Bruchsal, Johanniter
| Kurzbeschreibung: | vor 1272 curia – 1285–1367 Johanniterkommende – 1367–1512 Membrum der Johanniterkommende Heimbach – 1512–1615 mit Heimbach zum Kameralgut des Großpriors – 1615 Johanniterkommende – 1640 Aufgabe des Standortes vor der Stadt – ab 1653 Sitz der Kommende im ehemaligen Hirschhorner Hof neben der Stadtpfarrkirche – 1805/6 Aufhebung – 1821 Tod des letzten Komturs Patrozinium: Johannes BaptistOrdensgliederung: Großpriorat DeutschlandKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Speyer, Archidiakonat des Stiftspropstes bei St. Guido, Landkapitel Bruchsal |
|---|---|
| Ortsbezüge: |
|
| Ordensregel: |
|
| Beschreibung: | Name: der commenthur von Prussel (1285);1 daz hus und die bruder zu Bruhsel (1287);2 commendatori et fratribus domorum in Bruchsella et Gretzingen Spirensis dyocesis (1296);3 der commendur des heiligen huses des spitals von Jherusalem zu Brusel (1297);4 St. Johan ordens rittern commenthurn zu […] Weißenburg vnnd Brueßell (1615);5 commanderie de illustrissime ordre de St. Jean de Malte de Bruchsal (1770)6 GeschichteHistorische EntwicklungJohanniter waren im Speyerer Umland früh präsent. Bereits im späten 12. Jahrhundert entstand die als Stiftung Kaiser Friedrichs I. (1152–1190) geltende Kommende Heimbach (bei Zeiskam, Kreis Germersheim), später Sitz eines Verbandes von Ordenshäusern. In Bruchsal, einem rechtsrheinischen Zentralort des Hochstifts Speyer, wird ein Hof der Johanniter (curia in civitate Bruchsella) erstmals am 29. Mai 1272 erwähnt. Im Gegenzug zur Stiftung verschiedener Äcker übergaben ihn die Johanniter von Bruchsal und Heimbach dem Bruchsaler Bürger Eberhard von Odenheim zur lebenslangen Nutzung.7 Ein Bruchsaler Komtur, bruder Eberhard von Eberstein, ist erstmals 1285 belegt; mit dem →Freiburger Komtur gehörte er zu den Schlichtern im Streit der Kommende Rexingen mit Bürgern von Horb.8 1297 ist ein weiterer Komtur, bruder Rychart, Empfänger eines Verkaufs.9 Nachfolgende Belege verwenden die Paarformel Komtur und Brüder, Hinweis auf einen bestehenden Konvent. 1287 bestätigt wurde die Schenkung des Adelsguts der Familie von Roßwag in Durlach und Grötzingen.10 Der Umfang war offenbar derartig, dass sie 1296 im elsässischen Hagenau als Johanniter von Bruchsal und Grötzingen bezeichnet wurden.11 Die Johanniterkommende Heimbach hatte enge Verbindung zu Bruchsal. Neben der Adressierung der Vereinbarung von 1272 mag darauf ein Bertoldus de Brusella siue de Hainbach hinweisen, 1267 Zeuge eines Verkaufs an Herrenalb.12 1292 übergab Berthold von Mühlhausen der Kommende Heimbach einen Anteil an seinem Hof in Bruchsal und am Dorf Gondelsheim, bis daraus 160 Mark Silber erwirtschaftet wurden; der Heimbacher Ordensbruder Johann von Malberg wurde als Pfleger und wider rechner nach Bruchsal entsandt.13 1367 verfügte ein in Heimbach tagendes Kapitel der deutschen Johanniter die Konzentration einiger »Großkommenden«. Die bisherigen Kommenden Bruchsal und Weißenburg wurden als Membra der Kommende Heimbach unterstellt.14 Heimbach hatte bereits Membra in Mußbach (heute zu Neustadt an der Weinstraße) und in Speyer; hinzu kam ein 1462 gestiftetes Ordenshaus in Landau. Bruchsal leitete ein Statthalter des Heimbacher Komturs; zuerst belegt ist 1418 Konrad von Burgel.15 Ähnlich anderen Membra übergab Heimbach 1475 mit Zustimmung des deutschen Provinzialkapitels