Pfullendorf, Kapuzinerinnen 

Kurzbeschreibung:

1350 Franziskanische Drittordensregel (nach Quellen des 18. Jahrhunderts) – 1403 Erwerb des Hauses am Friedhof – 1458 erster zeitgenössischer Beleg für Franziskanerterziarinnen – 1707 Umwandlung in ein Kapuzinerinnenkloster – 1807/08 Aufhebung und Abbruch der Klosterkirche

Patrozinium: Elisabeth, 1707 Herz Jesu
Ordensgliederung: Oberdeutsche (Straßburger) (Minoriten-) Provinz, Kustodie Bodensee; 1707 Kapuzinerinnenkloster unter der Jurisdiktion des Bischofs von Konstanz
Kirchliche Zugehörigkeit: Bistum Konstanz, Landkapitel Linzgau

Ortsbezüge:
Ordensregel:
  • Schwesternsammlung, Franziskanerterziarinnen 1458-1707
  • Kapuzinerinnen 1707-1807
Beschreibung:

Name: mutter und schwestern im selhauß sanct Francisci ordens (1458);1 sororibus im selhus (1465);2 matri ac sororibus tercii ordinis sancti Francisci in oppido Pfullendorf (1630);3 mutter und gesambten lobwürdigen convent der reformierten schwestern beim herzen Jesu (1710);4 monialibus ordinis sancti Francisci Capucinarum Juliomagi (1746)5

Geschichte

Historische Entwicklung

1339 sind in einem Zinsregister der Pfullendorfer Kirche erstmals zwei Frauen (conversae) genannt, die in einem Haus bei dem Friedhof in Pfullendorf lebten.6 Möglicherweise handelte es sich bei ihnen um Vorläufer der Schwestern, die sich später im Seelhaus niederließen. Nach der Chronik des Franziskaners Bernhard Müller aus dem 18. Jahrhundert nahm eine Gemeinschaft von Schwestern, die an der Stadtmauer lebte, 1350 die Dritte Regel des Franziskanerordens an, dies ist zeitgenössisch aber nicht belegt.7 Ebenfalls nur in späteren Quellen ist bezeugt, dass die Frauen 1403 ihr bisheriges Haus mit dem Pfullendorfer Pfarrer Konrad Schurpfeisen tauschten und so in den Besitz eines Gebäudes am Friedhof kamen.8 Nach der städtischen Chronistik geht die Bezeichnung der Schwestern als »im Seelhaus« aber nicht auf die Nähe zum Friedhof zurück, sondern auf die Pfullendorfer Familie Seelhof, die vor dem Pfarrer im Besitz des Hauses gewesen sein soll.9

1458 werden die Frauen dann erstmals als Franziskanerinnen bezeichnet, womit eine Zugehörigkeit zum Dritten Orden gemeint ist.10 1495 vermerkt die Steuerliste des Gemeinen Pfennigs eine Konventsgröße von fünf Schwestern.11 Wenn der Pfullendorfer Pfarrer Anton Bregenzer 1630 behauptete, dass früher 30 bis 40 Frauen in der Gemeinschaft gelebt hätten, ist dies stark anzuzweifeln; vermutlich wollte er im Kontext seiner damaligen Auseinandersetzung um die Freiheiten des Klosters ein Niedergangsnarrativ konstruieren. Zuverlässige Zahlen sind dann erst wieder im 18. Jahrhundert greifbar, wo zwischen 10 bis 18 Konventsmitglieder belegt sind, die aus Pfullendorf, dem Linzgau und Oberschwaben, gelegentlich auch aus Bayern stammten. Hervorgehoben sei die in Messina geborene Maria Magdalena Salesia Gräfin von Rumpf, die eine von wenigen belegbaren Adeligen im Konvent war und dort von 1744 bis 1786 lebte.12

