Reichenau, Schwesternsammlung »zum Garten«, Franziskanerterziarinnen
| Kurzbeschreibung: | 1332 erstmals erwähnt – 1366 Dritter Orden des Hl. Franziskus – 1485 letzte Nennung Ordensgliederung: Oberdeutsche (Straßburger) Provinz, Kustodie BodenseeKirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Reichenau |
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| Beschreibung: | Name: samnung ze Garten (1350);1 dû meisterin und die swestern ze Garten in der Richenow, die gemainlich lebent sint in der dritten regel sanct Franciscens (1366)2 GeschichteDie Sammlung zum Garten ist seit 1332 belegt.3 Sie ging möglicherweise auf eine Stiftung des reichenauischen Ministerialengeschlechts von Rast zurück. Jedenfalls wird am 4. April 1350 Schwester Katharina von Rast als erstes Mitglied genannt, und in der unmittelbaren Nachbarschaft des Sammlungshauses in der Spitzgasse lag der Hof dieses Geschlechts. Am 2. Dezember 1366 gaben sich die Schwestern eine Ordnung.4 Es waren dies die gewöhnlichen Satzungen, wie sie Schwesterngemeinschaften am Bodensee nach dem Konzil von Vienne erhielten, um sie in die kirchlichen Strukturen einzubinden und ihnen als franziskanische Drittordensschwestern Schutz vor Verdächtigungen und Verfolgungen zu geben. Entsprechend eindrücklich war das Aufgebot der Mitwirkenden. Die Satzungen wurden vom Abt der →Benediktinerabtei Reichenau und allen relevanten Ordensoberen, dem Provinzial der oberdeutschen Provinz, dem Kustos am Bodensee und dem Guardian des Konstanzer →Franziskanerklosters, besiegelt. Alle weiteren Belege für die Zugehörigkeit zum franziskanischen Verband fehlen indes. Stattdessen unterhielten die Schwestern engere geistliche Beziehungen zum Weltklerus der Pfarrkirche St. Johannes in Reichenau-Mittelzell und zur Stiftskirche →St. Adalbert. Sie lebten ohne Klausur, hatten private Einkünfte und behielten das Recht zum Austritt aus der Gemeinschaft. Für einen Schwesternkonvent des 14. Jahrhunderts war ihr Grundbesitz nicht unbeträchtlich. Hier spiegelt sich die gehobene Herkunft der Schwestern. Sie stammten aus der Reichenauer Ministerialität sowie dem Patriziat und Handelsbürgertum der nahen Stadt Konstanz. Nach 1485 verschwindet die Sammlung aus den Quellen. BibliographieHandbücher und Lexika: KB Konstanz Bd. 3, S. 660 (Anneliese Müller); kloester-bw, Franziskanerinnenkloster »Zum Garten« Reichenau (Thomas Kreutzer). Literatur: Wilts 1994, S. 405 f.; Kreutzer 2008, S. 112 f. Anmerkungen |
| Objekttyp: | Konvent |
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Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
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