstiftvögte und Grafen der Ortenau kam. Diese errichteten wohl im 12. Jahrhundert die Burg Ortenberg, 1218-45 von Friedrich II. eingenommen, 1233 erste Nennung eines Vogtes in Ortenberg 1246 eroberte der Bischof von Straßburg Ortenberg wie das gesamte Kinzigtal, und 1250 überließ der erbberechtigte Graf von Fürstenberg ihm seine Rechte in Offenburg, Ortenberg und Gengenbach. Aber obwohl der Bischof 1263 von Bamberg die Lehensrechte über diese Orte erwarb, konnte König Rudolf von Habsburg Ortenberg mit dem Kerngebiet der Ortenau für das Reich zurückgewinnen. Ortenberg wurde Sitz der königliche Landvögte und Verwaltungszentrum der Landvogtei und teilte deren Geschicke: 1334-1351 an Baden verpfändet, 1351 an Bischof von Straßburg, der jedoch 1405 eine Hälfte an Kurpfalz abtrat. Die pfälzische Hälfte kam 1504 an Fürstenberg. 1551/56 wurde die Landvogtei Ortenau von Straßburg und Fürstenberg wieder eingelöst, seither bei Habsburg. 1701-1771 an Baden-Baden verliehen, dann bis Ende des Reiches bei Österreich. Nach der Zerstörung der Burg 1678 wurde der Sitz der Landvogtei nach Offenburg verlegt. Von der auf einem Sporn gelegenen, aus Ober- und Unterburg bestehenden Anlage sind lediglich Teile des stauferzeitlichen Bergfrieds und der Umfassungsmauern (13.-16. Jahrhundert) erhalten. 1838-43 ließ der Kaufmann von Berckholtz die Burg durch Fr. Eisenlohr im neugotische Stil wiedererrichten. Das Dorf Ortenberg, wohl erst spät neben der Burg entstanden, war Gerichtsort für Ortenberg selbst mit Käfersberg, Zell-Weierbach mit Oberrammersweier und Goldscheuer mit Kittersburg und Marlen. 1805 an Baden. Amt Offenburg, seit 1939 Landkreis.

Name: Burg Ortenberg
Datum der Ersterwähnung: 1100 [12. Jahrhundert]

Ersterwähnung: 1787
Kirchengeschichte: Ortenberg gehörte bis 1787 zur Pfarrei Offenburg, benutzte zunächst die Bühlwegkapelle in Käfersberg als Pfarrkirche. 1823 wurde die Pfarrei in die im Weinbrennerstil erbaute heutige Pfarrkirche St. Bartholomäus verlegt. Die Evangelischen zur Pfarrei Offenburg.
Patrozinium: St. Bartholomäus
Ersterwähnung: 1823

GND-ID:
  • 4264465-3
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