Hardthausen am Kocher 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.hardthausen.de
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Einwohner: 3901
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 110.0
Max. Höhe ü. NN (m): 338.8
Min. Höhe ü. NN (m): 170.68
PLZ: 74239, 74249
Gemeindenamen und Gemeindebildung: Zum Jahresbeginn 1974 schlossen sich die Gemeinden Gochsen und Kochersteinsfeld im Zuge der baden-württembergischen Gebietsreform freiwillig zusammen. Kochersteinsfeld ist seither Verwaltungssitz der neuen Gesamtgemeinde Hardthausen. Lampoldshausen, das am Neujahrstag 1975 aufgrund des Gemeindereformgesetzes ebenfalls zu Hardthausen kam, erhob vor dem Staatsgerichtshof Klage gegen dieses Gesetz; der Einspruch wurde am 23. Oktober 1975 abgewiesen. Der neue Gemeindenamen Hardthausen knüpft an eine längst abgegangene Siedlung im Langen Grund des Harthäuser Waldes an.

Hardthausen am Kocher gehört administrativ zum Landkreis Heilbronn, wo es im Osten an den Hohenlohekreis angrenzt, und naturräumlich zur Hohenloher Ebene bzw. zu den Kocher-Jagst-Ebenen. Das 35,55 qkm umfassende Gemeindegebiet setzt sich aus Gochsen, Kochersteinsfeld und Lampoldshausen zusammen. Der Kocher durchfließt das Areal von Osten nach Westen und markiert an der Grenze gegen Neuenstadt auf etwa 161 m NN den niedrigsten Punkt. Das Höhenmaximum erreicht die Kommune im Norden bei rd. 334 m NN im Harthäuser Wald, der als das größte zusammenhängende Waldgebiet der östlichen Gäuflächen gilt. Nach 1945 dehnten sich Kochersteinsfeld und Gochsen entlang dem Kocher aus. Der Landesentwicklungsplan weist die Gemeinde dem ländlichen Raum zu. Die altwürttembergischen Orte Gochsen, der Geburtsort des Bauernbündlers Wilhelm Vogt (26. Oktober 1854), und Kochersteinsfeld gehörten bis 18. März 1806 zum Amt Neuenstadt und bis 1. Oktober 1938 zum Oberamt Neckarsulm. Lampoldshausen, ebenso altwürttembergisch, kam am 26. April 1808 vom Amt Möckmühl zum Oberamt Schöntal und gemäß königlichem Manifest vom 27. Oktober 1810 zum Oberamt Neckarsulm. Zum 1. Oktober 1938 gelangten alle drei Orte zum Landkreis Heilbronn. Am 1. Januar 1974 vereinigten sich Gochsen und Kochersteinsfeld zur Gemeinde Hardthausen, die sich am 1. Januar 1975 mit Lampoldshausen zusammenschloss. Die neue Gemeinde mit Verwaltungssitz in Kochersteinsfeld greift mit ihrem Namen eine abgegangene Siedlung im Langen Grund des Harthäuser Waldes auf.