Bruchsal dem Ordenskaplan Johann Descheler zur Verwaltung auf Lebenszeit gegen jährliche Pacht (Arrendatio). Descheler amtierte noch bei der Generalvisitation 1494/95.16 1512 wurde der Heimbacher Komtur Großprior des deutschen Gebietes und führte seine Kommende mit ihren Membra dem Kameralgut des Großpriorats zu. Durch die Erhebung des nachfolgenden Großpriors in den Reichsfürstenstand 1548 wurde dessen Kommende →Heitersheim in Südbaden als Residenz ausgebaut, mit Bedeutungsverlusten der übrigen Kameralhäuser des Großpriorats. In der Reformation hat Kurpfalz die in bzw. bei seinem Territorium liegenden Häuser der Ritterorden zwar nicht säkularisiert. Doch wurde gerade Heimbach, das größte Ordenshaus, mit seinem Kleinterritorium drangsaliert, so dass ein Verkauf erörtert wurde. Die Membra Weißenburg und Bruchsal wurden nach 1600 wieder zu Kommenden erhoben. Bei der Inventarisierung des Weißenburger Ordenshauses 1615 erscheint erstmals ein Komtur von Weißenburg vnnd Brueßell.17 Für Andreas Sturmfeder von Oppenweiler, zugleich Stellvertreter des Großbaillis, waren sie Nebentitel mit mehreren anderen Komturwürden. Nebentitel war Bruchsal auch für den nachfolgenden Komtur Nikolaus von Fleckenstein (1628–1645) aus Luzerner Patriziat. Bis zum Ende des Alten Reichs wurden die Kommenden Bruchsal und Weißenburg in Personalunion verliehen. 1640 gilt als Jahr der Zerstörung des vor der Stadt gelegenen Hofkomplexes der Johanniter. Größere Kriegsereignisse sind aus diesem Jahr nicht überliefert; allerdings stritten Schaffner und Stadt wegen Kriegskontributionen, die auch von dem privilegierten Ordenshaus und dessen Besitz eingefordert wurden. 1645 wurden die gesamten Bruchsaler Vorstädte »in grund ruiniert«.18 Das verdeutlichte die unsichere Lage des Ordenshauses vor der Stadt. Wie 150 Jahre zuvor in Weißenburg sollte nun die Verlegung in die Stadt erfolgen. Ihr dortiges großes Haus in zentraler Lage westlich der Stadtpfarrkirche hatten die Johanniter zunächst Reinhard von Thalheim, ab 1419 der Familie von Massenbach zu Lehen gegeben. 1602 wurde das Lehen an Friedrich von Hirschhorn weiterverkauft. Nach dessen kinderlosem Tod und Wegzug seiner Witwe 1632 bemühten sich die Johanniter, das Haus als heimgefallenes Lehen einzuziehen. In Besitz genommen wurde es allerdings zunächst von dem kaiserlichen Oberst Bamberger, 1645 von dem Speyerer Bischof Philipp Christoph von Sötern (1610–1652). Von der Kraichgauer Ritterschaft unterstützte Ansprüche erhoben auch die Hirschhorner Allodialerben. Förderlich war dann, dass mit Wilhelm Hermann von Metternich ein Verwandter des 1652 nachfolgenden Speyerer Bischofs Lothar Friedrich von Metternich (1652–1675) die beiden Kommenden Weißenburg und Bruchsal erhielt. Am 13. März 1653 konnte der vormalige Hirschhorner Hof als Sitz der Kommende förmlich in Besitz genommen werden. Beim Brand der Stadt im März 1676 wurde auch die Bruchsaler Johanniterkommende zerstört,19 im folgenden Jahr beim Brand Weißenburgs die dortige. Der wiedererrichtete Bruchsaler Johanniterhof wurde zur Zentrale der »Doppelkommende«, in der auch das Archiv beider Kommenden verwahrt wurde.20 Im 18. Jahrhundert stand Bruchsal im »Glanz der fürstbischöflichen Residenz«. Einkünftemäßig gehörte die Bruchsaler Johanniterkommende weiterhin zu den weniger attraktiven Kommenden. Sie diente als zusätzliche Pfründe hochrangiger