Donaueschingen, Piaristen
| Kurzbeschreibung: | 1755 Berufung nach Donaueschingen – 1778 Abzug des Konventes Ordensgliederung: Österreichische Provinz, 1762 Rheinisch-schwäbische OrdensprovinzKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Villingen |
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| Beschreibung: | Name: patres piarum scholarum (1755);1 vätter der frommen schuehlen (1778)2 Geschichte1755 berief Fürst Josef Wilhelm Ernst zu Fürstenberg (1723–1762) Piaristen nach Donaueschingen. Sie sollten das deutsche Schulwesen in der noch jungen Residenz verbessern, den bisher gänzlich fehlenden Lateinunterricht einführen und darüber hinaus ausgiebige Beiträge zur Ausgestaltung des Gottesdienstes leisten. Es gab zu diesem Zeitpunkt an der Pfarrkirche nur drei Priester. Noch gänzlich unbesetzt war die fürstliche Hofkaplanei. Und auch im geplanten Zucht- und Arbeitshaus in Hüfingen wurden Seelsorger gebraucht. Doch nicht nur wegen dieser vielen Aufgaben stand die anfänglich nur für vier, im vollen Ausbaustadium für sechs Piaristen berechnete Gründung unter keinem guten Stern. Viele Projekte am Residenzort waren chronisch unterfinanziert. Zugesichert worden war den Piaristen 1755 ein kompletter Neubau. Vorliebnehmen mussten sie jedoch mit einem Provisorium, dem notdürftig hergerichteten Wohnhaus eines verstorbenen Beamten. 1778 kam es zum endgültigen Bruch. Konkreter Anlass waren die vom Nachfolger des Gründers, Fürst Josef Wenzel (1762–1783), angeordneten Reformen. Sie sahen die Einführung einer zukunftsweisenden Lehrmethode des schlesischen Augustinerchorherren und Schulreformers Johann Ignaz von Felbiger und die Einsetzung einer Schulkommission vor, der sich auch die Piaristen unterwerfen sollten. Der Provinzial setzte dem Fürsten daraufhin ein Ultimatum, endlich die Zusagen von 1755 zu erfüllen oder dem Orden den Abzug zu gewähren. Nur fünf Tage, nachdem am 23. September 1778 die Entlassung der Piaristen dekretiert worden war, unterschrieb Fürst Josef Wenzel die Gründungsdokumente für das heutige Fürstenberg-Gymnasium, an dem fortan unversorgte junge Weltpriester aus fürstenbergischen Beamten- und Untertanenfamilien Landeskinder in der lateinischen Sprache unterweisen sollten. Bau- und KunstgeschichteDas den Piaristen zugewiesene Wohnhaus ist ein ansehnliches zweigeschossiges barockes Walmdachgebäude mit großem Keller und ehemaliger Freitreppe. Es steht unweit der Stadtpfarrkirche St. Johann an der Ecke Haldenstraße/An der Stadtkirche, ehemals neben dem Pfarrhof. Zugehörig waren außer dem Eckgrundstück ein Stall und ein Garten. Das Gebäude diente nach 1778 als Gymnasium, heute der Städtischen Musikschule. Die heutigen Stufengiebel sind eine Zutat des 19. Jahrhunderts. BibliographieHandbücher und Lexika: Fischer 1985; kloester-bw, Piaristenniederlassung Donaueschingen (Johannes Werner); SKHB, S. 176 f. (Johannes Werner). Literatur: Werner 2005 (b). Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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