Freiburg, Sackbrüder
| Kurzbeschreibung: | 1277 Ersterwähnung – 1300 spätestens aufgehoben Patrozinium: Maria, Hl. Dreifaltigkeit, AllerheiligenKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Freiburg |
|---|---|
| Ortsbezüge: |
|
| Ordensregel: |
|
| Beschreibung: | Namen: fratrum Saccitorum aput Friburk (1277);1 ecclesia dilectorum fratrum videlicet fratrum de poenitentie Jesu Christi in Friburch (1288)2 GeschichteDie Niederlassung der Freiburger Sackbrüder, die sich in der Vorstadt Neuburg beim Christoffelstor auf Höhe des heutigen Europaplatzes befand, ist lediglich durch fünf Ablassurkunden greifbar. 1277 erteilte der Augsburger Bischof Hartmann von Dillingen (1248–1268) einen Ablass für Besucher und Almosengeber des Baus der fratrum Saccitorum aput Friburk.3 Da die Sackbrüder von der 1274 auf dem Konzil von Lyon beschlossenen Aufhebung diverser Orden betroffen waren und Neugründungen damit verboten wurden, wird die Errichtung des Freiburger Konvents sehr wahrscheinlich davor anzusetzen sein. Trotz des päpstlichen Verbotes kam es bis 1295 aber zu mehreren bischöflichen Bestätigungen und Erweiterungen des Ablasses für die Klosterkirche.4 Letztlich überlebte die Freiburger Einrichtung, wie die anderen Häuser des Ordens auch, das konziliare Verbot nicht. Im Jahr 1300 erlaubte Graf Egen I. von Freiburg (1271–1316) die Gründung eines →Augustinerchorherrenstiftes an der Stelle qui dicitur der Saccbruodir hus, welches auch das Patrozinium Allerheiligen von den Sackbrüdern übernahm.5 Ob es personelle Kontinuitäten zwischen den beiden Gemeinschaften gab, ist unklar. Die fünf Ablassurkunden fanden den Weg in das Archiv des Chorherrenstifts Allerheiligen und von dort in das Archiv des Stiftes →St. Märgen. BibliographieHandbücher und Lexika: kloester-bw, Sackbrüderhaus Freiburg (Hans-Peter Widmann). Literatur: Elm 1973. Anmerkungen
|
| Objekttyp: | Konvent |
| Personenbezüge: |
|
Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
|---|
leobw