Philippsburg, Kollegiatstift St. Maria, Philipp und Nazarius
| Kurzbeschreibung: | 1625–1636/50 Kollegiatstift (Translation des wiedererrichteten Stiftes Hördt) Patrozinium: Maria, Philipp und NazariusKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Speyer, Archidiakonat des Stiftspropstes bei St. Guido, Landkapitel Bruchsal |
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| Beschreibung: | Name: collegiata Philippicastrensi (1625);1 collegiatam ecclesiam et alumnatum […] in castro nostro Philippico (1628)2 GeschichteDurch Gründung eines Kollegiatstiftes wollte der Speyrer Bischof Philipp Christoph von Sötern (1610–1652) die nach ihm in Philippsburg umbenannte Residenzstadt Udenheim fördern. Finanziert werden sollte sie durch Einkünfte des von Kurpfalz aufgehobenen Augustinerchorherrenstiftes Hördt (Kreis Germersheim). Am 24. März 1625 verfügte der Bischof die Wiedererrichtung und (weitgehende) Translation des Stifts in das befestigte Philippsburg.3 Stiftskirche wurde die Stadtpfarrkirche St. Nazarius. Das Kapitel umfasste den Dekan, zugleich Stadtpfarrer, sowie Kustos, Scholaster und fünf weitere Kanoniker; zwei residierten in Hördt. Auf alle Pfründen präsentierte der Bischof. Verbunden war ein Alumnat für die Diözese. Für die Gestaltung der täglichen Messen sollte ein weltlicher Chordirektor angestellt werden. Am 22. Juli 1628 erließ der Bischof Statuten.4 Einen Propst wollte der Bischof später bestimmen. Der ungünstige Kriegsverlauf ab 1631, der Brand von Kirche und Stiftsherrenhäusern im Jahr 1632, die Hinwendung des Bischofs nach Frankreich und seine Gefangensetzung 1635 behinderten das Gedeihen des Philippsburger Stiftes. 1636 entzog Kaiser Ferdinand III. (1636–1657) das Hördter Stiftsgut der Verwaltung des Bischofs und übergab es der Windesheimer Kongregation. Diese entsandte Augustinerchorherren unter einem Prior nach Hördt. Auf ihre gewaltsame Vertreibung durch den Bischof 1649 folgte bald die Inbesitznahme durch Kurpfalz 1650. Der Bischof bemühte sich vergebens um Einkünfte für die Wiederbegründung eines Stiftes in Philippsburg. Um 1720 wurde die Philippsburger Pfarrkirche an anderem Ort neu erbaut. BibliographieHandbücher und Lexika: DI 20 (Anneliese Seeliger-Zeiss); PfKL II, S. 229 f. (Martin Armgart/Michael Werling); SKHB, S. 487 (Kurt Andermann). Literatur: Remling 1854; Nopp 1881; Baumann 1909; Lutz 1968; Seibrich 1991; Betz 2019. Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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