Seedorf - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0786

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Unregelmäßiges, sich auf Prall- und Gleithang einer Eschachschlinge erstreckendes Straßendorf. Mehrere siedlungsverdichtende Querstraßen. Planmäßiges Neubaugebiet im Südosten.
Historische Namensformen:
  • Sedorof 0786
  • Sedorf 0797
Geschichte: 786 Sedorof, 797 Sedorf, zu See. Plattengrabfund. 786 gab Graf Gerold Güter in der Bertholdsbaar, darunter auch welche in Seedorf, an das Kloster St. Gallen, ebenso 797 die Nonne Ata. Diese Besitzungen erhielt dann Gerold 803 zu lebenslanger Nutzung. 1084 bis ca. 1100 tritt ein edelfreier Adel in Erscheinung, 1277 wird Friedrich von Seedorf genannt, und 1281 findet sich unter den Zeugen eines Schiedsverfahrens der Ritter Burkhard genannte Schenk von Seedorf, wahrscheinlich Friedrichs Großvater. 1007 zählte Seedorf mit zum Ausstattungsgut des von König Heinrich II. neu errichteten Bistums Bamberg, das in dem Dorf noch bis 1427 einen Lehenhof besaß, den es an die Herren von Zimmern verkaufte. In deren Hand befand sich der Ort bereits vor 1312; Schloß und Dorf Seedorf, das die Rottweiler in diesem Jahr niederbrannten, waren Wittumsgut der Witwe Werners von Zimmern. Das Schloß verfiel im 15. und 16. Jahrhundert 1595 verkauften die Erben des letzten Grafen von Zimmern Seedorf an die Stadt Rottweil. 1803 kam Seedorf, bisher zum Obervogteiamt der Stadt Rottweil gehörig, an Württemberg, Landoberamt Rottweil, 1812 Oberamt Oberndorf, 1938 Landkreis Rottweil.

Ersterwähnung: 1360 [1360/70]
Kirche und Schule: Das 1360/70 als kirchlicher Filialort von Dunningen nachgewiesene Seedorf besaß 1432 eine von Johann von Zimmern im Schloß gestiftete Kaplanei. Seit dem 17. Jahrhundert Seedorf katholisch Pfarrei. Kirche St. Georg 1844 erbaut, 1963 erneuert. Die Evangelischen zur Pfarrei Sulgen (Stadt Schramberg).
Patrozinium: St. Georg
Ersterwähnung: 1844

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