Bad Schönborn 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.bad-schoenborn.de
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Einwohner: 12461
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 517.0
Max. Höhe ü. NN (m): 188.65
Min. Höhe ü. NN (m): 91.09
PLZ: 76669
Gemeindenamen und Gemeindebildung: Der Name Bad Schönborn (seit 1972) geht auf den Speyrer Fürstbischof und Kardinal Damian Hugo von Schönborn (1719-1743) zurück, der das Schloss Kislau in Mingolsheim 1721 als Jagdschloss im barocken Stil neu gestalten ließ, das, Staatsgefängnis seit 1824, 1933 eines der ersten Konzentrationslager in Baden wurde.

Bad Schönborn liegt im Norden des Landkreises Karlsruhe. Auf dem 24,11 qkm großen Gebiet treffen zwei Naturräume aufeinander: von Westen die Hardtebene des nördlichen Oberrhein-Tieflands, von Osten der Kraichgau auf den Neckar-Tauber-Gäuplatten. Dieser Teil erstreckt sich über die Mingolsheim-Wieslocher Bucht, die sich neben ihren hochwertigen Ziegeleirohstoffvorkommen durch ein hohes Maß an Erholungseignung und an Ausstattung mit Erholungsinfrastruktur – in Gestalt eines Schwefel- und Thermal-Heilbads mit Unterbrechungen seit 1835 – auszeichnet. Im Nordwesten beschreibt der Baggersee im Bruch auf rd. 104 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das sich im Osten im Großen Wald auf knapp 189 m NN erhebt. Mingolsheim und Langenbrücken, beide 1964/65 zu Bädern erhoben, konnten sich in der Nachkriegszeit durch die verkehrsgünstige Lage an der Bundesautobahn 5 und der Bundesstraße 292 sowie an der Baden-Kurpfalz-Bahn erheblich ausdehnen. Der Landesentwicklungsplan verortet die Gemeinde in der Randzone um den Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim. Langenbrücken und Mingolsheim, seit dem 13. Jahrhundert dem Hochstift Speyer zugehörig, fielen 1803 an Baden und wurden zunächst dem Landamt, 1806 dem Oberamt und 1809 dem Zweiten Landamt Bruchsal unterstellt. 1819 dem Oberamt Bruchsal zugewiesen, kamen beide Orte 1864 zum Bezirksamt Bruchsal, aus dem 1939 der gleichnamige Landkreis hervorging. 1973 wechselte Bad Schönborn, das 1971 aus der Vereinigung der beiden Orte entstanden war, zum Landkreis Karlsruhe.

Das Gemeindegebiet am West-Rand des Kraichgauer Hügellandes hat im Westen noch Anteil an der zur Rheinebene gehörenden Gebirgsrandniederung. Dieses teils vermoorte Niederungsgelände trägt Feuchtwiesen und wird von der Kraich durchflossen. Der größere flachhügelige östliche Gemarkungsabschnitt, durch den einige Kraichgaubäche in die tiefgelegene Niederung austreten, dehnt sich im südlichen Bereich der Langenbrückener Senke aus, wo im Muldenkern der Kraichgausenke zwischen Schwarzwald und Odenwald die jüngsten Gesteine des Hügellandes anstehen. Die Langenbrückener Senke ist durch zahlreiche Verwerfungen stark zerhackt. Die z. T. sehr tief reichenden Spalten führen mineralhaltige Wasser für den Bäderbetrieb an die Oberfläche, an der östlich der Randniederung Braun- und Schwarzjuraschichten zutage treten, sofern sie nicht von einer Lössdecke verhüllt werden.

Wappen von Bad Schönborn

In Blau ein nach links versetzter, an den linken Schildrand stoßender, zweischaliger silberner (weißer) Brunnen mit silberner (weißer) Wasserfontäne, im rechten oberen Eck ein goldener (gelber) Schild, worin ein blau gekrönter roter Löwenrumpf.

Beschreibung Wappen

Die Gemeinde wurde durch Vereinigung von Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim am 1. Januar 1971 gebildet. Der am 7. August 1972 angenommene Gemeindename und das zusammen mit der Flagge vom Innenministerium am 13. März 1975 verliehene Wappen erinnern an den Speyerer Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn, der das in der Gemeinde liegende Schloss Kislau im barocken Stil umgestalten ließ. Das Schönbornsche Wappen ist hier auf einen Löwenrumpf reduziert. Der Name „Schönborn" spielt außerdem wie der Brunnen im Wappen auf die seit dem 18. Jahrhundert genutzten Heilquellen des Kurortes an. Die Hauptfarben Blau und Silber sind die des Hochstifts Speyer, dem beide Orte bis 1803 angehörten.

GND-ID:
  • 4106604-2
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