Konstanz, Antoniter 

Kurzbeschreibung:

1414 als bestehend belegt – 1527 aufgelöst

Ordensgliederung: Generalpräzeptorei Freiburg
Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, kein Landkapitel

Ortsbezüge:
Ordensregel:
  • Antoniter 1414-1527
Beschreibung:

Name: der Tönier huß (um 1460)1

Geschichte

Das Konstanzer Antoniterhaus lag beim Inneren Paradieser Tor (heute Ecke Paradiesstraße/Obere Laube). Es ist erstmals für die Zeit des Konzils belegt: Im Dezember 1414 nahm dort der Großmeister des Antoniterordens Hugo von Châteauneuf (1410–1418), Abt von Saint-Antoine (Isère), mit großem Gefolge Quartier. Sooft in den beiden Jahrzehnten davor vom »Präzeptor und Meister des Antoniterhauses zu Konstanz« die Rede war, bezog sich das nicht auf diese Ordensniederlassung in der Stadt Konstanz; gemeint war der Generalpräzeptor für das Bistum Konstanz, der seinen Sitz im Freiburger →Antoniterhaus hatte. Das Konstanzer Antoniterhaus war unbedeutend und wurde infolge der Reformation in Konstanz 1527 aufgelöst. Damals unterstand es dem Antoniterhaus in Uznach (Kt. St. Gallen), wo der letzte Freiburger Generalpräzeptor Claude Lyasse (1520–1527) residierte. Dieser verkaufte das aus einem Vorder- und einem Hinterhaus bestehende Konstanzer Antoniterhaus einem Konstanzer Bürger, der sich verpflichtete, die Kapelle instand zu halten. Von 1559 bis 1820 war das Haus Sitz der städtischen Almosenpflege (Raiteamt), dann ging es wieder in Privatbesitz über.2 Das Gebäude ist erhalten und überliefert spätmittelalterliche Bausubstanz, etwa die gotischen Fenstergewände an der Südseite.

Bibliographie

Handbücher und Lexika: kloester-bw, Antoniterhaus Konstanz (Elmar L. Kuhn); SKHB, S. 331–333 (Elmar L. Kuhn).

Literatur: Maurer 1970.

Anmerkungen

  • 1 Chronik Konstanzer Konzil I, c. 43, 3 S. 153.
  • 2 HelvSac IV, 4, S. 127 Anm. 46
Objekttyp: Konvent
Personenbezüge:
  • Harald Derschka [Autor]
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