Burladingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0772

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Siedlungskern ist ein ehemaliges großes Haufendorf mit der Land­straße Hechingen-Gammertingen am Nordrand (heute Ortsdurchfahrt Вundesstraße 32). Älte­ster Teil ist der Bezirk um die Sankt Georgskirche. Zwischen der Kirche und der Fehla lag das »Schlößle«. Von der Hauptstraße zweigen im Bereich der einstigen Ettergrenze 6 Straßen zur Fehla ab, im jüngeren Westteil rechtwinklig. Jenseits des Bachlaufs nur ein jüngerer Ausbau an der Straße nach Hermannsdorf (»Zinken«). Seit 1950 große neue Wohngebiete im Nordwesten am Mettenberghang, im Tiefental und Ringinger Tal sowie am linken Fehlatalhang (mit Schulzentrum). Fabriken an der Hechinger und an der Ringinger Straße, die Industrie prägt heute das Ortsbild.
Historische Namensformen:
  • Burdiaidingen
Geschichte: 772 (Корie 12. Jahrhundert) Burdiaidingen (Personenname), Ort der ältesten alemannischen Siedlungsschicht. Reihengräber beim Bahnhof und am östlichen Ortsrand. Auf der Wasserscheide zwischen Star­zel und Fehla lag ein römisches Kastell. Herren von Burladingen sind von um 1140 bis 1402 genannt. Im 12. Jahrhundert (1174 Landolt von Burladingen) wohl Edelfreie, ebenso der Landrichter Gottfried von Burladingen (1283 bis 1312). Weitere Herren von Burladingen scheinen niederadliger Herkunft zu sein. Abgegangene Burg bei der Georgskirche. Reste eines Turmes auf der Hochwacht, weitere Burgen westlich (»Falken«) und östlich (»Gottfriedfelsen«) über dem Annatal. Ein Jagdschloss, das 1492 Graf Friedrich von Zollern, Bischof von Augsburg, an der Fehla erbaute, wurde nach dem Brand von 1925 vollends abgetragen. Oberhoheit spätestens seit dem 13. Jahrhundert bei den Grafen von Zollern. Nach häufigen Verkäufen und Verpfändungen seit 1473 dauernd bei der Grafschaft (seit 1576 Hohenzollern-Hechingen). Alter Marktort. Sitz eines zollerischen Amts. Hohenzollerisch, 1850 preußisch. Oberamt (1925 Landkreis) Hechingen.

Name: Burgen; Burg »Falken«; Burg »Gottfriedfelsen«; Jagdschloss
Datum der Ersterwähnung: 1492 [Jagdschloss]

Ersterwähnung: 1275
Kirchengeschichte: Kirche und Pfarrei 1275, Sankt Georg 1474. Patronat der Grafen von Zollern (spätestens seit 1473). Neubau der Georgskirche 1769 von Christian Großbayer, Turm noch 16. Jahrhundert, 1925 Er­weiterung. Katholische Pfarrkirche Sankt Fidelis 1933/34, renoviert 1959. Kapellen an der Straße nach Ringingen Ende 17. Jahrhunderts und in Richtung Hausen um 1700. Evangelische Kirche 1962, Pfarrei 1970.
Patrozinium: Sankt Georg
Ersterwähnung: 1474

GND-ID:
  • 4009161-2
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