Sulz am Neckar 

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Status: Stadt
Homepage: http://www.sulz.de
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Einwohner: 11767
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 134.0
Max. Höhe ü. NN (m): 679.18
Min. Höhe ü. NN (m): 400.01
PLZ: 72160, 72172, 72186

Im Nordosten des Landkreises Rottweil gelegen, erstreckt sich das 87,6 qkm große Gebiet der Stadt auf die Muschelkalk-Keuper-Hochfläche des Oberen (Neckar-)Gäus. Im Osten ragt das Albvorland mit der Keuperschichtstufe des Kleinen Heubergs hinein. Den tiefsten Punkt markiert der Neckar an der Grenze zu Horb auf etwa 402 m NN, das Höhenmaximum wird westlich von Dürrenmettstetten auf etwa 676 m NN erreicht. Hauptgewässer ist der Neckar, der in südnördlicher Richtung die Hochfläche zertalt hat. Der Landesentwicklungsplan verortet Sulz im Ländlichen Raum. Während Bergfelden, Renfrizhausen (Amt Rosenfeld), Holzhausen, Mühlheim am Bach, Sigmarswangen, Sulz (Amt Sulz) und Hopfau (Klosteramt Alprisbach) altwürttembergisch waren, fiel der reichsstiftische Anteil Muris an Dürrenmettstetten erst 1803 an das Kurfürstentum. 1807 kamen Dürrenmettstetten vom Rottweiler Bezirk wie 1808 auch Bergfelden, Hopfau und Renfrizhausen zum Oberamt Sulz, ehe alle acht Orte 1938 dem Landkreis Horb und 1973 dem Landkreis Rottweil zugewiesen wurden. Zeitgleich gelangten auch die hohenzollerischen Orte Fischingen, das 1838 vom Haigerlocher zum Glatter Oberamt gewechselt war, und Glatt zum Landkreis Rottweil, das 1803 vom Reichsstift Muri an Hohenzollern-Sigmaringen gefallen war; beide waren 1854 dem Oberamt Haigerloch und 1925 dem Landkreis Hechingen zugeteilt worden. 1972 wurden Bergfelden, Hopfau, Mühlheim und Fischingen, ein Jahr später Holzhausen und Renfrizhausen sowie 1975 Dürrenmettstetten und Glatt in die Stadt Sulz eingemeindet.

Das ausgedehnte Stadtgebiet beiderseits des oberen Neckars hat an zwei verschiedenen naturräumlichen Einheiten Anteil. Den größeren Bereich nehmen die von den Südwest-Nordost ausgerichteten Kastentälern der Glatt und des Neckars zerschnittenen, nach Südosten einfallenden Gäuflächen ein. Deren zum Teil Karstformen aufweisende Oberfläche wird vom Hauptmuschelkalk und Lettenkeuper aufgebaut, der stellenweise unter einer den Ackerbau begünstigenden Lößdecke lagert. Im Südosten des Stadtgebietes erstreckt sich das in einer tektonischen Mulde nach Nordwesten vorspringende bewaldete Keuper-Lias-Bergland. In einer über 100 m hohen Schichtstufe erhebt es sich über die Gäuplatten. Ihr lagern meist Reste des unteren Lias als oberste Deckschicht auf. Kleinere Hangverflachungen sind in den Sandsteinen des Keupers ausgebildet.

Wappen von Sulz am Neckar

Beschreibung Wappen

Sulz verdankt seinen Namen den Salzquellen, die bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ausgebeutet wurden. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts gehörte die Herrschaft Sulz den Herren von Geroldseck, auf deren Betreiben der Ort 1284/85 ein königliches Stadtprivileg erhielt. 1471 gelangte Württemberg in den Besitz von Herrschaft und Stadt. Das älteste Stadtsiegel (Abdrucke seit 1252) enthält das Wappen der Stadtherren (in Gold ein roter Balken) zwischen zwei Haken, die als Salzsiederhaken angesprochen werden. Wappenzeichnungen von 1535 und 1596 zeigen den Geroldsecker Schild und zwei silberne Haken in schwarzem Schild. Ab 1596 ist das obere goldene Feld mit einer Hirschstange (Württemberg) belegt. Die zu Dekorationsstücken degenerierten Haken fielen im 19. Jahrhundert weg. Die jetzt gültige Wappenzeichnung wurde vom Innenministerium am 17. Juli 1968 bestätigt.