Bruchsal, Jesuiten
| Kurzbeschreibung: | 1753 Berufung von Jesuiten nach Bruchsal – 1757 Eröffnung des Gymnasiums – 1773 Aufhebung der Jesuitenresidenz Ordensgliederung: Oberrheinische ProvinzKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Speyer, Archidiakonat des Stiftspropstes bei St. Guido, Landkapitel Bruchsal |
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| Beschreibung: | Name: Jesuiter residentz (1757)1 GeschichteBischof Franz Christoph von Hutten (1743–1770) berief 1753 Jesuiten zur Gründung eines Gymnasiums in seine Residenzstadt. Bereits sein Vorgänger Damian Hugo von Schönborn (1719–1743) hatte dafür einen Stiftungsfonds eingerichtet. 1757 war die feierliche Eröffnung der Schule, die anfangs ihren Standort im Alten Schloss hatte. Aus demselben Jahr stammt auch der bischöfliche Stiftungsbrief, der die finanziellen Zuwendungen an die Jesuiten regelte und die Zahl der Patres auf einen Superior, zwei Patres und einen Laienbruder festschrieb.2 Mit der Übertragung der Schule an den Jesuitenorden setzte sich der Bischof über die Vorbehalte des städtischen Magistrats hinweg. Aus dieser Zeit dürfte auch ein undatiertes anonymes Dossier stammen, in dem ein Autor im aufgeklärten Duktus Argumente gegen eine Berufung der Jesuiten äußert.3 Als Unterrichtsfächer nennt die Stiftungsurkunde Rhetorik, Poetik und Syntax. Im Gymnasium wurden anfangs fünf Klassen unterrichtet. Mit der päpstlichen Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde die Schule mit dem Priesterseminar vereinigt (bis 1797).4 Dorthin waren auch die Jesuiten – nun als Weltgeistliche – umgezogen. Zwischen 1797 und 1805 unterrichteten fünf Augustinereremiten unter Leitung des Superiors Hugo Müller am Gymnasium. Das heutige Schönborn-Gymnasium steht in der Tradition der fürstbischöflichen Gründung von 1753/57. BibliographieLiteratur: Megerle 1996, S. 80 f., 149 f.; Moos 2005. Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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