Meßkirch, Schwesternsammlung »Beginen« 

Kurzbeschreibung:

1295 Nennung eines »Nonnenhauses« – 1322 Übergang des Eigentums an die Überlinger Franziskaner – 1372 Erwähnung von Beginen

Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Meßkirch

Ortsbezüge:
Ordensregel:
  • Schwesternsammlung »Beginen« 1295-1372
Beschreibung:

Name: nunnon hus (1295);1 bekkinen (1372)2

Geschichte

Ein sogenanntes Nonnenhaus diente im 13. Jahrhundert den Minoriten aus Überlingen als Terminierhaus. Betreut wurde das Haus von einer hier angesiedelten kleinen Frauengemeinschaft. 1295 übergaben Friedrich II. von Rohrdorf und die Stadt Meßkirch im Tausch gegen dieses vor dem Markttor gelegene Nonnenhaus, das damals bereits leer stand, den Überlinger Minoriten ein anderes Haus in der Vorderstadt neben dem Unteren Tor.3 1322 ist in dem neuen Haus die Konverse Adelheid Waller genannt, die als wohl letzte dieser Schwesterngemeinschaft ihre Eigentumsanteile an dem Haus dem Überlinger Kloster vermachte.4 1372 werden in Meßkirch zwei Beginen (bekkinen), Adelheid und Elisabeth, genannt.5 Diese gehörten vielleicht zu jenen »Sammlungsfrauen«, die Werner von Zimmern († 1384) wegen der unsicheren Zeiten von Unterkrumbach in ein Haus bei der Liebfrauenkapelle in Meßkirch verlegt haben soll.6 Eine schon 1271 erwähnte curia conversarum prope Meschilch könnte sich auf jene Sammlungsfrauen von Unterkrumbach beziehen.7

Bibliographie

Handbücher und Lexika: kloester-bw, Schwesternsammlung Meßkirch (Andreas Büttner).

Literatur: Wilts 1994, S. 383 f.

Anmerkungen

  • 1 FUB V, Nr. 270 S. 231.
  • 2 GLA 2 Nr. 1035.
  • 3 FUB V, Nr. 270 S. 231 f.
  • 4 FUB V, Nr. 270, 1 S. 232; vgl. AFA 14, S. 19 5-254.
  • 5 GLA 2 Nr. 1035.
  • 6 Zimmerische Chronik IV, S. 177.
  • 7 FUB V, Nr. 174, 2 S. 131
Objekttyp: Konvent
Personenbezüge:
  • Armin Heim [Autor]
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