Hardthausen ist eine im Zuge der letzten Gemeindereform aus Kochersteinsfeld, Lampoldshausen und Gochsen gebildete Gemeinde und knüpft mit seinem Namen an eine längst abgegangene Siedlung im Langen Grund des Harthäuser Waldes an. Die Gemeinde erstreckt sich über 35,55 Quadratkilometer am östlichen Rand des Landkreises. Nachbarstädte und -gemeinden sind Langenbrettach, Neuenstadt am Kocher, Neudenau, Möckmühl, Widdern und Jagsthausen sowie im Hohenlohekreis Forchtenberg und Öhringen. Heilbronn ist in der Luftlinie 17,5 Kilometer entfernt und über die am westlichen Rand der Gemeinde verlaufende Autobahn rasch zu erreichen. Nach dem Landesentwicklungsplan gehört Hardthausen zum Ländlichen Raum im engeren Sinn. Im Harthäuser Wald liegt das Europäische Forschungs- und Testzentrum für Raumfahrtantriebe. Die Gemeinde gehört zum Naturraum Kocher-Jagst-Ebenen beziehungsweise Hohenloher Ebene, einander ähnlichen, vom Muschelkalk und Unterkeuper geprägten Landschaften, in die sich Kocher und Jagst mit großen Schlingen eingeschnitten haben. Allerdings verflachen die Hänge insbesondere des Kochertals nach Westen durch das flache Einfallen der Muschelkalkschichten zur Heilbronner Mulde hin merklich, was im Verlauf des Kochertals nach Westen deutlich zu erkennen ist. Durchfließt der Kocher unterhalb von Künzelsau noch die im Fränkischen Schild um mehr als 150 Meter gegenüber der weiteren Umgebung aufgewölbten Muschelkalkschichten, so stehen diese bei Kochersteinsfeld nur noch 40 bis 60 Meter und bei Gochsen sogar nur noch 30 Meter über der Talsohle an. Das Tal wird zusehends flacher und breiter und der Kocher durchfließt die Gemeinde, in die er im Osten bei 170 Meter über Normalnull eintritt und die er bei 161 Meter über Normalnull an der Grenze gegen Neuenstadt wieder verlässt (tiefster Punkt der Gemarkung), mit wenig Gefälle. An Nebenbächen nimmt er von Norden den Hackklingenbach, den Steinbach, den Ehrenklingenbach, den Buchsbach und den Roßbach auf, von Süden den Lauersklingenbach, den Auerbach und den von Langenbrettach kommenden Riedbach, der im Unterlauf begradigt in den Kocher geleitet und hier als Heckenfließbach bezeichnet wird. Kocher und Jagst sind zwischen Kochersteinsfeld, Widdern und Möckmühl weit auseinandergerückt und machen dem ausgedehnten Harthäuser Wald Platz, der den nördlichen Teil der Gemarkung einnimmt und auf die Nachbargemarkungen übergreift. Der Harthäuser Wald entwässert das ganze Gemeindegebiet nach Süden zum Kocher hin, obgleich der Weg zur Jagst kürzer wäre. Der Kocher ist aber nicht nur aufgrund seines größeren Einzugsgebiets wasserreicher als die Jagst, ihm fließt auch Wasser von der Jagst zu, das zwischen Berlichingen und Jagsthausen in den Untergrund versickert. Im Harthäuser Wald steigt das Gelände nach Norden auf über 300 Meter über Normalnull an und erreicht an der nördlichen Gemeindegrenze bei 334 Meter über Normalnull das Hardthäuser Höhenmaximum. Der Harthäuser Wald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der östlichen Gäuflächen. Er zeichnet sich durch ein bewegtes Relief und reizvolle Wiesentälchen, vor allem im Langen Grund, im Buchsbachtal und im obersten Steinbachtal, aus. Die Täler haben die nach Süden zum Kochertal sanft abfallende, großenteils lössbedeckte Unterkeuperplatte in breite Riedel zerlegt und sind bis auf den Oberen Muschelkalk eingeschnitten. In den höheren Teilen des Harthäuser Waldes hat sich über dem Unterkeuper sogar noch unterer Gipskeuper erhalten, allerdings