Pfedelbach - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1037

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Die ehemalige Funktion als Burgsiedlung und hohenlohische Residenz bestimmt noch weitgehend das Ortsbild des heute langgezogenen, leicht nach Süden am Hang ansteigenden Dorfes im Tal des gleichnamigen Bachs. Neue Wohngebiete entstanden nach dem zweiten Weltkrieg rings um den alten Ortskern im Norden, Osten, Westen und Südwesten.
Historische Namensformen:
  • Pfadelbach 1037
  • Phedelbach 1270
Geschichte: 1037 Pfadelbach, 1270 Phedelbach, Bachname. Ort der frühmittelalterlichen Ausbauzeit. 1037 erhielt das Stift Öhringen Güter in Pfedelbach als Erstausstattung. Im 14. Jahrhundert waren Ortsadlige von Pfedelbach wichtigste Grundeigentümer, daneben Klöster und Niederadel. Erben der wohl 1433 erloschenen Herren von Pfedelbach waren durch Heirat die Herren von Adelsheim, die 1472 ihre Güter und Rechte an Hohenlohe verkauften. Diese richteten ein Amt ein, das 1553 an Hohenlohe-Waldenburg fiel, 1615 Sitz einer eigenen hohenlohischen Linie wurde, die 1728 ausstarb. Das Amt Pfedelbach fiel danach an Hohenlohe-Bartenstein, 1806 an Württemberg, gehörte 1806 zum Oberamt Neuenstein, seit 1807 zum Oberamt, 1938 Landkreis Öhringen. Zu Pfedelbach zählten ursprünglich die Wohnplätze Pfedelbach, Buchhorn, Charlottenberg, Griet und Heuberg. Ober- und Untergleichen mit Hinterespig wurden bis 1828 angegliedert, Vorderespig 1912. — Seit etwa 1650 wurde der Ort zu einer stadtähnlichen Residenz ausgebaut, 1657 mit Wall, Graben und vier Toren befestigt. Die alte romanische Wasserburg der Herren von Pfedelbach wurde 1554/72 zu einer Vierflügelanlage erweitert, die 1609/13 durch Georg Kern unter Beratung von Heinrich Schickhardt umgebaut wurde. 1730/40 wurde der Südflügel verbreitert, 1750/55 weitere Umbaupläne Wölfflings nur teilweise ausgeführt, da Pfedelbach seit 1729 nur noch Sekundogenituren als Aufenthalt diente, nach 1764 nur Amtssitz war. 1792 versammelte der französische Graf Mirabeau hier eine Truppe, die als Legion Hohenlohe gegen das revolutionäre Frankreich kämpfte. Nach dem Erwerb durch die Stadt wurde das Schloß bis 1979 als kulturelles Zentrum ausgebaut.

Name: Wasserburg Pfedelbach
Datum der Ersterwähnung: 1554 [vor 1554]

Ersterwähnung: 1567
Kirche und Schule: Pfedelbach war Filial der Stiftskirche Öhringen und wurde 1567 evangelische Pfarrei mit den Filialorten Windischenbach und Oberohrn. 1577 wurde ein Konsistorium errichtet, das 1728 aufgehoben wurde. Anstelle einer abgebrochenen älteren Kapelle wurde 1588/89 die Kirche St. Peter und Paul erbaut, 1890 mit Ausnahme von Turm und Chor erneuert. Nach Kriegsbeschädigung wurde sie 1960 renoviert. Für die seit 1730 entstehende katholische Gemeinde wurde 1731/32 die Schloßkapelle erbaut, der Gottesdienst seit 1747 durch Franziskaner gehalten (bis 1811 Hospiz in Pfedelbach). 1811 wurde die den gesamten Westteil des späteren Landkreises Öhringen umfassende katholische Pfarrei Pfedelbach gegründet, von der erst 1951 die Pfarreien Öhringen mit Neuenstein und Bretzfeld abgespalten wurden. Heute umfaßt die katholische Pfarrei außer Pfedelbach selbst Harsberg, Michelbach, Oberohrn, Unterohrn, Untersteinbach und Windischenbach, sowie die Kuratie Mainhardt (Landkreis Schwäbisch Hall). Neugotische katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul von 1890.
Patrozinium: St. Peter und Paul
Ersterwähnung: 1588 [1588/89]

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