Ordensritter des deutschen Großpriorats oder wurde jungen Ordensrittern als erste Versorgung übertragen, nachdem sie als Voraussetzung einer Komturswürde ihren Dienst bei der Ordensflotte abgeleistet hatten. Zumeist behielten die Komture ihre Würde bis zum Tod. Johann Heinrich Ludolf von Falck fiel bereits nach zwei Jahren 1688 beim Ordensaufgebot auf der griechischen Insel Euböa. Sein Nachfolger Wolfgang Philipp von Guttenberg genoss die Bruchsaler Kommende über 40 Jahre lang (1690–1733), hielt sich aber meist in Malta auf. Johann Baptist von Schauenburg verzichtete 1755 auf die Bruchsaler Einkünfte, als er zum gefürsteten Großprior (Obristmeister) des deutschen Gebiets gewählt wurde. Fidel Joseph von Schönau tauschte 1772 seine Kommenden Bruchsal und Weißenburg mit seinem Onkel Johann Kaspar gegen die Kommenden Lage und Herford. Bald nach Beginn der revolutionären Umbrüche in Frankreich wurde der Johanniterbesitz im inzwischen französischen Weißenburg als Nationalgut säkularisiert. Das schmälerte die Finanzbasis der Doppelkommende erheblich. 1798 wurde Weißenburg formal als Membrum der Kommende Bruchsal aufgeführt.21 Im Rechtsrheinischen waren die Häuser der Ritterorden zunächst von der allgemeinen Säkularisation ausgenommen. Ende 1805 nahm dann Baden provisorisch Besitz von der Bruchsaler Kommende; Artikel 19 der Rheinbundakte gab Baden 1806 auch formell das Eigentum an den Ritterordenbesitzungen in seinem Territorium. Dem Komtur Adam Reich von Reichenstein wurde zunächst die weitere Nutzung gestattet. 1809, nach Streitigkeiten mit dem Pächter Keller, übernahm die badische Regierung den Besitzkomplex. Der ehemalige Komtur erhielt eine Pension, um deren Erhöhung er mit Eingaben bis an den Großherzog stritt. Verarmt starb er am 21. November 1821. Besitz und WirtschaftNeben der 1275 vergebenen curia in der Stadt dürfte die Kommende ein weiteres Haus besessen haben, in dem Komtur und Konvent lebten. Als 1312 erneut die curia in Bruchsal in Bestand vergeben wird,22 geschah dieses mit der Bedingung, dass in Notzeiten Vorräte der Johanniter, 200 Malter Korn und zwölf Fass Wein, dorthin geflüchtet werden. Dies dürfte ein indirekter Erstbeleg sein für den später als Sitz der Kommende eingehender greifbaren Hofkomplex mit Kapelle vor der Stadt. Mit einem 1287 bestätigten Adelsgut der Familie von Roßwag in Durlach und Grötzingen erhielten die Bruchsaler Johanniter eine größere Schenkung in der Markgrafschaft Baden.23 1296 erwarben sie eine Hofhälfte im elsässischen Hagenau; diese dürfte später von der Heimbach inkorporierten Pfarrei St. Georg übernommen worden sein.24 1297 verkaufte Gerhard von Ubstadt den Bruchsaler Johannitern einen Hof in Ubstadt sowie Zinseinkünfte dort und in Grombach.25 1300 übergab er Zehnteinkünfte aus Buchenau, Neuthard und Forst.26 Die ersten beiden verkauften die Johanniter 1319 zu einem Drittel an Frauenalb,27 die übrigen zwei Drittel besaß später der Bischof. Der Zehnt in Forst blieb den Johannitern bis zur Säkularisation erhalten. In Ubstadt verdichteten sie ihren Besitz. Die Erwerbungen der ersten Jahrzehnte waren grundlegend für die Ausstattung des Bruchsaler Ordenshofes, auch nach der Unterstellung unter die Kommende Heimbach nach 1367. Die im 15. Jahrhundert greifbaren, 1526 verkauften Patronate Durlach, Grötzingen und Knielingen mit Beiertheim dürften zumindest mit einem