Baiersbronn 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.baiersbronn.de
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Einwohner: 14484
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 76.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1151.75
Min. Höhe ü. NN (m): 447.88
PLZ: 72270

Die Gemeinde Baiersbronn liegt am nordwestlichen Rand des Landkreises Freudenstadt und grenzt an den Landkreis Rastatt und den Ortenaukreis. Das überwiegend mit Wald bedeckte Gemeindegebiet erstreckt sich über das Gebiet der Oberen Murg und ihrer Quelltäler im Buntsandstein-Schwarzwald. Es ist das größte nichtstädtische Gemeindegebiet Baden-Württembergs. Im Westen bildet die vom Kniebis bis zur Hornisgrinde reichende Stufenkante die Grenze, im Norden das tief eingeschnittene Murgtal. Das Gemeindegebiet gehört zur übergeordneten naturräumlichen Einheit von Grindenschwarzwald und Enzhöhen; im Westen hat es Anteil an den Schwarzwald-Randplatten. Der höchste Punkt liegt auf fast 1152 m am Dreifürstenstein östlich der Hornisgrinde, der tiefste Punkt auf 448 m im Murgtal. Auf dem Gemeindegebiet liegen die Naturschutzgebiete Schliffkopf (889 ha) und Wilder See-Hornisgrinde (766 ha) sowie Teil des NSG Kniebis-Alexanderschanze. Die bereits seit 1320 zu Württemberg gehörige Gemeinde gehörte bis 1806 zum Amt, später Oberamt Dornstetten und kam dann zum Oberamt Freudenstadt, aus dem 1938 der gleichnamige Landkreis hervorging. Baiersbronn erstreckt sich als Streusiedlung über 7 Täler mit einer West-Ost-Erstreckung von fast 10 km. Siedlungsverdichtungen sind an den Talstraßen entstanden und werden durch zahlreiche Höfe und Weiler ergänzt. Nach 1950 hat durch den zunehmenden Fremdenverkehr eine rege Bautätigkeit in allen Tälern eingesetzt und zur Erschließung mehrerer neuer Wohn- und Ferienhaus- bzw. Kur- und Erholungsgebiete geführt. Zugleich entwickelte sich der in der Talgabel von Murg, Forbach und Sankenbach gelegene Hauptort zum Geschäfts- und Verkehrszentrum. Gewerbegebiete bestehen im Forbachtal und bei Mitteltal. Die Gemeinde liegt an der 1901 eröffneten Murgtalbahn, die von der Stadtbahn Karlsruhe angefahren wird. Weitere Verbindungen bestehen über die B500 Schwarzwaldhochstraße und B462.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das zu 86% mit Wald bedeckte, in seiner Flächenausdehnung größte nichtstädti­sche Gemeindegebiet Baden-Württembergs umfaßt den Bereich der oberen Murg und ihrer Quelltäler im Buntsandstein-Schwarzwald. Die Westgrenze bildet vom Kniebis (Roßbühl) bis zur Hornisgrinde die 900-1150 m hohe aussichtsreiche Stufenkante des Hauptbuntsandsteins. An der Nordgrenze ist das Murgtal bis auf unter 500 m NN eingetieft. Dementsprechend starke erosive Zerschneidung der Buntsandsteinplatte durch lange, meist west-östlich verlaufende Waldtäler in steile Rücken (Grinden) und Riedel. Auf den sehr niederschlagsreichen Höhen ausgelaugte Sandböden und Hochmoore. Talschlüsse an den Nord- und Osthängen oft als Karnischen, zum Teil noch mit Karseen. Naturschutzgebiete Schliffkopf und Wilder See/Hornisgrinde. Beiderseits der Talaue der Haupttäler bildet die Rumpffläche des kristallinen Grundgebirges eine hügelige, wie­senreiche Terrasse. Stellenweise sind paläozoische Ablagerungen (Rotliegendes) ein­geschaltet, darin bei Schönegründ früher Bergbau auf Silber- und Kupfererz. Bei Baiersbronn hat die Murg im Gneis ein breites Tal ausgeräumt; quer durchlaufende Ganggranite beleben das Kleinrelief (Steinbrüche). Bei Schönmünzach tritt anstelle des Gneises der Nordschwarzwälder Granitstock, das Tal wird felsenreich und eng.

Wappen von Baiersbronn

In Blau ein laufender silberner (weißer) Röhrenbrunnen mit zwei Röhren.

Beschreibung Wappen

Baiersbronn ist die flächenmäßig größte Landgemeinde Baden-Württembergs und war dies auch bereits vor der Eingemeindung von Röt (1971) und Huzenbach, Klosterreichenbach und Schwarzenberg (1974). Über 85 % der Gemarkung sind mit Wald bedeckt. Das Waldgewerbe, der Bergbau und die Glasmacherei bedingten eine weitgestreute Besiedlung des Gebiets. So sind allein die vielen Weiler, Siedlungen und Höfe des an der Einmündung zweier Nebentäler ins Murgtal gelegenen Hauptortes Baiersbronn über sieben Schwarzwaldtäler verteilt. Das für den Ortsnamen „redende" Bild des Brunnens begegnet in den Siegeln Baiersbronns seit Ende des 19. Jahrhunderts. Die gegenüber den älteren Darstellungen vereinfachte Zeichnung erhielt das Wappenbild anlässlich der Verleihung von Wappen und Flagge durch das Innenministerium am 15. November 1956.