Steinbach - Wohnplatz 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Wohnplatz
Liegt auf Gemarkung: Schwäbisch Hall
Ersterwähnung: 1156

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Stadtteil. Am Kocher zu Füßen der Comburg mit Neubaugebiet »Im Loh« (1966/75) im Südosten.
Historische Namensformen:
  • Steinwac 1156
  • Steinwanc 1236
Geschichte: 1156 Steinwac, 1236 Steinwanc, wag = tiefes Wasser. Zu Füßen der Comburg wohl als Burgweiler entstanden. Gehörte den Grafen von Comburg, die Steinbach schon bei der Gründung dem Kloster Comburg schenkten, das aber erst 1283 Herr des ganzen Ortes wurde, als Limpurg auf seine Rechte verzichtete. Wegen seiner exponierten Lage vor der Stadt Hall wurde Steinbach im 16. Jahrhundert befestigt. Der Ort hatte Marktrecht. 1802/03 kam er mit Kloster Comburg an Württemberg; bis zur Eingemeindung 1930 war er selbständige Gemeinde des Oberamt Hall. Die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist (so 1297) war wahrscheinlich eine der ältesten Kirchen der Gegend, denn die St. Michaelskirche in Hall wird ihr bei der Weihe 1156 ausdrücklich unterstellt. Das Patronat hatte Kloster Comburg, wohl von seinen Stiftern her; 1287 wurde ihm die Kirche inkorporiert. Die Reformation konnte nur vorübergehend eindringen. Der heutige Kirchenbau wurde um 1100 errichtet. Grundriß sehr altertümlich, einschiffiges, ehemaliges flachgedecktes Langhaus, Vierung und nischenartige Seitenflügel mit Tonnengewölbe, die Apsis schließt unmittelbar an das Querhaus an. Romanischer Turm über der Vierung mit barocker Haube. Durch Restauration 1965 originale romanische Fenster, die alten Eingangstüren und die Klangarkaden des Turmes freigelegt.

GND-ID:
  • 4441969-7
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