Konstanz, Schwesternsammlung »Klause bei St. Paul«
| Kurzbeschreibung: | vor 1440 gegründet – vielleicht Verbindung mit dem Franziskanerkloster – zwischen 1509 und 1519 erloschen Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, kein Landkapitel |
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| Beschreibung: | Name: klose ze sant Paul (1440);1 schwesterhus zuo sant Pauls (1509)2 GeschichteDie Schwesterngemeinschaft bei der Pfarrkirche St. Paul (Hussenstraße/Hieronymusgasse) ist erstmals durch eine testamentarische Verfügung im Jahr 1440 belegt.3 Die Gemeinschaft war wohl neu und wenig gefestigt, da man mit ihrem möglichen Zerfall rechnete. Sie trug als einzige Konstanzer Schwesterngemeinschaft die Bezeichnung »Klause«, denn im 11. Jahrhundert lebte bei der Pfarrkirche St. Paul eine Inklusin, die offenbar eine Tradition begründete. 1478 war wenigstens eine der Schwestern eingeschlossen; doch die Mehrzahl wirkte in der Gesellschaft, wobei die Sorge um die Sterbenden als ihre wichtigste Leistung galt. Gelegentlich wurden sie mit dem Vollzug von Stiftungen an die Kirche St. Paul beauftragt wie die Pflege eines ewigen Lichts oder das Austeilen von Lebensmittelspenden. Die Schwestern traten stets als Bürgerinnen auf und standen unter der Kontrolle des Rats. Ihre auffallend häufige Begünstigung in Bürgertestamenten zwischen 1440 und 1509 belegt die Bedeutung der Gemeinschaft für die städtische Gesellschaft. Dann muss sie rasch erloschen sein, denn 1519 bestand sie nicht mehr. Der Chronist Jörg Vögeli beschrieb die Klause rückblickend als franziskanisch, wofür es sonst keinen klaren Beleg gibt.4 BibliographieHandbücher und Lexika: HelvSac IX,2, S. 463–470 (Andreas Wilts); kloester-bw, Schwesternsammlung bei St. Paul Konstanz (Elmar L. Kuhn). Literatur: Wilts 1994, S. 364–366. Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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