Ende des 16. Jahrhunderts setzte, von den Minoriten unterstützt, ein Prozess der Verklösterlichung ein. Nachdem die Schwestern auf Bitten des Provinzials die Genehmigung des reichsstädtischen Magistrats erhalten hatten, errichteten sie 1598 eine Kapelle in ihrem Gebäude, die 1602 von Weihbischof Johann Jakob Mirgel (1598–1629) geweiht wurde.13 Dennoch mussten die Frauen weiterhin die Pfarrkirche für Gottesdienste benutzen, da sie vom Pfullendorfer Pfarrer geistlich betreut wurden und in ihrer Kapelle noch nicht das Allerheiligste aufbewahren durften. 1612 ließen sie einen Verbindungsgang von ihrem Kloster zur Pfarrkirche bauen.

Ab 1614 begannen vier Schwestern, zwei verschleiert und zwei unverschleiert, damit, regelmäßig das römische Brevier zu beten. In einem nächsten Schritt versuchten die Frauen, die Erlaubnis zur Aufbewahrung des Allerheiligsten in ihrer Kapelle zu erhalten. Dafür erhielten sie 1630 eine Vollmacht des Apostolischen Nuntius in Luzern.14 Dies führte zu Protesten des Pfullendorfer Stadtpfarrers Anton Bregenzer, der sich in seinen Rechten eingeschränkt sah und sich beim Bischof von Konstanz beschwerte, welcher sich zuerst auf die Seite Bregenzers stellte.15 Verteidigt wurden die Frauen von dem aus Pfullendorf stammenden Franziskanerprovinzial Johann Ungelert (latinisiert: A Musis), der dem Protest Bregenzers eine eigene mehrseitige Schrift entgegensetzte, in der er dessen Argumentation zurückwies.16 Laut der Ordenschronik musste Bregenzer seinen Widerstand letztlich aufgeben.17

Als Pfullendorf während des Dreißigjährigen Krieges 1632 von schwedischen Truppen besetzt wurde, wurden auch bei den Franziskanerinnen Soldaten einquartiert, die bei ihrem Abzug erhebliche Mengen an Getreide mitgenommen haben sollen.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts kam es zu Spannungen zwischen den Frauen und den Franziskanern und es gab Überlegungen, sich, ähnlich wie es kurz zuvor die Franziskanerterziarinnen in →Bergheim getan hatten, in ein Kapuzinerinnenkloster umzuwandeln.18 Was der konkrete Auslöser bleibt, ist unklar. In einem Schreiben der Frauen an den Apostolischen Nuntius in Luzern vom März 1701 heißt es, der Provinzial der Franziskaner sei in das Kloster eingedrungen und hätte einige der Frauen rudi valde et inhumano modo behandelt, obwohl diese keine Verfehlungen begangen hätten.19 Der Franziskanerchronist Bernhard Müller sieht die Schuld für die Differenzen in den Einflüsterungen (instinctu et suggestionibus) der Meßkircher →Kapuziner, die die Frauen in ihrem Sinne beeinflussen wollten.20 Der reichsstädtische Magistrat lehnte die Umwandlung ab und auch der apostolische Nuntius neigte wohl eher den Franziskanern zu. Unterstützung fanden die Frauen bei dem Konstanzer Bischof Marquard Rudolf von Rodt (1689–1704), an den die geistlichen Aufsichtsrechte im Falle einer Reform gefallen wären und der zudem den Kapuzinern nahestand, unter anderem, da sein Bruder dem Orden beigetreten war. Es folgte ein Prozess an der Kurie vor der Kongregation für Bischöfe und Ordensleute, die in ihrer Entscheidung vom 1. März 1703 den Frauen den Übertritt zu den Kapuzinern verbot und eine Reform durch die Franziskanerkonventualen vorschrieb.21

