Hettingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1135 [1135 bis 1137]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Die kleine mittelalterliche Stadtanlage in einem engen Abschnitt des Laucherttals bestand im wesentlichen nur aus einer Straße; vom Nord- und Südausgang führt je eine Schenkelmauer den steilen Hang hinauf zur Burg. Nach Süden nahtloser Übergang in das erhalten gebliebene ältere Dorf mit der Pfarrkirche. Ortsdurchfahrt Вundesstraße 32. Starke Neubautätigkeit an den beidseitigen Talhängen, auf der Talsohle im Norden neues Gewerbegebiet.
Historische Namensformen:
  • Hatingin
  • Haetingen
Geschichte: 1135 bis 1137 Hatingin (Chronik, Корie 16. Jahrhundert), 1275 Haetingen (Personenname). Alemannische Reihengräber nördlich des Bahnhofs. Älteste Siedlungsschicht. Gehörte zur Herrschaft Gammertingen. Die Grafen von Veringen legten noch im 13. Jahrhundert neben der dörflichen Siedlung und im Anschluss an die 1267 genannte Burg die Stadt an. 1408 kam Hettingen als Teil der Herrschaft Gammertingen an die Herren von Rechberg, 1447 an Württemberg und 1468 an die Herren von Bubenhofen. Bevor diese 1524 die Herr­schaft Gammertingen an Dietrich Speth von Zwiefalten verkauften, trugen sie 1508 Hettingen und Hermentingen sowie den Birkhof dem Kloster Reichenau gegen Freigabe von Gammertingen zu Lehen auf. Bei der Teilung der Herrschaft 1599 entstand die Linie Speth-Hettingen. Ihr gehörte die Herrschaft Hettingen mit der Stadt Hettingen, Hermentingen, Kettenacker (bis 1753) und 1664 bis 1744 einem Teil von Neufra an. Wohnbau des Schlosses um 1720; von der mittelalterlichen Burg sind noch Mauerreste erhalten. Landeshoheit 1806 an Hohenzollern-Sigmaringen. Das von da an standesherrlich Spethsche Amt Hettingen wurde 1814 zu gemeinsamer Polizei- und Gerichtsverwaltung mit dem Spethschen Amt Gammertingen vereinigt. Ab 1827 hohenzollerisches, 1850 preußisches Oberamt Gam­mertingen. 1925 Landkreis Sigmaringen.
Ersterwähnung als Stadt: 1200 [13. Jahrhundert]

Name: Burg; Schloss
Datum der Ersterwähnung: 1267

Ersterwähnung: 1208 [vor]
Kirche und Schule: Kirche und Pfarrei sicherlich vor 1208, Sankt Martin 1401. 1503 wurde die Pfarrkirche durch eine Stiftung des Hans Kaspar von Bubenhofen zur Kollegiatkirche erhoben, gleichzeitig wurden ihr die Pfarreien Neufra, Waldstetten und Kettenacker inkorporiert. Chorherrenstift 1541 bei der vorübergehenden Besetzung der Herrschaft Gammertingen durch Herzog Ulrich aufge­hoben. Das Präsentationsrecht ging 1827 an die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen über. Die katholische Pfarrkirche ist ein guterhaltener spätgotischer Saalbau mit eingezogenem Chor, im Süden gotische Taufkapelle mit Jahreszahl 1499. 1959 nach Westen erweitert. Oktogon und Zwiebelhaube um 1700. Schlosskapelle 1534, Heilige Drei Könige 1708 bis 1737. Ma­rienkapelle im Süden der Stadt, 1570 erwähnt, um 1730 erneuert. Sebastianskapelle, 1590/ 91 vor dem Nordtor der Stadt erbaut, nach 1661 neu errichtet. Evangelische nach Gammertingen.
Patrozinium: Sankt Martin
Ersterwähnung: 1401

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