Villingen, Klarissen
| Kurzbeschreibung: | 1278 Gründung einer Schwesternsammlung – 1305 Vereinigung mit der Schwesternsammlung aus Neuhausen – 1480 Übernahme der Regel der Klarissen – 1782 Aufhebung bzw. gemeinsam mit den Dominikanerinnen Umwandlung in ein Ursulinenkloster Patrozinium: Klara von AssisiOrdensgliederung: Oberdeutsche (Straßburger) (Minoriten-) Provinz, Kustodie BodenseeKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Villingen |
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| Beschreibung: | Name: maistrin und convent des klosters bi Bykentor ze Vilingen [sic!], der dritten regel sant Franczissen ordens (1380);1 den erberen gaistlichen frouwan der maistrin und der frouwen gemainlich in dem Bickencloster (1405);2 den ersamen gaistlichen frouwan der maistrinnen und dem convent in dem Biggen closter, unseren buorgerinnen (1432);3 aptissin und gemainen conventfrowen des gotzhuses und closter sant Claren […] by dem Bickenthor (1482);4 wir abbtissin und conventswestern des gottzhus und closters zu sant Claren Villingen, sant Claren o[r]dens (1492)5 GeschichteHistorische EntwicklungDer Franziskanerpater Berthold Müller, der 1702 in Villingen weilte, gibt in seinen Jahrgeschichten der Franziskanerkonventualen 1278 als Gründungsdatum der Bickentorsammlung an.6 Sie befolgte die dritte Regel und war eine Minron bruoder samenunge, wie aus einer Urkunde vom 26. Juli 1305 hervorgeht.7 Darin bestätigen die Meisterin und die übrigen Schwestern der →Neuhauser Sammlung ihren Zusammenschluss mit der Bickentorsammlung. Die geistliche Betreuung der Frauen lag bei den Franziskanern. Im 14. und 15. Jahrhundert tätigte die Sammlung Käufe und Verkäufe und die Frauen hatten eigenes Vermögen, zumal angesehene Villinger Familien ihre Töchter dieser Gemeinschaft anvertrauten. Im 15. Jahrhundert gab es Versuche die Terziarinnensammlung in ein klausuriertes Klarissenkloster zu überführen. 1465 blieben diese zunächst ohne Erfolg.8 Einen neuen Anlauf unternahm 1479 der Provinzial Heinrich Karrer († 1483), der sich dafür auf eine Bulle Papst Sixtus’ IV. (1471–1484) stützen konnte.9 Er holte aus dem Klarissenkloster in Valduna (Vorarlberg) 1480 die Äbtissin Ursula Haider und sieben Mitschwestern in die Sammlung am Bickentor. Nur die Jüngste der bisherigen Sammlungsfrauen schloss sich den Klarissen an, die anderen erhielten ihr eingebrachtes Gut zurück und traten aus. 1482 war die Umwandlung in ein geschlossenes Kloster vollendet, das ein Jahr später unter den Schutz der Stadt gestellt wurde. 1484 konnte der Konstanzer Weihbischof Daniel Zehnder dann vier Altäre in der renovierten Kirche weihen.10 Eine Liste der bis 1629/30 in das Klarissenkloster eingetretenen Schwestern ist erhalten.11 Eingetragen sind 131 Namen teilweise auch mit Herkunftsort. Häufig ist auch die Mitgift erwähnt. Die Novizinnen kamen aus der näheren Umgebung, dem Bodenseeraum und sogar aus Bayern.12 Eine gute Überlieferung erlaubt Einblicke in die Ämterstruktur des Konvents in der Frühen Neuzeit. Neben der Äbtissin sind etwa 1586 und 1597 die Priorin, die Konventschreiberin, Pförtnerinnen sowie eine Schaffnerin belegt.13 Im Jahr 1617 gaben für einen von der Äbtissin im Chor errichteten Altar nicht nur die erwähnten Amtsträgerinnen, sondern unter anderem eine Küsterin, eine Wasserbrennerin, eine Dienerin (famula) der Äbtissin, eine Windenmeisterin, Kellerinnen und die Organistin Spenden.14 Die erste