Konstanz, Schwesternsammlung »im Mäntellerinnenhaus«
| Kurzbeschreibung: | um 1350 Gründung – mit den Augustinereremiten verbunden – nach 1550 erloschen Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, kein Landkapitel |
|---|---|
| Ortsbezüge: |
|
| Ordensregel: |
|
| Beschreibung: | Name: swesteran in der Maentelerin hus (1382);1 Schwestern in Augustiner geßlin (1503)2 GeschichteDas Mäntellerinnenhaus verdankt seinen Namen und seine Ausstattung einer Adelheid, Gattin oder Witwe Johanns des Mäntelers,3 die um die Mitte des 14. Jahrhunderts ihr Haus am Bleicherstad (heute Münzgasse), Grundbesitz in Wollmatingen und Zinseinkünfte den Schwestern der willigen armutt4 überließ. Vor 1423/24 erfolgte der Umzug in die heutige Katzgasse Nr. 5, vor 1436 an den endgültigen Standort in der Augustinergasse (heute Ostseite der Sigismundstraße), in die Nähe des →Augustinereremitenklosters, von dem aus die Schwestern seelsorgerisch betreut wurden. Die Schwestern pflegten Kranke und begleiteten Sterbende, wofür sie in etlichen bürgerlichen Testamenten bedacht wurden. Weiter betrieben sie Textilhandwerk in einem Umfang, der die Wollweberzunft 1382 zum Einschreiten veranlasste. Das Mäntellerinnenhaus unterstand von Anbeginn der Kontrolle durch den Rat, der es als einziges Schwesternhaus zu einer bescheidenen Steuer heranzog. In der Reformationszeit blieb es als evangelische Gemeinschaft bestehen, obwohl man die Schwestern verdächtigte, dem alten Glauben anzuhängen. Beim Tod der Meisterin Apollonia Markstaller 1541 lebten noch vier Schwestern; da keine Neuaufnahmen erfolgten, dürfte die 1547 noch als bestehend belegte Gemeinschaft bald nach 1550 erloschen sein.5 BibliographieHandbücher und Lexika: HelvSac IX,2, S. 443–454 (Andreas Wilts); kloester-bw, Schwesternsammlung/Mäntellerinnen Konstanz (Elmar L. Kuhn). Literatur: Wilts 1994, S. 222–229. Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
| Personenbezüge: |
|
Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
|---|
leobw