In Pfullendorf gab man sich mit der Entscheidung aber nicht zufrieden und den Frauen gelang es, dass der Fall in Rom ab 1704 neu verhandelt wurde. Die Leitung des Prozesses übertrug man dem Kardinal Tomasso Maria Ferrari (1696–1716), wohl auch, da er als Dominikaner eine vermittelnde Position einnehmen konnte. Die Pfullendorferinnen wurden wiederum von dem Konstanzer Bischof, inzwischen war Johann Franz von Stauffenberg (1704–1740) auf Marquard Rudolf gefolgt, unterstützt. Ebenfalls für die Frauen ergriff nun Graf Froben Ferdinand von Fürstenberg-Meßkirch (1716–1741) Partei, dessen Familie enge Beziehungen zu den Kapuzinern pflegte, unter anderem hatte sein Vater das Kapuzinerkloster in Meßkirch gegründet.22 Der Pfullendorfer Stadtrat hatte inzwischen seine Haltung zur Reform verändert und stand dieser nun nicht mehr ablehnend gegenüber.23 So gelang es den Schwestern letztlich, eine Entscheidung in Rom zu ihren Gunsten zu erwirken und es wurde die Reform und Umwandlung zu einem Kapuzinerinnenkloster festgeschrieben.

Der Konstanzer Generalvisitator Waibel kam am 27. Oktober 1707 in das Kloster und führte die Reform im Rahmen einer Zeremonie ein. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Name der Gemeinschaft in Herz Jesu geändert. Damit griff man eine Mode auf, da sich die noch junge Herz Jesu Verehrung in jener Zeit enormer Beliebtheit erfreute. Mit der Reform wurde in Pfullendorf die Pfannenegger Reformen eingeführt. Um die Einübung der neuen, strengeren Lebensweise zu erleichtern, erbat der Konstanzer Bischof aus dem Kloster St. Anna bei Bregenz zwei Schwestern.24 Diese sahen sich aber durchaus mit Widerstand im Konvent konfrontiert, da nicht alle der bisherigen Klosterfrauen mit der Reform einverstanden waren. Dennoch scheint die Reform die Attraktivität der Gemeinschaft gesteigert zu haben, denn im Jahr 1708 konnten insgesamt sieben neue Schwestern eingekleidet werden. Dass 1727 nochmals zwei Schwestern aus Bregenz nach Pfullendorf geschickt wurden, zeigt, dass der langanhaltende Erfolg der Reform keine Selbstverständlichkeit war.25

Mit der Reform ging die geistliche Aufsicht über die Gemeinschaft an den Bischof von Konstanz über. Dieser ließ das Kloster üblicherweise im Drei-Jahres-Rhythmus visitieren, bei dieser Gelegenheit wurde auch die Wahl der Klostervorsteherin vorgenommen.26 Neuaufnahmen und Einkleidungen von Schwestern führte der Stadtpfarrer im Auftrag des Bischofs durch. Als Beichtvater lebte bei den Frauen ein Kapuziner aus dem Kloster in Meßkirch.

Kurz nach der Reform 1710 begannen die Frauen mit einer baulichen Umgestaltung der Anlage. Während der Baumaßnahmen kam es zu einem Konflikt mit den Dominikanerinnen über den genauen Verlauf des Klostergrundstücks, der allerdings 1727 durch einen Vertrag beigelegt werden konnte.27 1729 weihte der Konstanzer Weihbischof Franz Johann von Sirgenstein die Kirche des Klosters und drei Altäre,28 die Gesamtanlage war erst 1740 vollendet.

Bereits 1802 beschloss der Rat der Stadt Pfullendorf die Aufhebung des Dominikanerinnen- und des Kapuzinerinnenklosters wegen deren schlechter wirtschaftlicher Lage. Bevor diese Maßnahme umgesetzt werden konnte, wurde das Kloster im Reichsdeputationshauptschluss dem Deutschen Orden zugeschlagen, der es inventarisieren ließ und ein Vermögen von ca. 20.000 Gulden feststellte, dem Schulden in Höhe von 11.000 Gulden gegenüberstanden. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch neun Chor- und zwei Laienschwestern sowie eine Pfründnerin und zwei Mägde im Kloster.29 1806 ging das Kloster an Baden über, dessen Verwaltung ein Jahr später den Beschluss fasste, das Kloster nun endgültig aufzulösen. Nachdem der badische Staat den bisherigen Beichtvater wieder in seinen Konvent nach Meßkirch zurückbeorderte und dessen Haus verkaufte, verließen die noch verbliebenen Frauen das Kloster 1808 endgültig.

