Rietheim-Weilheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.rietheim-weilheim.de
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Einwohner: 2624
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 219.0
Max. Höhe ü. NN (m): 972.15
Min. Höhe ü. NN (m): 676.98
PLZ: 78604

Nahezu im Zentrum des Landkreises Tuttlingen gelegen folgt die Gemeinde in Nordsüdrichtung dem oberen und mittleren Faulenbachtal, das – in Fortsetzung des zum Neckar gerichteten Primtals – die südwestliche Schwäbische Alb zur Donau hin durchschneidet. Naturräumlich liegt die Gemeinde innerhalb der Großlandschaft "Schwäbische Alb" mit dem Prim-Faulenbachtal am Übergang der Untereinheit "Baaralb und Oberes Donautal" zum westlichen Großen Heuberg der Hohen Schwabenalb. Auf der Albhochfläche der westlichen Talseite erreicht sie mit 921 m über NN (Hinterer Berg) ihre größte Höhe und bleibt im Osten, wo sie etwas weiter auf die Weißjuradecke des Großen Heubergs ausgreift, mit 880 m, entsprechend dem Schichtfallen, etwas niedriger. Am Faulenbach, an der südlichen Gemeindegrenze, geht die Höhe bis 665 m zurück. Die Prim-Faulenbachpassage bildet eine der wichtigsten Querungen der südwestlichen Alb, der auch die B14 und die Gäubahn folgen. Die 1975 zusammengeschlossenen Orte liegen, heute noch deutlich voneinander isoliert, im Faulenbachtal, wo der Verwaltungssitz Rietheim im Norden mit seinen Wohnplätzen die gesamte Talbreite einnimmt, während Weilheim im Süden sich stärker entlang der Hauptachse (B14) orientierte und erst seit 1999 kräftiger nach Westen wuchs. In beiden Orten haben sich namhafte Industrieunternehmen niedergelassen, die maßgeblich die Entwicklung der Dörfer zur modernen Industriegemeinde mit seit langem hohem Einpendlerüberschuss lenkten. Die gute Verkehrsanbindung unterstützt dies. Neben dem Zugang über die B14 sind beide Orte mit eigenen Haltepunkten in das Ringzugkonzept Tuttlingen-Spaichingen-Rottweil eingebunden. Weilheim fiel 1806 an Württemberg und gehörte seitdem zum Oberamt bzw. (1938) zum Landkreis Tuttlingen. Das früh württembergisch gewordene Rietheim gehörte zum Amt, Oberamt (1806) und Landkreis (1938) Tuttlingen.

Das breite Faulenbachtal bildet die Nord-Süd-Achse des Gemeindegebiets. Die Braunjuraschichten der quellenreichen, als Wiesen- und Ackerland genutzten unteren Talhänge sind weitgehend von Juraschuttmassen bedeckt. Mehr als 200 m erhebt sich die Albhochfläche über die Talsohle. Während westlich des Faulenbachs die wohlgebankten Kalke des unteren Weißjuras die durch Trockentalkerben stark zergliederte Oberfläche aufbauen, stehen auf der unzerschnittenen östlichen Seite die Schicht- und Massenkalke des oberen Weißjuras an.

Wappen von Rietheim-Weilheim

In gespaltenem Schild vorn in Gold (Gelb) drei rechtshin liegende schwarze Hirschstangen, hinten in Silber (Weiß) ein halbes, durchgehendes rotes Kreuz am Spalt.

Beschreibung Wappen

Das Wappen der Gemeinde, die am 1. Januar 1975 durch den Zusammenschluss der beiden im Doppelnamen genannten Orte entstand, trägt mit den württembergischen Hirschstangen (hier wegen der besseren darstellerischen Ausgewogenheit rechtshin liegend) und dem halben Kreuz des Hochstifts Konstanz der früheren territorialen Zugehörigkeit beider Ortsteile Rechnung. Rietheim war 1444 mit der Herrschaft Lupfen an Württemberg gefallen. Das im Jahre 1965 verliehene Gemeindewappen Rietheims zeigte daher unter anderem bereits in Gold eine Hirschstange. Weilheim war Teil der Herrschaft Konzenberg, mit der es 1300 durch Kauf an das Domkapitel, später an die Dompropstei Konstanz gelangte, bei der es bis 1802 blieb. Das Weilheimer Wappen enthielt jedoch ein auf das Kirchenpatrozinium St. Georg bezogenes Motiv.

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