Schramberg - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1293

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Stadt in dem in den Buntsandstein und das Rotliegende eingeschnittenen Schiltachtal, das sich durch die Einmündung der Täler von Lauter- und Göttelbach zu einem Kessel weitet. Stadtkern in Nord-Süd-Richtung zu beiden Seiten der Schiltach. Siedlungserweiterung teilweise mit Industrieanlagen in drei Seitentälern. Zahlreiche Neubauten in Hanglage.
Historische Namensformen:
  • Schrannenberg 1293
Geschichte: 1293 Schrannenberg, Herkunft ungeklärt. Hochmittelalterlicher Ausbauort im Tal der Schiltach. Ursprünglich wohl Zähringergut, war Schramberg bei seinem Auftauchen in den Urkunden im Besitz der Herzöge von Teck und von diesen weiterverliehen an die von Schilteck. Ab 1347 erwarben die von Falkenstein nach und nach diesen Besitz, der als Herrschaft Schramberg nach Aussterben der Herzöge von Teck Allod wurde. 1444 wurden Teile der Herrschaft - Burg Unterfalkenstein mit Gütern in Aichhalden, Sulgau, Lienberg, Schramberg und Kürnbach mit einem Teil der Klostervogtei St. Georgen - an Württemberg verpfändet, zusammen mit dem 1449 verpfändeten Oberfalkenstein aber bald darauf wieder eingelöst. Württemberg blieb nur die St. Georgener Vogtei. 1452 kamen Unterfalkenstein und die Herrschaft an Hans von Rechberg und wechselten danach mehrfach den Besitzer: 1526 an Hans von Landenberg, 1546 an Rochus Merz von Staff elfelden, zuletzt Ritterhauptmann im Kanton Neckar-Schwarzwald, 1583 trug sie Zotter von Bern eck Österreich zu Lehen auf, das die Herrschaft der Oberen Grafschaft Hohenberg eingliederte. Ab 1648 war Schramberg, bis auf eine Unterbrechung 1693/95, im Lehensbesitz der Reichsfreiherren, später Reichsgrafen von Bissingen-Nippenburg. Obwohl Glied der vorderösterreichischen Landstände, steuerte die Herrschaft Schramberg zum Ritterkanton Neckar-Schwarzwald. 1805 wurde sie durch Württemberg mediatisiert und bildete 1806 das Oberamt Schramberg, das 1807 als Unteramt dem Oberamt Hornberg eingegliedert und 1810 zum Oberamt Oberndorf geschlagen wurde. 1938 zum Landkreis Rottweil. Die Grundherrschaft der Ortsherren blieb im 19. Jahrhundert als Fideikommiß bestehen. Schramberg erhielt Marktrecht in der ersten Häflte des 16. Jahrhunderts und wurde am 7. Sept. 1867 zur Stadt erhoben. Bedeutung erlangte die Uhrenindustrie; Fa. Junghans seit 1860. Stadtbrände 1716, 1790, 1805.

Name: Burg Falkenstein (Ober- und Unterfalkenstein), Burg (Hohen-)Schramberg, Burg Schilteck, Burg Berneck, Burg Lichtnau

Ersterwähnung: 1435
Kirchengeschichte: Kirchlich war Schramberg Filiale der Pfarrkirche in Dunningen (1435), später wohl von Sulgau; die bereits im 14. Jahrhundert erwähnte Kapelle wurde im 16. Jahrhundert durch die Ortsherren zur katholischen Pfarrkirche St. Martin erhoben. Diese hatten auch das Patronat inne. Dreischiffiger klassizistischer Neubau mit Dachreiter von 1838 bis 42, daneben die ehemalige gotische Kirche mit Ostturm und polygonalem Chor. Heute verteilen sich die Katholiken der Stadt auf vier Pfarreien: Der Norden von Schramberg sowie der Ortsteil Eselbach der Gemeinde Aichhalden gehören zur Pfarrei Maria Himmelfahrt. Der Südteil von Schramberg sowie der Stadtteil Tischneck gehören zur 1957 errichteten Pfarrei Heiliggeist mit Pfarrkirche von 1913. Der Stadtteil Sulgen bildet eine eigene Pfarrei, deren Sprengel auch die Schramberger Stadtt. Delsenhof, Friedrichsberg, Glasbach, Heuwies, Hutneck, Lamprechtshof, Lienberg, Oberreute und Vier Häuser umfaßt, außerdem von der Gemeinde Aichhalden den Ortsteil Buz und von der Gemeinde Dunningen Gifizenmoos. Die alte Pfarrkirche St. Laurentius wurde 1826 erbaut, die neue im Jahr 1967. Zur St. Galluspfarrei in Heiligenbronn gehören auch die 1975 von Aichhalden nach Schramberg umgegliederten Stadtteile Brambach und Hochholz sowie der Waldmössingen gehörige Ortsteil Lehen. Die St. Galluskirche entstand 1873. Die Katholiken der Stadtteile Säuen und Schönbronn zur Pfarrei Mariazell in der Gemeinde Eschbronn. Die Evangelischen der Stadt gehören zur Gesamtkirchengemeinde Schramberg, zu der auch die Gemeinde Lauterbach zählt. Evangelische Pfarrei 1866 errichtet, Pfarrkirche von 1873. Der Sprengel schließt auch die Ortsteile Eselbach und Lienberg der Gemeinde Aichhalden mit ein. Sulgen jedoch bildet zusammen mit Beschenhof, Birkenhof, Friedrichsberg, Haidenhof, Heiligenbronn, Heuwies, Hintersulgen. Josenhaus, Lamprechtshof, Lienberg, Oberreute, Schoren, Steighäusle (Sulgen) und Vier Häuser seit 1959 eine eigene evangelische Pfarrei mit Kirche von 1956. Die Stadtteile Schönbronn, Säuen und Hutneck gehören zur evangelischen Pfarrei Locherhof (Gemeinde Eschbronn, Verwaltungsraum Dunningen). Die evangelische Kirche in Schönbronn entstand 1857.
Patrozinium: St. Martin
Ersterwähnung: 1500 [16. Jahrhundert]

GND-ID:
  • 4053242-2
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