Enslingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1095

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Links des Kochers zieht sich der Ort aus der Talaue am Hang hinauf. Im Norden und Nordwesten wurden die Baugebiete »Rötenberg« (seit 1963) beziehungsweise »Hühnerberg« (seit 1968) erschlossen.
Historische Namensformen:
  • Nensilingen 1095
  • Ensilingen 1216
Geschichte: 1095 (Кор. 12. Jahrhundert) Nensilingen (verschrieben?), 1216 Ensilingen, Personenname, Ort der ältesten Siedlungsschicht mit zwei Gräbern wohl des 6. Jahrhunderts. Zwischen Enslingen und Schönenberg abgegangene Burg der 1216 — 1534 erwähnten Niederadelsfamilie von Enslingen, zuerst limpurgische, dann hohenlohische Ministerialen. Graf Heinrich von Rothenburg begabte hier 1095 das Kloster Comburg, das umfangreichen Lehensbesitz der von Eltershofen 1445 zurückkaufte, aber alsbald an die Senft, Schlez und von Crailsheim wieder verlehnte; er fiel erst 1640 (Senft), 1647 (von Crailsheim) und 1653 (Schlez) ans Kloster zurück. Die Reichsstadt Hall erwarb umfangreichen Besitz, so 1516 von den Eberhard aus Hall, 1517 und 1518 von Simon Berler, 1521 von Kloster Comburg, 1536 von Hieronymus von Vellberg, 1539 von den von Stetten, 1564 von Hohenlohe, 1580 von Konrad von Vellberg und 1589 von den Schlez. Ein kleinerer Ortsteil gehörte seit 1560 der Johanniterkommende Hall. Die Vogtei war unter den Grundherren aufgeteilt. Der Haller Teil war dem Amt Kocheneck zugeteilt, über den Comburger hatte der fränkische Ritterkanton Odenwald das Besteuerungsrecht. Der Haller und Comburger Anteil fiel 1802/03 an Württemberg, der der Johanniterkommende 1805. Ganz Enslingen gehörte zum Oberamt, seit 1938 Landkreis Schwäbisch Hall.

Ersterwähnung: 1392
Kirchengeschichte: Kirchlich war Enslingen Filial von Untermünkheim. Wohl wesentlich ältere Kapelle St. Briccius seit 1392 erwähnt. 1405 Stiftung einer Meßkaplanei, 1414 Kapellenneubau. Nach der Reformation errichtete Hohenlohe, an welches das Patronat von Kloster Goldbach gefallen war, ein evangelisches Diakonat, dessen Besetzung zwischen Hohenlohe-Langenburg und Hohenlohe-Waldenburg alternierte. Evangelische Pfarrkirche mit gotischem Turmchor, kreuzrip-pengewölbt und mit Malereien (Evangelistensymbole, 10 Jungfrauen), Chorbogen romanisch, Schiff 1738 und 1845 erweitert. Gotischer Wandtabernakel mit Christuskopf, Kanzel von 1577. Katholiken zu Schwäbisch Hall, Pfarrei St. Josef.
Patrozinium: St. Briccius
Ersterwähnung: 1392

GND-ID:
  • 7818025-9
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