Kupferzell - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1236

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
In der Talweitung an der Einmündung von Feßbach und Lietenbach entstand der ältere Ortsteil rechts der Kupfer, während gegenüber im 18. Jahrhundert jenseits des Flüßchens die sogenannte »Untere Vorstadt« und am Westhang die »Obere Vorstadt« hinzukamen. Jüngere Ortserweiterungen finden sich an allen aus dem Ort führenden Straßen, am meisten jedoch im Süden. Zu den neuen Wohngebieten der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zählen die Siedlungen »Bergstraße«, »Maisenklinge« und am Bahnhof Kupfer (1950/55). Industrie ließ sich besonders am Bahnhof beziehungsweise im Gebiet »Bild« nieder.
Historische Namensformen:
  • Celle 1236
Geschichte: 1236 Celle, geistliche Niederlassung vielleicht des 10. Jahrhunderts, erst im 16. Jahrhundert Kupferzell nach dem Bach. In dem aus einer Zelle im Ohrnwald entstandenen Kupferzell waren im 14. Jahrhundert vor allem die Hohenlohe begütert, die ihren Besitz an den Niederadel verliehen. 1418 erlaubte König Sigismund den Hohenlohe die Einrichtung eines Dorfgerichts. Auch die hoheitlichen Rechte fielen den Hohenlohe zu, die in der Landesteilung 1553 Kupferzell Hohenlohe-Waldenburg zuteilten, das hier ein Amt einrichtete. Graf Philipp Ernst erbaute 1721/29 das Schloß, das bis zum Anfall von Kupferzell an Württemberg 1806 als Residenz, bis 1886 als Wohnsitz der Waldenburger Linie diente (seit 1922 Landfrauenschule). Kupferzell gehörte 1806 zum Oberamt Neuenstein, seit 1809 zum Oberamt, 1938 Landkreis Öhringen.

Name: Schloss
Datum der Ersterwähnung: 1721 [1721/29]

Ersterwähnung: 1348
Kirche und Schule: Aus einer um 1000 vorhandenen Zelle entwickelte sich eine Pfarrei - 1236 wird ein Dekan genannt -, mit deren Patronat 1348 die Hohenlohe vom Hochstift Würzburg belehnt wurden. Die einschiffige Kirche mit teilweise romanischem Turm wurde 1799/1800 neu erbaut, 1900 erweitert. Katholischer Gottesdienst fand seit 1719 im Amtshaus, seit 1729 in der Schloßkapelle statt. Er wurde durch Franziskaner, die am Ort ein Hospiz hatten, versehen. 1902 wurde die neuromanische St. Michaelskirche für Kupferzell und seinen umfangreichen katholischen Sprengel erbaut.
Patrozinium: St. Michael
Ersterwähnung: 1902

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