Sigmaringen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.sigmaringen.de
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Einwohner: 15517
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 167.0
Max. Höhe ü. NN (m): 796.87
Min. Höhe ü. NN (m): 561.74
PLZ: 72488

Die Stadt Sigmaringen ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises und liegt im Nordwesten des Kreises. Mit einem kleinen Teil ihres Gebietes grenzt sie an den Zollernalbkreis. Das Gebiet der zweitgrößten Stadt des Landkreises erstreckt sich am Südrand der Schwäbischen Alb über das Donautal hinweg nach Südwesten und Südosten bis in die Niederung der Ablach hinein. Naturräumlich gehört es zu den übergeordneten Einheiten der Mittleren Flächenalb im Norden, der Baaralb und des Oberen Donautals im Westen und der Donau-Ablach-Platten im Süden. Der höchste Punkt liegt im Norden auf 796,87 m, der tiefste Punkt auf 561,74 m im Donautal. Das Stadtgebiet hat Anteil an den Naturschutzgebieten Blauen, Untere Au und Wasenried. Sigmaringen wurde 1805 Landeshauptstadt der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen und Sitz eines Oberamts. 1849/50 wurde das Land an den preußischen Staat übergeben; das nunmehr preußische Oberamt ging 1925 im Landkreis Sigmaringen auf. 1852-1945 war die Stadt Sitz des aus den beiden Fürstentümern Hohenzollern-Sigmaringen und –Hechingen gebildeten Regierungsbezirks. Sigmaringen ist Mittelzentrum mit der Teilfunktion eines Oberzentrums in der Region Bodensee-Oberschwaben und Hochschulstandort. Die Stadt hat sich seit 1945 positiv entwickelt und sich aus dem Tal heraus auch auf die umgebenden Hochflächen ausgebreitet. 1955/60 wurde das Baugebiet auf der Hedinger Höhe erschlossen, unmittelbar gefolgt von den Baugebieten Wentel 1965/68, Dettingerberg-Hanfertal 1965/70 und Riedlinger Straße-Ziegelacker ab 1970 im Norden. Auch ein neues Schulzentrum, Krankenhaus und von der Stadt abgesetzte Kasernenbauten sowie ein Gewerbezentrum an der B32 entstanden in dieser Zeit. Nach 1966 konzentrierte sich die Bebauung auf Flächen nördlich der Kernstadt. In den 1980er Jahren wurden diese Flächen im Westen und Nordosten teils deutlich erweitert. Danach flaute die Bautätigkeit ab; seit den 1990er Jahren wurden kleinere Flächen vorwiegend im Osten sowie am Südostrand der Stadt bebaut.

Das Stadtgebiet erstreckt sich am Südrand der Schwäbi­schen Alb über den östlichen Abschnitt des Durchbruchstals der Donau, zu beiden Seiten der Nebenflüsse Schmeie und Lauchert sowie über das Donautal hinweg nach Südwesten und Südosten bis in die Ablachniederung hinab. Die meist steilen und bewaldeten Talhänge führen auf eine ebenfalls stark bewaldete Hochfläche, die sich leicht von Nordwesten nach Südosten abdacht. Besonders in Talnähe ziemlich bewegtes Relief. Den Untergrund bilden weithin ungeschichtete, aber auch geschichtete wasserdurchlässige Kalke des obersten Weißjura, die an den Talflanken öfters als offener Fels zutage treten. Auf den Höhen meist flachgründige braune Humuskarbonatböden, im Süden und Оsten der Stadt jedoch noch Moräne der Rißeiszeit. Dort gibt es infolgedessen auch kleine offene Gewässer, die der unbedeckten Weißjurafläche fehlen. Im Bereich des Großwieshofs (Stadt­wald) Höhenschotter eines voreiszeitlichen Donaulaufs.

Wappen von Sigmaringen

In Rot ein stehender goldener (gelber) Hirsch, oben rechts ein sechsstrahliger goldener (gelber) Stern.

Beschreibung Wappen

Für 1316 ist der erste Abdruck eines vermutlich im 13. Jahrhundert entstandenen Stadtsiegels belegt, dessen Dreieckschild bereits den Stern und den stehenden Hirsch enthält. Dieses Wappen wurde mit dem Grafen Gebhard von Sigmaringen-Peutengau (1247-1253), den man den bayerischen Grafen von Hirschberg zurechnete, in Verbindung gebracht. Im Stern wird ein habsburgisches Beizeichen vermutet. Seit dem späten 14. Jahrhundert wurde der Hirsch in den Stadtsiegeln zeitweilig auch springend dargestellt. Die seit 1483 im Hirsch-Wappen der Grafschaft Sigmaringen belegte Schildfarbe Rot war im Stadtsiegel vorübergehend durch Blau ersetzt worden. In Siegeln des 19. Jahrhunderts wurde dem Stern im Wappen ein Mond gegenübergestellt. Er war in früheren Siegeln als Ornament außerhalb des Schildes abgebildet. Seit der letzten Jahrhundertwende gilt wieder das Schildbild von 1316.

GND-ID:
  • 4054930-6