Gengenbach, Schwesternsammlung »Klause an der Pfarrkirche«
| Kurzbeschreibung: | 1302 Gründung – 1449 Beginen Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Straßburg, Archidiakonat Ultra Rhenum, Landkapitel Offenburg |
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| Beschreibung: | Name: eine closen bi der […] lutkilchen (1302);1 die closen ze Gengenbach gelegen an der lutkilch (1359);2 das große gotzhuß und die […] beginen desselben Huses (1449)3 Geschichte1302 gestatteten Abt Dietrich von Gengenbach (1300–1323) und Leutpriester Gottfried die Einrichtung einer Klause an der Gengenbacher Leutkirche, heute die Friedhofskirche St. Martin. Genannt werden zu Beginn namentlich drei Gengenbacher Bürgerstöchter, die von ihren Familien ausgestattet wurden. Dabei wurden genaue Bestimmungen über die Verwendung des Stiftungsgutes getroffen. Wenn eine Schwester die Gemeinschaft verließ, sollten die von ihr eingebrachten Güter im Besitz der Klause bleiben. Nach einer Zerstörung durch Brand, Krieg oder anderem sollten die Schwestern die Klause wieder aufbauen. Falls ihnen das nicht gestattet würde, dürften sie frei über ihr Gut verfügen. Wollten sie die Klause aber nicht aufbauen oder sollte diese aufgrund des Todes oder Auszugs der Schwestern leerstehen, so sollten die Güter hälftig zwischen der →Benediktinerabtei und der Leutkirche aufgeteilt werden.4 Auch wenn sich die Klause an der Leutkirche befand, stand sie offenbar in Abhängigkeit vom Gengenbacher Kloster: 1359 gebot Abt Lamprecht von Gengenbach der Meisterin Anne von Zabern, die Klause, die von altersher in unser phlegnuschi un gerhorsami gewesen ist, wieder aufzurichten.5 Diese Abhängigkeit kommt auch in einer Seelgerätstiftung aus dem Jahr 1449 zum Ausdruck, in der den nun Beginen genannten Schwestern ein Zins von 3 Schilling für die Teilnahme an zwei Jahrzeiten überlassen wird, die von den Mönchen des Klosters und nach dem Seelbuch des Klosters gefeiert werden.6 Die Zuordnung der Schwestern zum großen gotzhuß dürfte dabei wohl nicht als Unterscheidung von einer zweiten Gemeinschaft in Gengenbach dienen, für die jeglicher weiterer Quellenbeleg fehlt.7 Wahrscheinlich ist damit vielmehr die Leutkirche gemeint. Aus den Jahren 15708 und 15819 sind zwei Verkäufe an den Schaffner der Beginen überliefert. Da der Verkauf jeweils nur an den Schaffner und seine Nachfolger erfolgte, die städtische Amtsträger waren, und auch der Abt von Gengenbach nicht beteiligt war, könnte es sich auch um ein Vermögen handeln, das nur noch nach seiner Herkunft seinen Namen führte. Die Klause selbst dürfte spätestens mit der zeitweiligen Einführung der Reformation in Gegenbach, vielleicht aber schon viel früher untergegangen sein. Das Stiftungsvermögen könnte dann den Gründungsbestimmungen entsprechend an Kloster und Leutkirche und von einem der beiden in städtische Verwaltung übergegangen sein. Bauliche Details über die Klause sind nicht bekannt. Sie war wahrscheinlich unmittelbar an die Leutkirche angebaut. Der zweigeschossige Kapellanbau an der nördlichen Langhausseite könnte Überreste dieses Baus enthalten. Erhaltene Emporenöffnungen zum Schiff deuten darauf hin. 1443 wird diese als in sehr schlechtem Zustand beschrieben und im Jahr 1452 wohl vollständig neu gebaut. Aber auch der Baubestand von 1452 wurde in den folgenden Jahrhunderten stark verändert.10 BibliographieHandbücher und Lexika: KDM Bd. 7, S. 410 f. (Max Wingenroth). Literatur: Müller 1978 (d). Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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