Äbtissin des Klosters, Ursula Haider (1480–1489) war eine begnadete Mystikerin und schrieb Betrachtungen über die Passion Christi sowie Visionen zum Teil selbst nieder. Als Papst Innozenz VIII. (1484–1492) 1489 einen Jubiläumsablass erließ, der beim Besuch der sieben Hauptkirchen Roms gewonnen werden konnte, bemühte sie sich für ihr Kloster diesen Ablass zu erhalten, was 1491 durch Vermittlung des Provinzials Konrad von Bondorf gelang.15 Folglich bekam das Villinger Klarissenkloster als erstes Kloster 1491 den so genannten Kreuzwegablass, der beim Besuch der heiligen Stätten Roms und Jerusalems gewonnen werden konnte. Eine Beschreibung der Heiligen Stätten wurde auf 210 Pergamentbögen aufgezeichnet und um 1500 in Stein gehauen. Heute existieren noch circa 70 dieser Steintafeln im Kloster (Abb. 6). Ursula Haider, durch schwere Krankheit belastet, hatte ihr Amt bereits 1489 an ihre Mitschwester aus Valduna Clara Wittenbach abgegeben. 1491 wurde die Klosterkirche neu errichtet. Das Kloster hatte viele hervorragende Beichtväter und Prediger zur geistlichen Unterweisung. So war der in die Literaturgeschichte eingegangene Pater Johannes Pauli von 1491–95 Prediger, Beichtvater und Lektor im Kloster. St. Klara wurde von den →Villinger Franziskanern geistlich betreut und unterstand dem Provinzial aus Straßburg. 1551 wurde das Klarissenkloster unter den besonderen Schutz des Hauses Österreichs gestellt. Im Jahr 1580 feierte der Konvent sein hundertjähriges Bestehen mit großer Freude, wie Schwester Euphrosina Some in ihrem Tagebuch schreibt.16 Besonders hart traf der Dreißigjährige Krieg die Gemeinschaft. Für diese Zeit ist der Bericht der Augenzeugin Juliane Ernstin erhalten. In ihrer Chronik des Klosters berichtet sie vom Kriegsgeschehen der Jahre 1631 bis 1633 in Villingen und von der großen Not.17 Das an der Stadtmauer liegende Kloster wurde 1633 schwer beschädigt, so dass die Klarissen gezwungen waren, Unterkunft bei den Franziskanern zu nehmen. Juliane Ernstin gehörte zu den vier Schwestern, die 1636 Villingen verlassen mussten und bis Mai 1637 in Solothurn Unterkunft fanden.18 Weitere Schwestern gingen nach Überlingen und →Wittichen.19 Wir erfahren auch vom Almosensammeln der Schwestern außerhalb der Stadt. So kehrte etwa Schwester Brigitte am 5. Januar 1646 ins Kloster zurück und brachte 13 Batzen mit, nachdem sie seit 1643 unterwegs gewesen war.20 Die ab 1677 regelmäßig und seit 1745 jährlich stattfindenden Visitationen wurden vom Provinzial der Franziskaner durchgeführt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nahmen die Klarissen auch alleinstehende Frauen als Kostgängerinnen auf.21 Als vorderösterreichische Stadt war Villingen von der klosterfeindlichen Politik Josephs II. (1765–1790) betroffen. Auf kaiserlichen Befehl musste am 8. Februar 1782 ein Kommissar in die Klausur eingelassen werden, der das Kloster aufhob. Alle Schlüssel der Kirche, des ganzen Hauses und vom gewölb wo die schriften sind wurden verlangt. Am 11. Februar 1782 beschlagnahmten die Kommissare die 55 wertvollsten Bücher für die Hofbibliothek in Wien, der Großteil der Bücher wurde verbrannt. Die 18 Nonnen hatten innerhalb von fünf Monaten das Kloster zu verlassen.22 Nachdem sich die Klarissen mit den →Dominikanerinnen der Vettersammlung vereinigt hatten, genehmigte der Kaiser auf Bittschreiben der Stadtväter und der Schwestern die Fortführung des Klosters als Lehrinstitut der →Ursulinen. Besitz und WirtschaftVon Valduna brachten die Schwestern die beträchtliche Summe von 100 Pfund Pfennig für den Klosterbau und die Ausstattung mit nach Villingen.23 Die beiden ersten Äbtissinnen der Klarissen, Ursula Haider und Clara Wittenbach, hatten für die wirtschaftliche Grundlage des Klosters gesorgt. Die Klarissen kamen zu dieser Zeit meist aus begüterten Familien des Patriziats und des Niederadels. Sie unterstützten das Kloster, überschrieben Ländereien oder stifteten, wie die Familien Sattler von Croaria und Muntprat-Mötteli, wertvolle Teppiche, so dass die Vermögenslage des Klosters günstig war. Die einzelnen Schwestern besaßen kein privates Eigentum, wie es in der Regel der Hl. Klara festgelegt ist. Für die Verwaltung des Vermögens, der Ländereien und Grundstücke standen dem Kloster drei von der Stadt eingesetzte Pfleger zur Seite. 1428 vermachte Elsa Vätterlin ain convent frowe in dem Bickenkloster St. Clara dem Konvent die Zinsen aus ihren Gütern an der Gutach. Dies waren zunächst sieben Lehnhöfe, die später zu dreien zusammengelegt wurden.24 Weitere Einkünfte kamen aus Aasen, Dauchingen, Dürrheim, Hochemmingen, Heidenhofen, Klengen, Kirchdorf, Mönchweiler, Marbach, Mühlhausen, Schwenningen und Oberbaldingen.25 Für die Jahre 1480–1781 (mit Lücken) sind die Rechnungsbücher erhalten. Sie geben Auskunft über die Einnahmen und Ausgaben etwa für die Baumaßnahmen, die ab 1596 unter Äbtissin Appolonia Moser ausgeführt wurden.26 Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert entwickelten sich die Herstellung von Handarbeiten (Weben, Stickerei, Nähen), von Heilmitteln aus Kräutern und Blumen sowie von Gebäck zu wichtigen Einnahmequellen, wobei vor allem die Lebkuchen großen Absatz fanden. Dafür wurden Backmodel erworben, die mit unterschiedlichen Symbolen versehen waren und teilweise von einem Villinger Bildschnitzer hergestellt wurden. Als im Jahr 1643 die Schwestern Maria Freye und Elisabeth Hechin aus →St. German (Waldhausen) in das Kloster St. Klara kamen, brachten sie eine Statue ihres Heiligen mit.27 Der Opferstock der St. Germanstatue brachte immer wieder Geld ein. Gegen den Protest der Klarissen stand dieser ab 1646 in der Franziskanerkirche.28 1683 war St. Germanus aber wieder in St. Klara, was die ab diesem Jahr wiederkehrenden Einträge in den Rechnungsbüchern belegen.29 In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zeigten sich, wie schon zuvor im Dreißigjährigen Krieg, finanzielle Probleme vor allem unter der Äbtissin Theresia Winterhalter (1761–1775). Nur durch Darlehen anderer Klöster war es möglich zu überleben: anno 1776 haben mir die vogtnei ausgelihen willen mir gar zutifst in schulden waren [...] convent die nothwendig nahrung nit mer kente bestreiten.30 Der letzten Äbtissin Karolina Wittum (1776–1782) gelang es nur langsam, die Schuldenlast abzutragen. Religiöses und kulturelles WirkenDer Konvent war durch die Spiritualität der ersten Äbtissin Ursula Haider geprägt. Für sie war die Ausrichtung auf das Leiden Christi von großer Bedeutung und sie wollte durch Askese zur Gotteserkenntnis gelangen. Bei einem Unwetter hatte sie eine Vision. Ihr erschien Maria mit dem Kind, die ihr versprach, Kloster und Stadt in ihren Schutz zu nehmen, wenn die Klosterfrauen neben ihren Chorgebeten zusätzlich die 150 Psalmen Davids jedes Jahr verrichten würden. Die Äbtissin versprach es. Das Gewitter war vorbei.31 Schon zu ihren Lebzeiten gab es im Kloster ein Skriptorium. 