Konstanz, Franziskanerterziarinnen »im Bruderhaus« 

Kurzbeschreibung:

vor 1522 Entstehung – 1527 Aufhebung

Ordensgliederung: Oberdeutsche (Straßburger) (Minoriten-) Provinz
Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, kein Landkapitel

Ortsbezüge:
Ordensregel:
  • Franziskanerterziarinnen »im Bruderhaus« 1522-1527
Beschreibung:

Name: grawe swestern in unser statt (1522);1 beginen im Pruederhus (1527)2

Geschichte

Zu Beginn des Jahres 1522 überließ der Konstanzer Rat das aufgelassene →Bruderhaus (auf dem Areal der modernen Häuser Bruderturmgasse 2/4) einer bereits bestehenden Gemeinschaft von Franziskanerterziarinnen.3 Die Konstanzer Niederlassung bestand nur fünf Jahre: Anfang 1527 bereiteten die Schwestern ihre Flucht nach Überlingen vor, weil sie befürchteten, zur Teilnahme an reformierten Gottesdiensten gezwungen zu werden. Da sie ohne Wissen des Rats, der die Aufsicht über ihr Vermögen führte, Teile ihres Hausrats nach Überlingen verbracht und bei Konstanzer Bürgern versteckt hatten, kamen zwei Schwestern in Haft. Im April 1527 gab der Rat den Schwestern ihr eingebrachtes Gut heraus und verwies sie der Stadt; ihr in Konstanz verbliebenes Vermögen ging ans Spital. Auf Vermittlung Bischof Hugos von Hohenlandenberg (1496–1529, 1531–1532) und Abt Gerwig Blarers von Weingarten bezogen zwei Schwestern im November 1527 das leerstehende Schwesternhaus in Weingarten (Altdorf), wo sie sich zur Betreuung Kranker und Sterbender verpflichteten.

Bibliographie

Handbücher und Lexika: HelvSac IX,2, S. 458–462 (Andreas Wilts); kloester-bw, Franziskanerinnen im Bruderhaus Konstanz (Elmar L. Kuhn).

Literatur: Wilts 1994, S. 363.

Anmerkungen

  • 1 StadtA KN Missivenbuch B II 30, fol. 73 v.
  • 2 StadtA KN Ratsbuch B I 36, fol. 77 r.
  • 3 StadtA KN Missivenbuch B II 30, fol. 73 v
Objekttyp: Konvent
Personenbezüge:
  • Harald Derschka [Autor]
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