Rangendingen, Bruderhaus »Mönchhaus«
| Kurzbeschreibung: | 1440 Erwähnung eines Bruders Eberhard – 1492 letzte Nennung der Kapelle Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Hechingen |
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| Beschreibung: | GeschichteAm 27. Mai 1440 stellte das Basler Konzil dem Rangendinger Pfarrherrn und allen Einwohnern der Pfarrei die Erlaubnis aus, in einer noch nicht konsekrierten Kapelle in einem Wald in der March, bei der viele Leute zur Andacht zusammenkommen, mit einem tragbaren Altar die Messe zu feiern, bis die Kapelle in der üblichen Weise geweiht sei.1 Am 2. September 1440 befahl der Generalvikar des Bischofs Heinrich von Konstanz (1436–1462) auf Bitten eines Bruders Eberhard, den Inhalt der ihm vorgelegten Urkunde über die Genehmigung des Tragaltars zu veröffentlichen und zu befolgen.2 Eberhard gehörte wohl zu einer schriftlich nicht belegten Gemeinschaft von Waldbrüdern, über deren Organisationsform wir nichts erfahren. Ihre Niederlassung befand sich in der Flur »Mönchhaus« nahe der nordöstlichen Gemarkungsgrenze von Rangendingen an einem stellenweise von Terrassen unterbrochenen Hang, der von einer Wall-Graben-Anlage umfasst wird. Die Lage oberhalb einer Quelle und eines kleinen Wasserlaufs dürfte die Ortswahl entscheidend beeinflusst haben. Ältere Berichte, die auf eine ehemals umfangreiche Steinbebauung hinweisen,3 konnten durch Ortsbegehungen bestätigt werden.4 Die Steinbauten konzentrierten sich im Wesentlichen auf ein 12 auf 48 Meter großes Plateau, das wahrscheinlich zumindest teilweise von einer Umfassungsmauer umschlossen war. Funde von Ziegelbruchstücken, die zu einer Mönch-und-Nonne-Dachdeckung gehörten, von Ofenkacheln und Fensterglas weisen eine gehobene Qualität der Bebauung nach. Die zahlreichen als Oberflächenfunde geborgenen Fragmente von Gefäßkeramik gehören zum großen Teil ins 15./16. Jahrhundert. Einige frühe Stücke belegen jedoch, dass der Platz spätestens ab der Mitte des 14. Jahrhunderts aufgesucht wurde. Die Befunde zeigen einen zeitweiligen Wohlstand an, zu dessen wirtschaftlichen Grundlagen keine gesicherten Aussagen getroffen werden können. Die Kapelle in der March wurde 1492 letztmalig erwähnt.5 Da die Quellen in der Folgezeit schweigen, bleibt unklar, wie lange die Klause danach noch bewohnt war. BibliographieHandbücher und Lexika: KB Rottenburg Bd. 1, S. 554 (Konrad Miller). Literatur: Bosch 1934, S. 27; Walter 1955, S. 16–18; Wintermantel/Morrissey (2024). Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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