Schenkenzell - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1244

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Gemeinde an der Einmündung der Kleinen Kinzig in die Kinzig. Siedlungserweiterung entlang der Kleinen Kinzig. Planmäßiges Neubaugebiet im Südwesten in Hanglage. Gewerbegebiet im Nordosten an der Kinzig.
Historische Namensformen:
  • Celle 1244
  • Shenchenzelle 1251
  • Cella pincernae 1275
Geschichte: 1244 Celle, 1251 Shenchenzelle, 1275 Cella pincernae; von Zelle = kirchliche Gründung, verbunden mit Schenkentitel des Adels. Siedlung des Hochmittelalters. Schenken von Zell, ab 1244 belegt, ursprünglich wohl Ministerialen der Zähringer, dann evtl. des Reiches (Wappen), später im Gefolge der Grafen von Freiburg-Fürstenberg. Auch die Benennung Schenk von Wittichenstein (1297) kommt vor. 1292 Teilung in die Linie Schenkenzell und (Ober-) Kirnach bei Villingen. Der letzte in Schenkenzell anscheinend Burkart 1313. Diese Schenken von Zell sind nicht verwandt mit den Schenken von Zell aus dem Hause Stauffenberg. Besitz der Schenken und Stellung zu den Geroldseckern nicht klar faßbar. Kinzigabwärts auf einem kleinen Bergvorsprung die Schenkenburg (1301), auf durch Halsgraben und Zwinger gesichertem Felsplateau, mit Bergfried und wohnturmähnlichem fünfeckigem Palas. Romanisches Fenster im Rittersaal. Erbaut im 12. oder am Beginn des 13. Jahrhunderts, zerstört 1534, endgültig 1633. Südlich des Dorfes Schenkenzell und am Staufenkopf Reste einfacher Wehranlagen. Schenkenzell selbst aus umgebender Gemarkung Bergzell ausgeschnitten. Der Ort gelangte aus Besitz der Grafen von Sulz in der Mitte des 13. Jahrhundert an Geroldseck und bildete mit Kaltbrunn und Kuhbach eine eigene hohengeroldseckische Unterherrschaft. 1498 und 1500 an Fürstenberg verkauft, von diesen zeitweise an von Weitingen verliehen. Zerstörungen des Ortes im Geroldsecker Erbfolgekrieg 1430/35, dann 1534 und 1633. Schenkenzell gehörte zur fürstenbergischen Herrschaft Hausach, Oberamt Wolf ach und kam 1806 zum badischen Amt Wolfach; 1939 Landkreis Wolfach.

Ersterwähnung: 1275
Kirchengeschichte: 1275 erstmals ein Leutpriester genannt. Die Pfarrei dürfte sich auf den Ort beschränkt haben. Patronat der Pfarrkirche zum Heiligen Ulrich von den Grafen von Sulz an von Geroldseck, 1331 an Kloster Wittichen geschenkt, 1350 inkorporiert. Kirchenneubau von 1774-1784. Die heutige katholische Pfarrei umfaßt neben Schenkenzell von Kaltbrunn die Ortsteile Reilinsberg und Rinkenbach. Evangelische Kirchengemeinde, Kirche 1956 gebaut.
Patrozinium: zum Heiligen Ulrich

GND-ID:
  • 4267077-9
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