Blumberg 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.stadt-blumberg.de
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Einwohner: 9961
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 101.0
Max. Höhe ü. NN (m): 929.35
Min. Höhe ü. NN (m): 488.37
PLZ: 78176

Die Stadt nimmt die Südspitze des Schwarzwald-Baar-Kreises ein und grenzt dort im Westen an den Landkreis Waldshut, im Osten an den Landkreis Konstanz und im Süden mit der Staatsgrenze an den Schweizer Kanton Schaffhausen. Dabei liegt das Stadtgebiet mit seinen sieben eingemeindeten Stadtteilen am Übergang von den Gäuplatten des Mittleren Wutachlandes zur Baaralb. Auf der Weißjurastufe ganz im Süden wird mit 930 m über NN das Höhenmaximum, der tiefste Punkt bei rd. 488 m an der Südwestgrenze im Tal der Wutach erreicht. Dessen Muschelkalksteilhang steht genauso unter Naturschutz (‚Wutachflühen‘), wie die weiten Moorflächen des zur Aare-Donau gehörenden Hochtals der Aitrach (‚Zollhausried‘) oder die Magerwiesen und Baumgruppen am ‚Hondinger Zisiberg‘ bzw. Zeugenberg ‚Billibuck‘. Auf der Wasserscheide zwischen Aitrach und Wutach liegt die aus einer dörflichen Siedlung hervorgegangene Kernstadt (Stadterwähnung erstmals 1420), die bis Ende der 1930er Jahre von der Eisenerzgewinnung geprägt war. Nach 1960 wuchs sie kräftig in Süd- und später Nordostrichtung, wo sich auch einige namhafte Unternehmen niederließen. Mit einem breitgefächerten Versorgungsangebot und einem ausgebauten Bildungssektor erfüllt sie heute die Funktion eines Unterzentrums, das zudem ein leistungsfähiges touristisches Potential besitzt. Die B27 und B314 queren die Stadt. Mit mehreren Haltepunkten liegt sie an der durch ihre hiesigen Tunnelkehren berühmten Wutachtalbahn (u.a. Museumszugbetrieb) und ist durch den ‚Ringzug‘ in den Regionalverkehr nach Geisingen-Tuttlingen eingebunden ist. Die fürstenbergische Stadt fiel 1806 an Baden, war von 1807 bis 1824 Sitz eines eigenen Amtes, kam dann an das Amt Hüfingen, 1849 zum Bezirksamt bzw. Landkreis (1936) Donaueschingen und 1973 zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Teilort

Wohnplatz

Wüstung

Das breite Hochtal der Aitrach auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau und in Fortsetzung die tief eingeschnittene Wutach bilden die West-Ost-Achse des ausgedehnten Stadtgebiets, das sich auf den Gäuplatten im Bereich der Wutach und auf der Baar-Randenalb erstreckt. Ab Achdorf folgen östlich der Wutach dicht gedrängt die Keuper-, Lias- und Doggerschichten aufeinander und bilden den Anstieg zur Alb, deren Weißjuraschichten zum Teil mit Juranagelfluh bedeckt sind. Nördlich von Achdorf baut der untere Braunjura einen breiteren Geländestreifen auf und reicht im Bereich des Bonndorfer Grabensystems weiter nach Westen. Der Albkörper ist hier, nördlich des Aitrachtals, stärker aufgelöst, und die Weißjuraschichten sind nur noch in einzelnen Zegenbergen erhalten.

Wappen von Blumberg

Unter einem durch Wolkenschnitt von Silber (Weiß) und Grün geteilten Schildhaupt in Silber (Weiß) ein roter Zahnkranz, worin schräggekreuzt ein roter Hammer und ein rotes Eisen, unter dem Zahnkranz schräggekreuzt ein grünes Eichen- und ein grünes Buchenblatt.

Beschreibung Wappen

Blumberg wurde Ende des 14. Jahrhunderts von den Herren von Blumberg zur Stadt ausgebaut. Nach deren Aussterben 1450 gelangten Stadt und Herrschaft nach mehrfachem Besitzwechsel 1537 an Fürstenberg. Aus fürstenbergischer Zeit stammt das älteste Typar des Stadtsiegels (1564). Es zeigt in gespaltenem Schild oben das Wolkenfeh, das auch im Wappen der Herren von Blumberg und als Schildbord im fürstenbergischen Wappen vorkommt, unten einen für den Ortsnamen „redenden" Dreiberg. Im 19. Jahrhundert wurde der Dreiberg auch weggelassen, das untere Feld nur damasziert gezeichnet. Am 7. Juli 1960 verlieh das Innenministerium das heute gültige Wappen, in das neben dem Wolkenfeh Berghämmer und Zahnrad als Symbole für den seit dem 17. Jahrhundert betriebenen Erzabbau aufgenommen wurden. Die Blätter weisen auf die Lage der Stadt zwischen Eichberg und Buchberg hin.