Konstanz, Klarissen
| Kurzbeschreibung: | 1250 gegründet durch den Konstanzer Bischof Eberhard von Waldburg – 1258 Verlegung unter Beibehaltung des Namens Paradies nach Schwarzach bei Schaffhausen Ordensgliederung: Oberdeutsche (Straßburger) Minoritenprovinz, Kustodie BodenseeKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, kein Landkapitel |
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| Beschreibung: | Name: monasterium monialium inclusarum ordinis sancti Damiani in parte pontis Constantiensis (1250);1 monasterium de Paradiso prope Constantiam ordinis sancti Damiani (1251);2 conventus pauperum ancillarum Christi de Paradyso ordinis sancti Damiani (1257)3 GeschichteAm 6. Juli 1250 beauftragte Papst Innozenz IV. (1243–1254) den Provinzial der Minoriten in Deutschland, für ein Kloster eingeschlossener Nonnen des Ordens von San Damiano, das Bischof Eberhard II. von Konstanz (1248–1274) im Brückenquartier der Bischofsstadt zu errichten gedenke, vier oder mehr Nonnen abzustellen und den neuen Konvent in die geistliche Obhut der Franziskaner zu nehmen. Ein zentrales Anliegen Bischof Eberhards war die Eingliederung der religiösen Frauenbewegung in die bestehenden kirchlichen Strukturen. Er förderte Konstanzer Beginenkonvente und drängte sie zu Klostergründungen wie in Feldbach (Kt. Thurgau) und Löwental. Notfalls ergriff er selbst die Initiative, wenn die Männerkonvente dazu nicht die Hand reichen wollten, sondern für ihre Frauenkonvente semireligiose Lebensformen außerhalb der Ordensstruktur bevorzugten. Der Auftrag von 1250 an die Franziskaner war eine Absichtserklärung. Es mangelte dem Konvent, der sich vor den Toren der Bischofsstadt und nicht, wie ursprünglich geplant, im dicht bevölkerten Brückenquartier bildete, an wichtigen Voraussetzungen für das strenge Klosterleben der Klarissen. Diese Grundlagen, Klostergebäude, Grundbesitz und Einkünfte, waren in Konstanz aufgrund der Widerstände des Magistrats auch langfristig kaum zu erreichen. Am 6. Dezember 1253 nahm sich deshalb Graf Hartmann von Kyburg, ein großer Förderer der religiösen Frauenbewegung, der Paradieser Schwestern an und übertrug ihnen seine Besitzungen in Schwarzach (Kt. Thurgau) für eine Klostergründung.4 Diese konnte erst 1258 tatsächlich vollzogen werden. So lange brauchten die Schwestern, um die stattliche Summe zur Abfindung aller kyburgischen Lehensleute zusammenzubringen. Der Konvent übertrug den Namen »Paradies«, den die Nonnen ihrem Kloster vor den Mauern der Bischofsstadt gegeben hatten, auf den neuen Standort. In Konstanz erinnert noch heute die Bezeichnung eines Stadtteils an den Klarissenkonvent. BibliographieHandbücher und Lexika: AFA 1, S. 150–180 (Karl Schib); HelvSac V,1, S. 587–600 (Karl Schib). Literatur: Schib 1951; Wilts 1994. Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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