Überlingen, Schwesternsammlung »im Haus auf dem Bogen« 

Kurzbeschreibung:

1321 einzige Erwähnung der damals bereits nicht mehr bestehenden Sammlung

Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Linzgau

Ortsbezüge:
Ordensregel:
  • Schwesternsammlung »im Haus auf dem Bogen« 1321-1321
Beschreibung:

Name: umb des huse zu Uiberlingen, dem man sprichet uf dem Bogen, da wilent swesteran trine waren (1321)1

Geschichte

Über die Schwesternsammlung im Haus auf dem Bogen ist nicht mehr bekannt, als dass sie 1321 nicht mehr bestand. In diesem Jahr verglichen sich das →Konstanzer Predigerkloster und Bürgermeister, Rat und Bürger von Überlingen um das wohl im Bereich der Münsterstraße 13 gelegene Haus.2 Die Stadt zahlte dem Konstanzer Dominikanerkloster 15 Pfund Pfennig Konstanzer Münze, damit das Kloster ein Haus am Blutschenberg in Überlingen erwerben konnte, da si ain herberg inne gehan mugent.3 Im weiteren zahlte die Stadt dem Konvent 20 Pfund zur Renovierung des Hauses und befreite dieses von Steuern und Diensten. Zieht man in Betracht, dass schon das Haus auf dem Bogen ein solches Überlinger Stadthaus der Konstanzer Dominikaner war, so könnte die Schwesternsammlung im Haus auf dem Bogen in Abhängigkeit dieses Klosters gestanden haben. Es wurde vermutet, dass die Auflösung der Schwesternsammlung auf dem Bogen mit der von Straßburg ausgehenden Beginenverfolgung der Jahre 1317–20 einherging,4 sie könnte aber auch schon früher erfolgt sein.

Bibliographie

Handbücher und Lexika: kloester-bw, Schwesternsammlung im Haus auf dem Bogen Überlingen (Elmar L. Kuhn).

Literatur: Semler 1957, S. 34 f.; Wilts 1994, S. 447; Schneider 2008, S. 255.

Anmerkungen

  • 1 GLA 2 Nr. 2331.
  • 2 GLA 2 Nr. 2331; Schneider 2008, S. 255.
  • 3 Zu diesem vgl. Schneider 2008, S. 233.
  • 4 Wilts 1994, S. 447
Objekttyp: Konvent
Personenbezüge:
  • Johannes Waldschütz [Autor]
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