1495 haben fünf Schwestern geschriben robriciert vnd geryssen dry Antyfoneer vnd nvwen gesangbücher och den newen Sequentzer.32 Durch die Jahrhunderte zeugen schön geschriebene Betrachtungsbücher, Antiphonare, Prozessionsanleitungen und Gesangbücher von der Schreibkunst in St. Klara, wie beispielsweise der Bericht über die Gregorianische Kalenderreform von Schwester Euphrosina Some. Oft wurden Hymnen und Sequenzen aufgezeichnet, die in anderen franziskanischen Handschriften nicht vorkommen und wohl auf den Austausch von Handschriften mit anderen Frauenklöstern wie den Augustinerchorfrauen in →Inzigkofen oder den Dominikanerinnen St. Katharina zu St. Gallen zurückgehen. Auch für Auftraggeber wurde geschrieben. Musik wurde in St. Klara schon zu Zeiten Ursula Haiders intensiv ausgeübt, so wurde 1580 die hailigen mehs herlich gesungen mitt cimbalischlachen vnd fyguriren.33 Durch alle Jahrhunderte wurden Instrumente zur Reparatur gegeben. Auch zeugen viele Handschriften von der musikalischen Tradition. Eine Orgel wurde 1610 erwähnt. Als eine der bedeutendsten Äbtissinnen des Klosters gilt Juliane Ernstin (1655–1665), die 1637 als Priorin die Chronik des Klosters und das Wirken Ursula Haiders aufgezeichnet hat und über die Wirren des Dreißigjährigen Krieges berichtet. Von der Energie und dem unerschütterlichen Glauben Juliane Ernstins zeugen die vielen Bettelfahrten, die sie als Priorin unternahm. Bibliothek und ArchivDie beachtenswerte Klosterbibliothek umfasste einige hundert Bände. Abgesehen von den im Kloster selbst entstandenen Handschriften, enthielt sie mystische Werke, etwa des Dominikaners Johannes Tauler und des Franziskaners Otto von Passau. Die heute noch vor Ort vorhandenen Handschriften und Drucke sind in einem Anhang zum Archivrepertorium erschlossen.34 Das Archiv des Bickenklosters, das sich noch immer in den Räumen des ehemaligen Klosters und heutigen Schule St. Ursula befindet, bewahrt die Unterlagen aus allen Perioden der Klostergeschichte. Durch die Aufhebung des Klarissenklosters 1782 und die Zusammenlegung mit dem Dominikanerinnenkonvent wurden alle Urkunden zusammengeführt. Die anschließende Archivierung nahm auf die Provenienzen keine Rücksicht, sondern sortierte die Urkunden nach chronologischen und topographischen Gesichtspunkten. Bau- und KunstgeschichteLageDas 2015 aufgehobene Bickenkloster (heute St. Ursula-Schulen) erstreckt sich an der Stadtmauer nördlich des Bickentors über den Gebäudekomplex Bickenstraße 23–25. Die dreigeschossige, vierflügelige Klosteranlage gruppiert sich um einen großen, in Nord-Süd-Richtung langgestreckten, unregelmäßigen Innenhof. Nur die Ecke, an dem Nord- und Ostflügel aufeinanderstoßen weist einen rechten Winkel auf. Der Ostflügel ist auf die ehemalige Stadtmauer gebaut und trifft daher im spitzen Winkel auf den Südflügel. Die Hauptfront der Anlage mit dem Zugang bildet die Fassade des Südflügels zur Bickenstraße. Kirche und KonventsbautenBauten aus der Frühzeit der Niederlassung sind nicht mehr erkennbar. Anlässlich einer Altarweihe im Jahr 1389 wird erstmals eine Kirche genannt.35 Aus der Beschreibung der Ankunft der neuen Schwesterngemeinschaft aus dem Kloster Valduna geht hervor, dass die Kirche mit einer Orgel ausgestattet und in eine untere und obere Kirche (Nonnenempore?) unterteilt war.36 Unter der Äbtissin Ursula Haider erfolgte nach den Erfordernissen eines