von der Lösslehmdecke verhüllt. Etliche Erdfälle deuten die Verkarstung des Untergrunds an. Sie häufen sich an der Grenze zwischen Muschelkalk und Unterkeuper und in der Nähe von Verwerfungen, die den Norden des Harthäuser Waldes durchziehen beziehungsweise vermutet werden. Der Obere Muschelkalk wurde früher im Kochertal abgebaut, beispielsweise bei der Buchsmühle an der Mündung des Buchsbachtals, am Riedbach und südöstlich von Kochersteinsfeld in der Gegend der Mündung des Auerbachtälchens. In der Nähe des Schweizerhofs sind Ziegel gebrannt worden. Bei der Wasserversorgung setzt die Gemeinde auf eigenes Wasser, das aus zwei Tiefbrunnen und den Buchsquellen sowie Quellen im Mostbrunnen und im Harthäuser Wald entnommen wird. Um das Wasser vor Verunreinigungen zu schützen, sind mehrere Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Hardthausen ist eine der waldreichsten Gemeinden des Landkreises. Der Wald nimmt 46 Prozent der Gemeindefläche ein, hauptsächlich im Harthäuser Wald, der trotz ackerfähigem Boden lange Zeit als württembergischer Wildpark diente. Bewaldet sind daneben die Hackklinge, die Kocherprallhänge bei Kochersteinsfeld und Gochsen sowie das untere Buchsbachtal. Fast ebenso groß wie der Wald ist die Fläche, die landwirtschaftlich genutzt wird (43 Prozent), wobei wegen der fruchtbaren Lössböden das Ackerland überwiegt. Wiesen und Streuobstwiesen sind in kuppigem und feuchtem Gelände und entlang der Bachtäler vorhanden. Grünland spielt zwar wirtschaftlich keine große Rolle, aber gerade die Wiesenlichtungen im Langen Grund und im oberen Steinbachtal schaffen in dem großen Waldgebiet des Harthäuser Waldes ein besonders reizvolles Landschaftsbild. Die Weinbaufläche hat in jüngerer Zeit wieder etwas zugenommen und umfasst etwa 11 Hektar an den Südhängen des Kochertals. 9 Prozent der Gemarkung sind Siedlungs- und Verkehrsflächen, zu denen neben den Ortschaften mehrere Höfe und Mühlen, das Raumfahrtzentrum und als größtes Verkehrsbauwerk die Autobahn im Westen der Gemeinde mit der Kochertalbrücke hinzukommen. In Hardthausen gilt es eine vielfältige Kulturlandschaft zu pflegen und zu bewahren. Dazu tragen die Landschaftsschutzgebiete Hackklinge mit Seitentälern, Kocheraue und Kochertalhang (72 Hektar) sowie Alte Burg-Altenberg und Klingenberg (4 Hektar) bei, die landschaftstypische Klingen und einen reich strukturierten Kocher-Prallhang mit kleinparzellierten Weinbergen, Obstbaumbeständen, Hecken, Feldgehölzen und Brachflächen aufweisen. Das Kochertal ist außerdem Vogelschutzgebiet, Teile des Harthäuser Waldes sind Fauna-Flora-Habitat-Gebiet. Als Naturdenkmale geschützt sind der Kern der Hackklinge mit Wasserfällen, die alte Kocherschlinge zwischen Kochersteinsfeld und Gochsen und die Doline im Gewann Breitfeld im Harthäuser Wald. In dem etwa 25 Meter breiten und 10 Meter tiefen Trichter der Doline sind stellenweise die gebankten Kalke des Oberen Muschelkalks zu sehen. Ebenfalls im Oberen Muschelkalk verläuft die Hackklinge mit mehreren einmündenden Bächen, in deren Bachbetten immer wieder harte Kalksteinbänke treppenartig ausgewaschen sind. Am Zusammenfluss der zwei oberen Quellbäche hat sich ein besonders eindrucksvoller Wasserfallkessel von rund 10 Meter Durchmesser gebildet, in den das Wasser etwa 3 Meter über harte Kalksteinbänke herabstürzt. Der Kocheraltarm wurde im 19. Jahrhundert bei der Begradigung des Flusses abgeschnürt und entwickelte sich zu einem Feuchtbiotop für Vögel, Fische und Amphibien.

