Östringen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.oestringen.de
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Einwohner: 12610
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 237.0
Max. Höhe ü. NN (m): 307.86
Min. Höhe ü. NN (m): 129.0
PLZ: 76684

Östringen liegt im Nordosten des Landkreises Karlsruhe. Das 53,23 qkm große Stadtgebiet dehnt sich auf den Muschelkalk- und Keuperschichten des mittleren Kraichgaus aus; im Gebiet um den benachbarten Eichelberg dominiert Sandsteinkeuper, an den sich ringsum Gips- und Lettenkeuperschichten anfügen. Im Nordwesten beschreibt der Erlengraben auf rd. 129 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das im Osten auf dem Eichelberg auf etwa 307 m NN ansteigt. Der Landesentwicklungsplan weist Östringen dem Ländlichen Raum zu. Eichelberg, Odenheim und Tiefenbach zählten im Alten Reich zum Ritterstift Odenheim, das wie Östringen unter speyerischer Landeshoheit stand. Mit der Säkularisation 1803 wurden alle Orte dem nun badischen Landamt Odenheim unterstellt. Nach dessen Auflösung 1809 wechselten Eichelberg, Odenheim und Tiefenbach zum Oberamt Gochsheim, während Östringen zum Zweiten Landamt Bruchsal kam; dorthin gelangte nach der Aufhebung des Gochsheimer Sprengels 1813 auch Odenheim. Beide Orte kamen 1819 zum Oberamt, 1864 zum Bezirksamt und 1939 zum Landkreis Bruchsal. Eichelberg und Tiefenbach wurden 1813 dem Bezirksamt Eppingen zugeteilt und gelangten nach dessen Liquidation 1924 vorübergehend zum Bruchsaler Bezirk, ehe sie 1936 dem Bezirksamt und 1939 dem Landkreis Sinsheim unterstellt wurden. Alle vier Orte wechselten 1973 in den Landkreis Karlsruhe. Bereits 1972 wurden Eichelberg und Tiefenbach sowie 1974 Odenheim in die neue Kommune Östringen eingemeindet, die 1981 zur Stadt erhoben wurde.

Das Gemeindegebiet liegt mit seinem Nordteil in der Langenbrückener Senke im Zentrum der tektonischen Mulde des Kraichgauer Hügellandes mit an der Oberfläche anstehenden Schwarzjuraschichten. Das überwiegend löss- und lösslehmverhüllte mittlere und südliche Gemeindegebiet beiderseits des Katzenbachtals wird im Untergrund aus Mittleren Keuperformationen aufgebaut, die nur an Talflanken zutage treten. Tiefer eingeschnittene Hänge größerer Täler lassen den Stuben- und Schilfsandstein hervortreten, während die kleineren Nebentälchen nur in die darüberlagernden Roten Mergel eingetieft sind. Die etwas höher gelegenen, teils deutlich durch einen Stufenrand abgesetzten Wälder im Ostabschnitt um Tiefenbach und Eichelberg stocken auf Stubensandstein und Bunten Mergeln.

Wappen von Östringen

In Blau ein silberner (weißer) Kesselring, darin ein goldener (gelber) Stern.

Beschreibung Wappen

Östringen und die 1972/74 eingemeindeten Ortsteile gehörten bis 1802 zum Hochstift Speyer. Am 27. Januar 1981 erhielt die Gemeinde die Bezeichnung „Stadt" verliehen. Im Wappen ist eines der alten Dorfzeichen Östringens, ein Kesselring, das Hauptbild. Die früheste Darstellung dieses Zeichens findet sich auf zwei 1709 gegossenen Kirchenglocken. Im Fleckensiegel (ältester Abdruck 1746) erscheint dazu der Stern als schmückendes Beiwerk, der in den Farbstempeln des 19. Jahrhunderts zu einer kleinen Blume umgeformt ist. Die Gemeinde nahm im Jahre 1907 auf Vorschlag des Generallandesarchivs das in den speyerischen Farben tingierte ältere Siegelbild als Wappen an. Phantasie ist die Deutung des Kesselrings als Omega (= Initiale für Östringen) und des Blümchens (Vergißmeinnicht) als Zeichen treuer Kriegsdienste. Die Flagge wurde vom Innenministerium am 16. Oktober 1958 verliehen.