Schenkenzell 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.schenkenzell.de
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Einwohner: 1799
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 43.0
Max. Höhe ü. NN (m): 829.33
Min. Höhe ü. NN (m): 329.81
PLZ: 77773, 78733

Schenkenzell liegt im Nordwesten des Landkreises Rottweil und zählt zum Mittleren Talschwarzwald. Hierbei hat die Gemeinde Anteil an der naturräumlichen Einheit Quelltäler der Kinzig. Auf etwa 360 m NN vereinigen sich im namensgebenden Teilort die Große und die Kleine Kinzig; letztere entsteht durch den Zusammenfluss des Witticher und des Kaltenbrunner Talbachs im Norden bei Vortal. Ab Schenkenzell durchfließt die Kinzig, der von Südosten der Kaibach zuläuft, das Gelände nach Süden. An der Grenze zu Schiltach markiert das Hauptgewässer auf knapp 330 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das im Westen am Schwarzen Bühl auf nahezu 830 m NN anhebt. Wegen der begrenzten Lage in den Flusseinschnitten konnte sich Schenkenzell in der Nachkriegszeit lediglich in der Talsohle der Kinzig ausdehnen. 1968 wurde das Gebiet um die Schenkenburg mit einem Teil der Kinzigaue auf rd. 70 ha unter Landschaftsschutz gestellt. Der Landesentwicklungsplan verortet die Gemeinde im Ländlichen Raum im engeren Sinn. Der anerkennte Luftkurort ist als Berggebiet und benachteiligtes Gebiet eingruppiert. Die beiden zur fürstenbergischen Herrschaft Hausach, Oberamt Wolfach, gehörigen Orte Schenkenzell und Kaltbrunn fielen durch die Mediatisierung 1805/06 an Baden und wurden dem Amt Wolfach zugewiesen (24.7.1813 Bezirksamt), aus dem am 25. Juni 1939 der gleichnamige Landkreis hervorging. Am 1. Januar 1974 wurde Kaltbrunn nach Schenkenzell eingemeindet.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das Gemeindegebiet liegt im Bereich der Quelltäler der Großen und Kleinen Kinzig. Die Täler sind steil in das Grundgebirge des Mittleren Schwarzwaldes eingeschnitten, das als hügelige Hangterrasse und bei kleineren Seitentälern oft nur als schmale Hangleiste die Talsohlen säumt. Darüber die bewaldeten Flanken des zum Teil nur noch in schmalen Zungen vorhandenen Buntsandsteins. Gruben und Gewannbezeichnungen weisen auf die ehemalige Bergbautätigkeit im Tal von Wittichen hin.

Wappen von Schenkenzell

In Blau ein silberner (weißer) Stierkopf im Visier mit goldenem (gelbem) Nasenring, beseitet von zwei goldenen (gelben) Sternen.

Beschreibung Wappen

Schenkenzell bildete mit Kaltbrunn (eingemeindet am 1. Januar 1974) und dem Hof Kuhbach eine hohengeroldseckische Unterherrschaft, die 1498/1500 durch Kauf an Fürstenberg überging. Der Ortsname überliefert den Schenkentitel des örtlichen Adels, der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ausstarb. 1806 kam Schenkenzell an Baden. Das Wappenbild, für das eine Erklärung bisher nicht gefunden werden konnte, begegnet bereits im Schenkenzeller Gerichtssiegel seit Ende des 18. Jahrhunderts und wurde auch in den Stempeln des 19. Jahrhunderts, allerdings in mangelhafter Zeichnung, verwendet. Das Generallandesarchiv legte 1905 eine bessere Wappenzeichnung mit Tingierung vor, die von der Gemeinde prinzipiell angenommen wurde. In der heutigen Gestaltung ist das Wappen seit 1958 in Gebrauch. Die Flagge wurde vom Innenministerium am 12. Januar 1959 verliehen.

GND-ID:
  • 4267077-9
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