Bis 1806 gehörten die beiden altwürttembergischen Orte Gochsen und Kochersteinsfeld zum Amt Neuenstadt, danach zum Oberamt Neckarsulm. Das ebenfalls altwürttembergische Lampoldshausen war bis 1808 Bestandteil des Amts beziehungsweise Oberamts Möckmühl und daraufhin für zwei Jahre des kurzlebigen Oberamts Schöntal (Unteramt Möckmühl). Nach dessen Aufhebung kam Lampoldshausen ebenso wie schon zuvor seine beiden Nachbargemeinden zum Oberamt – seit 1934 Kreis – Neckarsulm. Im Zuge der Neugliederung von 1938 wurden alle drei Orte dem vergrößerten Landkreis Heilbronn zugeschlagen. Bis zu seiner Verlegung nach Neuenstadt 1822 war der Sitz des Forstamts für den Neuenstadter Forst im Schloss von Kochersteinsfeld untergebracht, das 1752 als herzogliches Jagdzeughaus erbaut worden war. 1824 gelangte das Anwesen in den Besitz der Bankiersfamilie von Müller, deren letzter Abkömmling, Baron John Wilhelm von Müller (1824–1866), als dilettierender Ornithologe und Reisender in Afrika und Amerika sowie als vielfältiger Projektorganisator einen nicht ganz ungetrübten Ruf genoss. Zum Jahresbeginn 1974 schlossen sich im Zuge der jüngsten Gebietsreform die beiden Gemeinden Gochsen und Kochersteinsfeld freiwillig zusammen. Kochersteinsfeld ist seither Verwaltungssitz der Gesamtgemeinde. Das widerstrebende Lampoldshausen, das am Neujahrstag 1975 aufgrund des Gemeindereformgesetzes ebenfalls zu Hardthausen kam, erhob vor dem Staatsgerichtshof Klage gegen dieses Gesetz. Der Einspruch wurde allerdings am 23. Oktober 1975 abgewiesen. Mit Langenbrettach und Neuenstadt am Kocher besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Neuenstadt. In keinem der drei Hardthäuser Ortsteile besteht eine Ortschaftsverfassung. Die Gemeinde Hardthausen ist mit dem Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Astrium GmbH Space Transportation, beide in Lampoldshausen, mit der Hochschule Heilbronn, der Wirtschaftsförderung Heilbronn, dem Landkreis Heilbronn und dem Gewerbe- und Industriepark Unteres Kochertal im Forum Ariane vertreten. Dieses wiederum gehört dem Ariane Städtebund (Communauté des Villes Arianes, CVA) der an der Produktion der Trägerrakete Ariane in Europa und Französisch Guyana beteiligten Kommunen, Forschungsinstitute und Industrieunternehmen an. Während der Revolution 1848/49 richteten die Gemeinden Gochsen und Lampoldshausen an das Stuttgarter Innenministerium Gesuche um die käufliche Abgabe von Gewehren zur Ausrüstung ihrer Bürgerwehren. Ein Politiker von überregionaler Bedeutung war der ausgesprochen konservative und völkisch national eingestellte Landwirt Wilhelm Vogt (1854–1938) in Gochsen. Vogt war 1917/18 Vorsitzender des Bunds der Landwirte (BdL) in Württemberg und von 1919 bis 1933 Vorsitzender des Württembergischen Bauern- und Weingärtnerbunds (WBWB), beides konservative agrarpolitische Interessenverbände. Der evangelische Landwirt, der sich auch in der Gemeinde und Region politisch und wirtschaftlich stark engagierte, hatte von 1900 bis 1918 ein Mandat in der Zweiten Kammer des württembergischen Landtags, 1919/20 in der Verfassunggebenden Landesversammlung und 1903 bis 1930 im Reichstag inne. Bei den Reichstagswahlen bis 1898 erhielten die Parteien des nationalliberal-konservativen Spektrums (Deutsche Partei, Konservative, Deutsche Reichspartei) in den drei Altgemeinden Stimmenanteile von 63 bis 100 Prozent. Erst mit dem Auftreten des Bauernbunds (BdL) um die Jahrhundertwende wandte sich die fast ausschließlich evangelische Wählerschaft dieser agrarprotektionistisch orientierten Partei zu, die bis 1912 rund 68 bis 94 Prozent erzielte. Die Einführung der Republik und des Frauenwahlrechts änderte am Wählerverhalten in allen drei Gemeinden zunächst wenig. Bei den Reichstagswahlen im Dezember 1924 und im September 1930 erhielt die Interessenvertretung der Agrarbevölkerung (WBLB) in allen drei Orten Mehrheiten von 34 bis 79 Prozent. Wenig Widerstandskraft zeigte die protestantische Landbevölkerung gegenüber dem Nationalsozialismus. Im