Neuenburg, Schwesternsammlung »arme Schwestern«
| Kurzbeschreibung: | 1374 Ersterwähnung – 1501 und 1520 noch Zinseinkünfte belegt Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Neuenburg |
|---|---|
| Ortsbezüge: |
|
| Ordensregel: |
|
| Beschreibung: | Name: [… ] den zehen armen swestern (1374)1 GeschichteZehen arme swestern lebten 1374 in einem Haus in der Metzgergasse und in dem dahinterliegenden Haus, das an die parallel zu der Metzgergasse verlaufende Müllheimer Gasse (heute Schlüsselstraße) reichte.2 Diese heute völlig verschwundenen Häuser lagen unmittelbar hinter der Nord-Süd-Achse, der Marktgasse, mittig in der Stadt. Die Häuser sind nur bekannt, weil der zu Geld gekommene Neuenburger Bürger Konrad Korber sie am 25. Mai 1374 den Frauen ebenso bei seinem Ableben schenkte wie zwei Zinse, einen von 27 Gulden, den anderen von 2 Malter Roggen.3 Die Urkunden hierüber wie auch die Sorge um die Frauen vertraute der um sein Seelenheil besorgte Konrad Korber Bürgermeister und Rat der Stadt Neuenburg an. Indem Konrad Korber am 25. Dezember 1375 alle seine Vermächtnisse noch einmal bestätigte, lieferte er einen weiteren urkundlichen Beleg für »arme Schwestern«.4 Ob die 1442 in Neuenburg belegten »Waldschwestern«, die der dritten Regel des Ordens des Hl. Franziskus folgten (→Neuenburg, Franziskanerterziarinnen), mit dieser Gemeinschaft identisch sind, lässt sich nicht eindeutig klären.5 Letzte Spuren der Gemeinschaft unter einem eigenen Pfleger finden sich durch 1501 und 1520 bezeugte Zinsen.6 Wie die Überlieferung der Urkunden zeigt, gelangte das Vermögen der Schwestern zu einem unbekannten Zeitpunkt an die Liebfrauenkirche, die Pfarrkirche von Neuenburg. BibliographieLiteratur: Treffeisen 1991, S. 58. Anmerkungen
|
| Objekttyp: | Konvent |
| Personenbezüge: |
|
Literatur + Links
| Weiterführende Links: |
|---|
leobw