Freiburg, Schwesternsammlung »Regelhaus der Krozingerin« 

Kurzbeschreibung:

nach 1307 Gründung – 1307 Dritter Orden der Franziskaner – 1485 Vereinigung mit dem Regelhaus »zum Lämmlein«

Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Freiburg

Ortsbezüge:
Ordensregel:
  • Schwesternsammlung »Regelhaus der Krozingerin« 1307-1485
Beschreibung:

Name: der von Krotzingen regelhus (1390/91)1

Geschichte

Das Regelhaus der Krozingerin ist eine Stiftung Katharinas von Munzingen, der Witwe Heinrichs von Krozingen. In einer Urkunde vom 21. Januar 1307 verfügte sie, dass in einem Haus in Freiburg, das sie von den Schwestern des Klosters →St. Klara als Lehen erhalten hatte, nach ihrem und zweier weiterer Personen Tod oder im Falle ihres Auszugs der Guardian der Franziskaner 40 Schwestern aufnehmen soll.2

Dieses Regelhaus der Krozingerin befand sich bis 1485 in der Bertoldstraße (heute Alte Universität). Nach dem Verkauf des Gebäudes an die Freiburger Universität und Umwandlung in eine Burse wurde die Gemeinschaft als auch jene im benachbarten →Regelhaus »zum Pfauen« mit dem →Regelhaus »zum Lämmlein« vereinigt.3

Es ist aufgrund der Stiftungsbestimmungen von 1307 davon auszugehen, dass die Schwestern nach der Regel des Dritten Ordens des Hl. Franziskus lebten. Hierzu passt, dass in dem um 1370 angelegten Verzeichnis der 1347 gemachten Stiftung Johannes Snewlin des Gressers das Testament von den Freiburger regelhüsern der Barfuossen und der Brediger die Rede ist.4 Im Weinungeldbuch von 1390/91 werden fünf Schwestern namentlich aufgeführt.5 Die Leitung des Regelhauses oblag einer Meisterin, die aus den Reihen der Bewohnerinnen bestimmt wurde.

Die finanzielle Ausstattung der Einrichtung dürfte sich weitestgehend auf das Stiftungsvermögen beschränkt haben. Eine von wenigen Zustiftungen ist das Testament des zuvor genannten Johannes Snewlin des Gressers, das generell allen Regelhäusern zehn Schilling zusprach.6 Davon abgesehen sind kaum Urkunden, die Auskunft über die Besitzverhältnisse geben, überliefert: 1390 und 1426 kam es zu zwei Vermächtnissen sowie 1395 und 1454 zu zwei Zinserwerben.

Bibliographie

Handbücher und Lexika: kloester-bw, Regelhaus »der Krozingerin« Freiburg (Hans-Peter Widmann).

Literatur: Schadek/Treffeisen 1996; Widmann 2006.

Anmerkungen

  • 1 StadtA FR E 1 A III h Nr. 1, fol. 43 v, 104 v.
  • 2 Chronik Rosina Schädin 1961, S. 174; GLA 24 Nr. 995 (15. 4. 1421), in der Urkunde wird auf die Schenkung von 1307 Bezug genommen und diese beschrieben; Knefelkamp 1981, S. 154; Schadek/Treffeisen 1996, S. 427 f.; Schleer 1957, S. 132. 3 Noack 1959, S. 28, 30 mit Anhang; Widmann 2006, S. 172 und Umschlag hinten.
  • 4 StadtA FR A 1 XVII A Schnewlin-Gresser Stiftung 1347 Oktober 9; Fr UB (Schreiber) II, Nr. 189 S. 36 5-375, hier S. 367.
  • 5 StadtA FR E 1 A III h Nr. 1, fol. 43 v, 104 v, siehe hierzu auch Schwineköper 1967, S. 147.
  • 6 StadtA FR A 1 XVII A Schnewlin-Gresser Stiftung 1347 Oktober 9; Fr UB (Schreiber) II, Nr. 189 S. 36 5-375, hier S. 367
Objekttyp: Konvent
Personenbezüge:
  • Hans-Peter Widmann [Autor]
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