zweiten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl von 1932 erhielt Adolf Hitler in Gochsen 51,4, in Kochersteinsfeld 72,5 und in Lampoldshausen sogar 78,6 Prozent der Stimmen. Bei der letzten, halbdemokratischen Reichstagswahl Anfang März 1933 erreichte die Hitler-Partei in allen drei Gemeinden Wähleranteile von 76,7 bis 80,5 Prozent. Ortsgruppen der NSDAP gab es bereits seit 1929 in Lampoldshausen und seit 1931 in Kochersteinsfeld und Gochsen. In den beiden letztgenannten Gemeinden blieben die bisherigen Bürgermeister 1933/34 unter dem neuen Regime im Amt. Während des Zweiten Weltkriegs waren zumindest in Lampoldshausen polnische Landarbeiter und französische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz. In Gochsen und Kochersteinsfeld lebten seit 1943/44 Bombenevakuierte aus dem Rhein- und Saarland, aus Stuttgart und Heilbronn in Quartieren, in Gochsen waren es etwa achtzig Personen. US-amerikanische Truppen besetzten am 9. April 1945 Lampoldshausen nach Straßenkämpfen mit der Waffen-SS vollständig, am 13. April auch Gochsen und Kochersteinsfeld. In Lampoldshausen kamen sechs Einwohner und ungefähr sechzig Soldaten bei Kampfhandlungen ums Leben, in Gochsen zehn Zivilisten und in Kochersteinsfeld 35 deutsche und acht amerikanische Soldaten. Durch Tieffliegerangriffe, Artilleriebeschuss und Straßenkämpfe wurden in Lampoldshausen 67, in Gochsen 143 und in Kochersteinsfeld 24 Gebäude vollständig zerstört. Bei ihrem Rückzug sprengte die SS die drei Kocherbrücken. Bei den ersten Nachkriegswahlen zur Verfassunggebenden Landesversammlung im Juni 1946 und zum Landtag von Württemberg-Baden im November 1946 hatte die CDU sowohl in Gochsen mit 57,2 und 58,3 Prozent als auch in Kochersteinsfeld mit 53,8 und 47 Prozent, die SPD dagegen in Lampoldshausen mit 39,9 und 41,4 Prozent die Nase vorn. Aus den Bundestagswahlen von 1949 bis 1961 und den Landtagswahlen von 1952 bis 1968 gingen – mit Ausnahme der Bundestagswahl von 1953 (CDU) und der Landtagswahl von 1964 (SPD) – die Freien Demokraten im heutigen Gemeindegebiet als stärkste politische Kraft hervor. Seitdem hat die CDU, die bei der Landtagswahl 1976 mit 57,4 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis erzielte, ziemlich unangefochten die Führungsposition inne. Die seit langem zweitplazierte SPD erreichte mit 41,5 Prozent der Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 1972 ihren bisherigen Höhepunkt. Die politische Rechte kam bisher auf maximal 19,6 (NPD) und 19,2 Prozent (Republikaner) bei den Landtagswahlen von 1968 und 1992, die Grünen errangen mit 9,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei der Bundestagswahl 2009 ihren bislang größten Triumph in Hardthausen. Im sechzehnköpfigen Gemeinderat sind heute Gochsen mit sechs und Kochersteinsfeld und Lampoldshausen mit je fünf Sitzen vertreten (unechte Teilortswahl). Seit der letzten Kommunalwahl 2009 verfügen die Unabhängige Wählervereinigung (UWV) über zehn und die CDU über sechs Gemeinderatsmandate. Eigene Ortschaftsräte gibt es in keiner der Teilgemeinden.

Wappen von Hardthausen am Kocher

In Silber (Weiß) ein blauer Wellen-Schrägbalken, belegt mit drei schräg aufwärts gerichteten herzförmigen goldenen (gelben) Blättern und beiderseits begleitet von je einer schräg abwärts gerichteten schwarzen Hirschstange.

Beschreibung Wappen

Das Wappen der neuen, aus Vereinigungen vom 1. Januar 1974 und 1. Januar 1975 hervorgegangenen Gemeinde enthält Figuren aus den Wappen ihrer drei kommunalen Vorgängerinnen. Im neuen Wappen bezieht sich der Wellen-Schrägbalken auf den Kocher, während die drei vom Wappen der Herren von Gochsen abgeleiteten Blätter auch als Hinweis auf den Namensbestandteil „Hardt" = Weidewald ver-standen werden können. An die gemeinsame territoriale Zugehörigkeit der drei vereinigten Orte zum Herzogtum Württemberg erinnern die beiden aus dessen Wappen übernommenen Hirschstangen. Das Wappen und die Flagge wurden vom Landratsamt Heilbronn am 14. Juni 1977 verliehen.

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