St. Katharina am Überlinger See, Benediktiner
| Kurzbeschreibung: | vor 1318 Gründung als Einsiedelei – 1421 benediktinische Brüdergemeinschaft – 1512–1561 als Propstei des Benediktinerklosters Reichenau belegt Patrozinium: KatharinaOrdensgliederung: Propstei der Benediktinerabtei ReichenauKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, kein Landkapitel |
|---|---|
| Ortsbezüge: |
|
| Ordensregel: |
|
| Beschreibung: | Name: locus solitarius dictus in Tetingen (1318);1 cappell genannt zu sant Khatrina am Bodensee (1421);2 ecclesia S. Catharinae ad lacum Uberlinganum (1470);3 capella montis S. Katherine vff sant Katherinenberg (1487);4 probsty zu sannt Katrinen am Überlingersee (1539)5 GeschichteDie ehemals einsam am Steilufer des Überlinger Sees beim Dettinger Burghof gelegene Katharinenkapelle ist 1311 erstmals belegt.6 Rudolf, der ehemalige Kaplan des →Zisterzienserinnenklosters Wald, errichtete sich dort vor 1318 eine Einsiedelei. Nach einer Beleglücke von einem Jahrhundert erteilte der →Reichenauer Abt Friedrich von Zollern (1402–1427) 1421 einer benediktinischen Gemeinschaft bei der Kapelle, bestehend aus dem Priestermönch Konrad Kuger und seinen Laienbrüdern, die Freiheiten seiner Abtei; konkret bedeutete dies die Ausnahme von der bischöflichen Gerichtsbarkeit. Später ist nur mehr von einer Kapelle die Rede, die 1470 von Papst Paul II. (1464–1471) einen Ablass erhielt und die einzelnen Geistlichen verliehen war, wie 1487 dem →Konstanzer Domdekan und späteren Churer Bischof Heinrich von Hewen (1491–1505). Als Reichenauer Propstei ist St. Katharinen erstmals 1512 genannt,7 als erster Propst 1539 der Konstanzer Domherr Friedrich von Hinwil, der die Kapelle instand setzen ließ. Später hatte ein Reichenauer Mönch die Propstei inne, ab 1558 der jeweilige Prior. Zuletzt ist 1561 von der Weihe zweier Altäre die Rede.8 Danach gab man den Gottesdienst auf. Die zugehörige Landwirtschaft wurde im 17. und 18. Jahrhundert mehrfach verliehen, ohne dass eine Kapelle erwähnt wurde. Sie ist auf einer nach 1686 gezeichneten Karte des Überlinger Sees noch schematisch abgebildet; heute gibt es keine sichtbaren Reste mehr davon. Die letzten Reminiszenzen an die geistliche Gemeinschaft sind die Flurnamen Bruderholz und Katharinentobel. BibliographieHandbücher und Lexika: KB Konstanz Bd. 3, S. 655 (Anneliese Müller). Literatur: Humpert 1969. Anmerkungen
|
| Objekttyp: | Konvent |
| Personenbezüge: |
|
Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
|---|


leobw