Freiburg, Schwesternsammlung »Regelhaus des Ederlin« 

Kurzbeschreibung:

1347 indirekt bezeugt – 1390/91 namentliche Ersterwähnung – Anfang 16. Jh. Auflösung

Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Freiburg

Ortsbezüge:
Ordensregel:
  • Schwesternsammlung »Regelhaus des Ederlin« 1347-1500
Beschreibung:

Name: Ederlin regelhus (1390/91, 1406, 1416, 1426, 1460)1

Geschichte

Das Regelhaus des Ederlin wird zum ersten Mal 1390 erwähnt. Es könnte aber bereits 1347 bestanden haben, da im um 1370 angelegten Verzeichnis der 1347 gemachten Stiftung Johannes Snewlin des Gressers von sieben regelhüsern der Barfuossen und der Brediger die Rede ist. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass – wenn auch nicht explizit namentlich genannt – hierzu auch die Schwesternsammlung des Ederlin zählte.2 Gegründet wurde das Regelhaus wahrscheinlich von einem Mitglied der in Freiburg ansässigen und durch Bergbau und Handel zu Vermögen gekommenen Familie Ederlin. Die Einrichtung befand sich in der heutigen Merianstraße 5, im »Haus zum Bretzelnkampf«. Letztmalig schriftlich belegt ist die Schwesternsammlung 1460.3 Da das Haus ab dem 16. Jahrhundert im Besitz von Bäckern war, ist damit zugleich dessen spätestes Ende markiert.

Wie viele andere Frauengemeinschaften war diese wohl von Anfang an mit einem der Bettelorden verbunden, wenn sie tatsächlich in der Snewlin-Stiftung belegt ist. Im Weinungeldbuch von 1390/91 werden erstmals namentlich drei Angehörige der Gemeinschaft aufgeführt.4 Ein weiterer Name einer Schwester findet im Gewerftbuch von 1406 Erwähnung.5 Die Leitung der Gemeinschaft oblag einer Meisterin.

Zu den Besitzverhältnissen und etwaigen Einkünften kann nur wenig gesagt werden. Erhalten ist das bereits angesprochene Testament Johannes Snewlins, das allen Freiburger Regelhäusern zehn Schilling zusprach. Weitere kleine Zustiftungen erhielten die Schwestern 1390 und 1426.

Bibliographie

Handbücher und Lexika: kloester-bw, Regelhaus »des Ederlin« Freiburg (Hans-Peter Widmann).

Literatur: Schadek/Treffeisen 1996.

Anmerkungen

  • 1 StadtA FR E 1 A III h Nr. 1, fol. 43 r, 103 v; StadtA FR E 1 A II a I, Nr. 2 S. 22; GLA 21 Nr. 5621 (29. 8. 1416); StadtA FR A 1 XVI A a 1426 Juni 4; Flamm 1903, S. 177.
  • 2 StadtA FR A 1 XVII A Schnewlin-Gresser Stiftung 1347 Oktober 9; Fr UB (Schreiber) II, Nr. 189 S. 36 5-375, hier S. 367.
  • 3 Flamm 1903, S. 177; Schleer 1957, S. 67; Knefelkamp 1981, S. 155.
  • 4 StadtA FR E 1 A III h Nr. 1, fol. 43 r, 103 v. Siehe hierzu auch Schwineköper 1967, S. 147.
  • 5 StadtA FR E 1 A II a I Nr. 2, S. 22, ein zweiter Name ist unleserlich
Objekttyp: Konvent
Personenbezüge:
  • Hans-Peter-Widmann [Autor]
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