Besitz und Wirtschaft

Das Kloster verfügte über geringen Besitz. Es besaß einige Häuser in Pfullendorf und bezog von diesen Zinsen, zudem verfügte es über Reben in Markdorf und Hedingen.30 Auch Geldgeschäfte tätigte die Gemeinschaft und verlieh vor allem im 17. und 18. Jahrhundert Geld in den gesamten Bodenseeraum. Handwerklich waren die Frauen ebenfalls tätig, mehrmals erhielten sie von anderen kirchlichen Einrichtungen der Stadt Geld für Tücher oder Kerzen. Als weitere Einnahmequelle diente den Frauen im 18. Jahrhundert das Sammeln von Almosen, wofür sie beim Bischof um Erlaubnis nachsuchten.31

Religiöses und kulturelles Wirken

In das religiöse Leben der Stadt waren die Frauen auf vielfältiger Ebene eingebunden. Viele der Schwestern waren Mitglieder in der Sebastians- und der Rosenkranzbruderschaft, die an der Pfarrkirche angesiedelt waren,32 sowie bei der Bruderschaft von der Unbefleckten Empfängnis Mariens an der unweit von Pfullendorf gelegenen Wallfahrtskirche Maria Schray.33 1729 wurde zudem eine Herz Jesu Bruderschaft in der Klosterkirche errichtet, deren Überlieferung aber quasi vollständig verloren ist.34 1624 stifteten Mutter und Konvent an der Pfarrkirche eine Gedenkmesse, die jährlich am Tag des Hl. Franziskus für alle Verwandten der Konventsmitglieder und Wohltäter des Klosters gehalten werden sollte.35 Auch in der Bildungsarbeit traten die Frauen hervor. 1725 übernahmen sie nach dem Tod des bisherigen Schulmeisters auf Bitten des Magistrats die örtliche Mädchenschule und führten diese bis zu Auflösung des Konvents.36

Archiv und Bibliothek

Ein Archiv der Gemeinschaft lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Teile gelangten wohl ins Generallandesarchiv. Archivalien zur Gemeinschaft befinden sich zudem im Erzbischöflichen Archiv Freiburg und dem Pfarrarchiv Pfullendorf. Informationen über eine Bibliothek liegen nicht vor.

Bau und Kunstgeschichte

Lage

Das ehemalige Kapuzinerinnenkloster liegt am nördlichen Rand des historischen Stadtkerns Pfullendorfs, nördlich der Pfarrkirche (Pfullendorf, Dominikanerterziarinnen, Lageplan Abb. 4). Es handelt sich heute um einen nahezu fünfeckigen Gebäudekomplex, der in sich einen begrünten Innenhof einschließt. Er entstand in weiten Teilen zwischen 1710 und 1740, bezog dabei jedoch auch ältere Vorgängerbauten mit ein und zeigt sich daher als zwei- bis dreigeschossiger Bau, welcher sukzessiv den Bedürfnissen seiner Bewohnerinnen angepasst wurde. Die variierende Geschossanzahl der einzelnen Baukörper resultiert aus der baulichen Hanglage.

Kirche und Konventsbauten

Bereits um 1400 bezogen die Pfullendorfer Schwestern ein Gebäude an eben diesem Standort. Nachvollziehen lässt sich die mittelalterliche Vorgängerbebauung heute jedoch lediglich durch archäologische Strukturen.