geschlossenen Klosters ab 1480 der Ausbau zur vierflügeligen Klausur, deren Grundstruktur bis heute erhalten ist. Sie veranlasste den Bau einer Umfassungsmauer um das Kloster und ließ einen Schlafraum, ein Refektorium und eine Krankenstube einrichten. Unter dem Ostflügel wurde der einzige spätmittelalterliche Keller der Stadt Villingen angelegt. Die unmittelbare Nachbarschaft von Stadtmauer und tiefem Stadtgraben erlaubte dies, ansonsten gab es im Stadtgebiet aufgrund des hoch anstehenden Grundwasserspiegels keine Keller. Seither verfügt das Kloster auch über einen eigenen Friedhof. In der Südostecke, angrenzend an das Bickentor, springt die Klosterkirche vor die Flucht des Konventsbaus. 1480 wurde die alte, »finstere und feuchte Kapelle« ausgebaut und deren vier Altäre 1484 geweiht. Einer dieser Altäre befand sich auf der Nonnenempore.37 Für diese Saalkirche sowie den nach Norden unmittelbar anschließenden Ostflügel wurde die Stadtmauer in deren Umfang geschleift, ihre Mauer auf Laufniveau als Fundament für die Kirche und das Kloster weiterverwendet. Der Chor liegt aufgrund der Anpassung an das Baugefüge im Süden. Eine neu errichtete Ölbergkapelle wurde 1494 geweiht, dort fand die 1498 verstorbene erste Äbtissin und Mystikerin Ursula Haider ihre letzte Ruhestätte.38 Ende des 16. Jahrhunderts erfolgte eine Renovierung der Gebäude (1597 [i]). Durch den Zukauf von benachbarten Häusern (u.a. Bickenstraße 23) wurde das Klostergelände vergrößert, 1586 kam ein kleiner Garten dazu.39 1595 wurde der Dachreiter der Kirche erneuert und eine neue Glocke (Glog Maria Clara) geweiht.40 Das im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigte Kloster wurde ab 1653 wiederaufgebaut. Vom Neubau der Kirche von 1655 ist wohl nichts mehr erhalten. In den Jahren 1701/02 erfolgte ein grundlegender Umbau der Kirche sowie von Süd- und Ostflügel unter Einbeziehung älterer Bauteile zum Wohntrakt durch Baumeister Jodokus Beer II. Der 16–achsige, repräsentative Bau verläuft entlang der Straße und wird mit verkröpften Fensterbrüstungen und einem prunkvollen Segmentgiebelportal geziert. Die Kirche wurde im Zuge des Sakristeianbaus 1732 abermals renoviert, dabei wurde die Stadtmauer durchbrochen.41 Nach der Umwandlung in ein →Ursulinenkloster bzw. das Lehrinstitut fanden Umbauten statt, die die Nutzung für die Schule ermöglichen sollten. Das heutige äußere Erscheinungsbild ist durch den barockisierenden historistischen Umbau aus den Jahren 1908–11 geprägt. Materielle Kulturgeschichte, BauausstattungEtwa 70 der ehemals 210 steinernen, spätgotischen Ablasstafeln, die durch die Äbtissin Ursula Haider Ende des 15. Jahrhunderts im Kloster angebracht wurden, haben sich erhalten. Die Tafeln sind zweibahnige Steinmetzarbeiten mit reliefiertem Maßwerk und weisen teilweise handschriftliche Ergänzungen auf. BibliographieHandbücher und Lexika: AFA 3, S. 45–77 (Gabriele Loes); AFA 3, S. 77–80 (Hildegard Rech); Dehio, Baden-Württemberg Bd. 2, S. 807 (Friedrich Jacobs); KDM Bd. 2, S. 129 f. (Franz Xaver Kraus); kloester-bw, Klarissenkloster/»Bickentorsammlung« Villingen (Edith Boewe-Koob). Literatur: Stegmaier-Breinlinger 1971; Müller 1982; Boewe-Koob 1998; Jenisch/Weber 1998; Boewe-Koob 2004. Anmerkungen
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| Objekttyp: | Konvent |
| Personenbezüge: |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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