Pfarrhof als Unterkunft des entsandten Priesterbruders und dortigen weiteren Einkünften ausgestattet gewesen sein. In der Frühen Neuzeit oblag die Verwaltung des Kommendebesitzes weltlichen Verwaltern und Pächtern, ab 1587 meist Bürgern der Stadt. Letzter Pächter wurde der vertriebene Verwalter der Weißenburger Kommende, Jakob [Jean-Jacques] Keller. Der Grundbesitz in der Bruchsaler Gemarkung konnte beträchtlich vermehrt werden und betrug bei der Säkularisation 330 Morgen. Die Kommende bezog weiterhin den großen Zehnten aus Oberacker und ein Drittel des Kornzehnten aus Forst. Auswärtigen Grundbesitz und Einkünfte besaß sie in Forst, Gochsheim, Gondelsheim, Hambrücken, Münzesheim, Neuthard, Ober- und Unteröwisheim, Oberacker, Ubstadt und Weiher.28 1806 wurden die Einkünfte aus dem Besitz zunächst dem bisherigen Komtur überlassen. Der Großteil des Grundbesitzes wurde 1813 für 78.688 Gulden verkauft. Die zunächst weiter verpachteten Gebäude ersteigerte 1821 der bisherige Pächter Jakob Keller für 5.250 Gulden. Religiöses und kulturelles WirkenBei der Unterstellung unter Heimbach 1367 gehörte ein Priesterbruder neben drei Ritterbrüdern zu den Soll-Zahlen für Bruchsal.29 Die Speyerer Bistumsmatrikel von 1470 führt zwar die Kapelle im Heimbacher Membrum Weißenburg auf. Die Kapelle im Membrum Bruchsal wird aber in der Bistumsmatrikel nicht genannt.30 Hingegen ist sie in der Generalvisitation 1494/1495 näher beschrieben: Nicht sehr groß, aber mit drei Altären, geweiht St. Johann dem Täufer, der Jungfrau Maria und den beiden Aposteln Philippus und Jakobus, betreut von einem Ordensgeistlichen mit der Verpflichtung, an Sonn- und Feiertagen eine Messe zu zelebrieren.31 1534 löste der geplante Abriss der Kapelle zugunsten eines Kellers eine energische Intervention des Speyerer Bischofs aus.32 Im 16. Jahrhundert wandelte sich die Ordensstruktur der Ritterorden. Es gab nur noch wenige Priesterbrüder; zuvor hatten sie, oft in Kombination mit der Versehung einer Kapelle, Verwaltungsaufgaben in den Ordenshäusern übernommen. Als letzter Priesterbruder findet sich Andreas Memmer; nachdem er seit 1530 verschiedene Pfarreien der Johanniter versehen hatte, war er 1561 und 1564 Statthalter in Bruchsal.33 Den Johannitern gehörten neben der Kollatur der 1452 gestifteten Frühmesse in Oberacker34 drei Patronatskirchen in der Markgrafschaft Baden: in Durlach, in Grötzingen und in Knielingen mit der Filia Beiertheim. Für die Pfarreien finden sich Besetzungen mit Priesterbrüdern, in Durlach 1421 Claus von Landouwe sent Johans ordens,35 in Knielingen 1440 Wernher Fluguss als Frühmesser.36 Bei der Visitation 1494/1495 war Andreas Udelbach Pleban in Grötzingen, Reynardus de Spira in Knielingen, Nikolaus Fryßbach in Durlach. Nach 1500 wirkte als Stadtpfarrer von Durlach der Johanniter Nikolaus Keibs (Keubsch); er korrespondierte mit führenden Humanisten und betrieb dort die älteste Druckoffizin der Stadt.37 1526 verkauften die Johanniter dem badischen Markgrafen alle Rechte in den badischen Ämtern Durlach und Mühlburg, namentlich die drei Patronate.38 Über das Großpriorat eröffneten sich für gelehrte Ordensbrüder aus Bruchsal weiträumige Karrierechancen. Der Ordenspriester Johannes Stumpf, Sohn des Bruchsaler Bürgermeisters, wurde in die Schweizer Kommende Bubikon versetzt, wo er sich Zwingli anschloß und grundlegende Schriften zur Schweizer