Der älteste überlieferte Teil des bestehenden Klosters befindet sich in dem südlichsten, der Pfarrkirche am nächsten gelegenen Gebäudeteil. Dieser wurde in der Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts als zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach und Halbwalm zum Westen hin errichtet. Entgegen dem heutigen Erscheinungsbild sind auf einer Abbildung von 1870 im ersten Obergeschoss hochrechteckige Fenster mit steinernen Laibungen und hölzernen Klappläden zu sehen, während die Öffnungen im Erdgeschoss unregelmäßig angeordnete Okuli unterschiedlichen Formates bilden.

1598 wurde westlich des Konventsbaus eine Kapelle errichtet. Zudem bestand wohl seit 1612 ein überdachter Zugang zu den Oratorien über dem nördlichen Seitenschiff der benachbarten Pfarrkirche (Pfullendorf, Dominikanerterziarinnen, Abb. 5).

Mit dem Übertritt der Schwestern zu dem strikteren Kapuzinerorden zu Beginn des 18. Jahrhunderts erfolgte ein umfangreicher Ausbau der Klosteranlage. In den Jahren zwischen 1710 und 1740 wurde die Anlage zu großen Teilen neu errichtet. Die Kapelle wurde durch einen großzügigeren Kirchenbau ersetzt und ein Kreuzgang im westlichen Innenhof geschaffen. Das benachbarte Pfründnerhaus wurde in die Klosteranlage einbezogen und bildete so den heutigen Westflügel. Der verputzte Massivbau umfasst drei Geschosse und einen der Hanglage geschuldeten geschosshohen Sockel. Datiert wird dieser Bauteil auf 1715 sowie in das 19. Jahrhundert. Ein ehemals nordwestlich an diesen Flügel angrenzender eingefriedeter Garten ist heute mit einem Parkplatz überbaut.

1737–40 entstand mit dem abgewinkelten Nordosttrakt der jüngste Teil der Klosteranlage. Hierdurch wurde der Komplex geschlossen und das heutige Erscheinungsbild des Klosters mit Innenhof bildete sich aus. Der straßenseitige, östliche Baukörper ist hierbei deutlich auffälliger gestaltet als der rückwärtig gelegene Nordtrakt. Während die Fassade straßenseitig mit aufgemalter Eckquaderung und Giebelformen um Fenster und Eingangsportal gestaltet wurde, besteht der einzig sichtbare Fassadenschmuck des Nord-, aber auch des Westtraktes, aus farblich abgesetzten Fenstergewänden. An der Giebelseite des östlichen Baukörpers finden sich im Dachgeschoss neben einer mittigen Ladeluke zwei flankierende Vierpassfenster des Barocks. Rechts und links des traufseitigen Eingangsportals befinden sich innerhalb des Gewändes Nischen, wohl ursprünglich als Standort von Heiligenfiguren der Ordensgründer. Es bleibt zu betonen, dass es sich bei der heutigen Fassadengestaltung um eine Rekonstruktion nach barocken Befunden aus dem Jahr 2004 handelt.

Im Zuge der Säkularisierung wurde das Kapuzinerinnenkloster 1807 aufgehoben. Der Übergang zur Pfarrkirche wurde ebenso wie die Klosterkirche abgebrochen. Die Konventsgebäude nutzte seit diesem Zeitpunkt das Bezirksamt, im ältesten Bauteil der Klosteranlage wurde die Pfullendorfer Stadtapotheke eingerichtet. Zum Ende des 19. Jahrhunderts diente das ehemalige Kloster zu schulischen Zwecken. Erhebliche Eingriffe in seine bauzeitliche Substanz erfuhr der Komplex, als es nach 1999 zu mehreren Umbaumaßnahmen kam.

