Grabenstetten

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.grabenstetten.de/
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Einwohner: 1593
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 110.0
Max. Höhe ü. NN (m): 746.27
Min. Höhe ü. NN (m): 545.57
PLZ: 72582

Die Gemeinde Grabenstetten liegt auf einer wenig reliefierten Hochfläche auf der Vorderen Uracher Alb. Die Gemeindegrenze entspricht in großen Bereichen dem Verlauf des Albtraufs. Das Gemeindegebiet wird durch die zurückgreifende Erosion der Neckarnebenflüsse Erms und Lenninger Lauter geprägt, die eine starke Verengung der Gemarkung auf Höhe des Heidengrabens bewirkt hat. Dadurch erscheint die Hochfläche als Auslieger und Halbinsel der Mittleren Alb. Die Höhen bewegen sich zwischen 545 m und 746 m. Die seit jeher württembergische Gemeinde kam mit der Auflösung des Landkreises Urach 1938 zum Landkreis Reutlingen. Grabenstetten ist aus einem unregelmäßig gewachsenen Haufendorf hervorgegangen, das durch sein kreuzförmig angelegtes Wegenetz eine klare Struktur aufweist. In Ortsmitte kreuzen sich zwei Straßenverbindungen und hier bestand früher das kommunale und kirchliche Zentrum der Gemeinde mit dichter Bebauung. Ihren Hauptentwicklungsschub erhielt die Gemeinde zwischen 1945 bis 1966, als sich die Siedlungsfläche im Westen, Nordwesten und Süden ungefähr verdoppelt hatte. Ab Mitte der 1970er Jahre bis etwa 1990 wurde nochmals ein Siedlungsgebiet am Ostrand erschlossen. Zu den bemerkenswerten Bauwerken gehören die ev. Peter-und-Paul-Kirche und das Pfarrhaus von 1752. Noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Gemeinde vom Verkehr nicht begünstigt. Dies besserte sich erst mit dem Ausbau der Neuffener Steige 1852, der Oberlenninger Steige 1866 und der Uracher Steige 1870. Heute ist der Ort durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau angeschlossen.

Die Gemarkung umfasst den Südteil des als »Erkenbrechtsweiler Halbinsel« be­zeichneten Ausschnitts der Albhochfläche zwischen Lenninger Tal im Nordosten und dem verzweigten Talsystem der Elsach-Quellbäche im Südwesten. Im Süden reicht sie noch etwas über die natürliche, durch den »Heidengraben« markierte Einschnürung der Hoch­fläche hinweg albeinwärts. Im Nordosten folgt die Grenze genau der Hochflächenkante, im Westen greift das Gebiet zum Teil auch noch in die Waldtäler hinab. Den Untergrund der hier auffallend ebenen Hochfläche bilden vorwiegend geschichtete Kalke des höheren Weißjura, dazwischen auch Massenkalke. Die Falkensteiner Höhle am Beginn des Elsachtals ist eine der größten Karsthöhlen der Alb.

Wappen von Grabenstetten

In Gold (Gelb) eine gestürzte blaue Pflugschar, beiderseits begleitet von je einer bewurzelten, gebogenen grünen Ähre.

Beschreibung Wappen

Im Jahre 1930 setzte die Gemeinde die Abbildung einer alten Buche, die damals an der Straße Grabenstetten—Böhringen auf den Resten des Heidengrabens gestanden hat, in ihre Dienstsiegel. Damals waren die nach Mitteilung des Bürgermeisteramts schon 1825 im Fleckensiegel belegten, auf die Landwirtschaft hinweisenden Wappenfiguren vorübergehend in Vergessenheit geraten. Nach Festlegung der Farben wurde das Wappen am 14. November 1967 vom Innenministerium verliehen.

GND-ID:
  • 4021725-5
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