Landeskunde verfasste.39 Für die frühneuzeitlichen Komture war Bruchsal eine von mehreren Pfründen. Sie wirkten in anderen Ordenshäusern oder auf Malta. Der erste Komtur der wiedererrichteten Kommende Bruchsal Andreas Sturmfeder von Oppenweiler engagierte sich für die Wiederherstellung der Frankfurter Johanniterkommende; in der dortigen Kapelle befand sich sein repräsentativ gestaltetes Grabmal, Bruchsal erscheint unter den Kommenden, die er bis zu seinem Tod leitete. Der 1733 verstorbene langjährige Komtur Wolfgang Philipp von Guttenberg wirkte auf Malta mit wohltätigen Stiftungen und hinterließ dort ein herausgehoben ausgestaltetes Grabmal. Ebenfalls herausgehoben ist in der Ko-Kathedrale von La Valetta das Grabmal des 1775 als Großprior verstorbenen vormaligen Bruchsaler Komturs Johann Baptist von Schauenburg. Bibliothek und ArchivSplitter des Archivs der Kommende befinden sich im GLA Abt. 133 unter den Archivalien aus der Stadt Bruchsal, darunter ein Archivalienverzeichnis von 1770, GLA Abt. 133 Nr. 7. Dieses enthält auch Archivalien der in Personalunion verbundenen Johanniterkommende Weißenburg. Ältere Archivalien dürften nach Heimbach verbracht worden sein, auch bei den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg, dem nachfolgenden Umzug in die Stadt und dem Stadtbrand 1676 verloren gegangen sein. Über Buchbestände und eine Bibliothek des Bruchsaler Ordenshauses ist nichts bekannt. Bau- und KunstgeschichteAm ersten Standort der Kommende östlich der Stadt im Tal des Saalbachs (Bereich Pallotinerweg) sind keine baulichen Reste erhalten. Die barocke Kommende übernahm ältere Baureste auf einer unregelmäßig-winkelförmigen Parzelle westlich der Stiftskirche, die zusammen mit der Stiftsdekanei den Baublock zwischen Stiftsplatz (heute Kirchplatz/Babette-Ihle-Platz), Stiftsgasse (heute Anton-Wetterer-Straße), Dechaneigasse (heute Friedrichplatz) und dem Mühlbach im Süden (heute unter der John-Bopp-Straße) einnahm. Ein Bauplan des 17. Jahrhunderts überliefert Grundriss und Fassadengestaltung der Anlage.40 Der ummauerte Hof war vom Stiftsplatz aus zugänglich, das Einfahrtstor befand sich genau gegenüber dem Stiftskirchenturm. Im Westen des Hofs stand mittig das eingeschossige »Herrschaftshaus« mit einem polygonalen Treppenturm und drei Fensterachsen. Über der Tür befand sich eine große Wappenkartusche. Nördlich schlossen eine Wagenremise und die Scheune an, südlich das kleinere Gesindehaus mit drei Fensterachsen sowie ein zweigeschossiges Stallgebäude mit Durchfahrt in den Garten. Weitere, kleine Wirtschaftsgebäude standen im Osten an der Hofmauer. Das Hauptgebäude wies im Erdgeschoss eine große Stube sowie eine Küche auf; wie das Dachgeschoss genutzt war, ist unbekannt. Der Wirtschaftsgarten im Westteil der Anlage war als formaler Garten gestaltet. Alle Baureste sind nach der Kriegszerstörung 1945 beseitigt worden, das Areal ist modern überbaut. BibliographieHandbücher und Lexika: kloester-bw, Johanniterkommende Bruchsal (Walter G. Rödel); Megerle 1999, S. 81; PfKL II, S. 123–148 (Martin Armgart/Rüdiger Schulz); PfKL V, S. 298–303 (Martin Armgart/Andeas Diener). Literatur: Herrlich 1880; Heiligenthal 1909; Wetterer 1920; Rödel 1973; 1993; Hartmann 1993; Armgart 2016. Anmerkungen
|
| Objekttyp: | Konvent |
| Personenbezüge: |
|
Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
|---|








leobw