Materielle Kultur und Bauausstattung

Die zurückhaltende Gestaltung des Außenbaus setzt sich auch im Inneren des ehemaligen Klosters fort. In dem öffentlich genutzten Nordostteil beschränkt sich die überlieferte Ausstattung neben einzelnen barocken Türen auf zurückhaltend stuckierte Decken in den Flur- und Treppenhausbereichen. Eine Tafel mit Herz-Jesu-Symbol im Innenhof zeugt auch heute noch von den Bewohnerinnen des ehemaligen Franziskanerinnenklosters.

Bibliographie

Handbücher und Lexika: AFA 5, S. 142–215 (Johann Schupp); KDM Bd. 1, S. 448 (Franz Xaver Kraus); kloester-bw, Kapuzinerinnenkloster Pfullendorf (Tobias Teyke).

Literatur: Stengele 1887; Heizmann 1899; Ginter 1929; Wilts 1994, S. 395; Teyke 2005.

Anmerkungen

  • 1 GLA 2 Nr. 1370.
  • 2 PfA Pfullendorf NS 2025, S. 48.
  • 3 EAF A 4/512.
  • 4 GLA 217 Nr. 232.
  • 5 Ebd.
  • 6 GLA 2 Nr. 1270.
  • 7 Jahresgeschichten der Franciscaner-Conventualen in Baden, in: Mone III, S. 635.
  • 8 Jahresgeschichten der Franciscaner-Conventualen in Baden, in: Mone III, S. 635; Rogg 1982, S. 198.
  • 9 Rogg 1982, S. 198.
  • 10 GLA 2 Nr. 1370.
  • 11 Schmid 2013, S. 30.
  • 12 Siehe die Übersicht über die Konventualen des 18. Jahrhundert im Mitgliederverzeichnis der St. Sebastiansbruderschaft: PfA Pfullendorf NS 4832, S. 3 9-41.
  • 13 PfA Pfullendof NS 5363; Rogg 1982, S. 198.
  • 14 EAF A 4/512 (30. 5. 1630).
  • 15 Zwei umfängliche Schreiben Bregenzers in: PfA Pfullendorf NS 5363.
  • 16 PfA Pfullendorf NS 5363.
  • 17 Jahresgeschichten der Franciscaner-Conventualen in Baden, in: Mone III, S. 635 f.
  • 18 Der mehrere hundert Seiten umfassende Schriftverkehr in dieser Angelegenheit vor allem in: EAF A 4/513; GLA 217 Nr. 161.
  • 19 EAF A 4/513 (10. 3. 1701).
  • 20 Jahresgeschichten der Franciscaner-Conventualen in Baden, in: Mone III, S. 636.
  • 21 EAF A 4/513 (Kopie 13. 6. 1704)
  • 22 EAF A 4/513 (14. 11., 21. 11. 1705; 7. 8., 17. 9. 1707).
  • 23 GLA 217 Nr. 161 (11. 6. 1706).
  • 24 EAF A 4/513 (15. 8. 1707).
  • 25 PfA Pfullendorf NS 5387; EAF A 4/511.
  • 26 Die Visitationsprotokolle für die bischöflichen Visitationen in: EAF Ha 79 und EAF A 4/511.
  • 27 GLA 217 Nr. 232.
  • 28 Kraus 1962/63, S. 362.
  • 29 Stengele 1883, S. 155 f.
  • 30 PfA Pfullendorf NS 1002.
  • 31 GLA 217 Nr. 235 (16. 3. 1733).
  • 32 Mitgliederbuch der Rosenkranzbruderschaft: PfA Pfullendorf NS 4827; Bruderschaftsbuch der St. Sebastiansbruderschaft: PfA Pfullendorf NS 6957.
  • 33 Siehe das Bruderschaftsbuch: EAF K 1/378.
  • 34 Rogg 1982, S. 196.
  • 35 PfA Pfullendorf NS 2025, S. 73.
  • 36 GLA 217 Nr. 222, 232
Objekttyp: Konvent
Personenbezüge:
  • Johannes Krämer [Autor]
  • Amelie Schwarzer [Autor]
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