Welzheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.welzheim.de
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Einwohner: 11045
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 291.0
Max. Höhe ü. NN (m): 558.37
Min. Höhe ü. NN (m): 305.14
PLZ: 73635, 73642, 73667

Die Stadt Welzheim liegt im östlichen Teil des Rems-Murr-Kreises. Das Stadtgebiet erstreckt sich überwiegend im Bereich des Welzheimer Waldes zwischen den bis zu 200 m tief ausgeräumten Tälern der Oberen Wieslauf und der Lein. Östlich greift die Gemarkung bei Eberhardsweiler auch auf die östliche Liasplatte über sowie im Westen auf das Gebiet um den Vorderhundsberg. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit von Schurwald und Welzheimer Wald und den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen im Nordwesten. Der höchste Punkt liegt auf 558,37 m, der tiefste Punkt auf 305,14 m. Das Stadtgebiet hat Anteil an den Naturschutzgebieten Schmalenberg sowie Wieslaufschlucht und Edenbachschlucht. Welzheim besteht aus der Kernstadt und 24 Wohnplätzen, die in der Hauptsatzung der Gemeinde als Stadtteile geführt werden. Der Ort besaß möglicherweise schon im Mittelalter volles Stadtrecht, doch ist dies nicht nachweisbar. Bis zur Stadterhebung 1840 wird Welzheim immer als Dorf oder Marktflecken bezeichnet. Ältere Gebäude sind infolge mehrerer Stadtbrände nicht erhalten. Burg und Ort gelangten 1335 durch Verkauf von Albrecht von Hohenrechberg an seine Schwester Mechthild, eine Schenkin von Limpurg. Diese Familie trug 1374 eine, 1448 auch die zweite Hälfte des Dorfes Württemberg zu Lehen auf. Nach dem Aussterben der limpurgischen Linie zog Württemberg den Ort als erledigtes Lehen ein. Ab 1718 gehörte er der Mätresse von Grävenitz des württembergischen Herzogs Eberhard Ludwig, wurde aber 1732 wieder eingezogen und dem Kammerschreibereigut zugeschlagen. Welzheim war ab 1806 Sitz eines Oberamtes, der 1810-1819 nach Lorch verlegt wurde. 1938 kam die Stadt zum Landkreis Waiblingen, seit 1973 gehört sie zum Rems-Murr-Kreis. Bis 1977 war hier auch der Sitz eines Dekanats der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Seit 1943 - und erneuert 1991 - trägt die Stadt die Bezeichnung Luftkurort. Die Stadt Welzheim hat sich seit 1945 sichtbar entwickelt. In den Nachkriegsjahren entstanden große Neubaugebiete im Westen und Süden der Stadt, durch die die Siedlungsfläche fast verdoppelt wurde. Weitere, diesmal kleinere Baugebiete folgten in verschiedenen Abschnitten bis in die Gegenwart am westlichen, nördlichen und südwestlichen Stadtrand. Gewerbeflächen befinden sich im südwestlichen Teil der Stadt. Welzheim ist durch Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Seit 1911 war die Stadt Endpunkt der von Schorndorf kommenden Wieslauftalbahn. Infolge eines Hangrutsches wurde der Betrieb auf dem Streckenstück bis Welzheim 1988 eingestellt. Erst 2007 gelang es, die Strecke wieder zu reaktivieren und seit 2010 verkehren hier nach einem Sonderfahrplan an Sonn- und Feiertagen Museumsbahn- und Touristikzüge. Der ÖPNV erfolgt durch Buslinien im Rahmen des VVS.

Den Hauptteil der im Welzheimer Wald gelegenen Gemarkung nimmt die große Liasplatte mit Welzheim (503 m) ein, zwischen den bis 200 m tiefen, den Stubensandstein anschneidenden Ausräumen von oberer Wieslauf und Lein. Bei Eberhardsweiler greift das Gemarkungsgebiet auch auf die östlich benachbarte Liasplatte über und umfasst im Westen die kleine Liasplatte um Vorderhundsberg. Gleich den Hängen der Taleinschnitte sind die auf flachen Knollenmergelsockeln ruhenden Liashochflächen überwiegend bewaldet.

Wappen von Welzheim

In Silber (Weiß) auf grünem Hügel eine grüne Tanne.

Beschreibung Wappen

Bereits das erste bekannte, in einem Abdruck aus dem Jahre 1735 überlieferte Siegel zeigt im hochovalen Schild eine Tanne als Hinweis auf den ausgedehnten Welzheimer Wald. Diese teils aus einem „Boden" oder Schildfuß, später durchweg aus einem die Höhenlage der Stadt andeutenden grünen Hügel wachsende grüne Tanne wurde nach einer Beschreibung von 1875 zunächst im goldenen, seit dem Jahre 1855 aber durchweg im silbernen Schild geführt. Nach Aussage älterer Bürger war die grün-weiße Stadtflagge schon vor dem Ersten Weltkrieg in Gebrauch.