Württemberg, Carl Alexander, Herzog 

Andere Namensformen:
  • Pater Odo
Geburtsdatum/-ort: 12.03.1896;  Stuttgart
Sterbedatum/-ort: 27.12.1964; Altshausen; begr. auf dem Friedhof in Weingarten
Weitere Angaben zur Person: Religion: katholisch
Eltern: Vater: Herzog Albrecht von Württemberg (23.12.1865-31.10.1939)
Mutter: Margarethe Sophie, geb. Erzherzogin von Österreich (13.5.1870-24.8.1902)
Geschwister: Philipp (II.) Albrecht (14.11.1893-15.4.1975)
Albrecht Eugen (8.1.1895-24.6.1954)
Marie Amelie (15.8.1897-13.8.1923)
Marie Therese (Domina Maria Benedicta) (16.8.1898-26.3.1928)
Margarethe Maria (4.1.1902-22.4.1945)
GND-ID: GND/1018389016

Biografie: N.N. (Autor)
Aus: Lexikon Haus Württemberg, S. 422

Carl Alexander wurde 1906 zum Leutnant ernannt. Im Verlauf des 1. Weltkriegs wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Dezember 1923 erklärte er seinen Verzicht auf die Thronfolge in Württemberg und trat 1926 als Pater Odo OSB in die Benediktinerabtei Beuron ein. Aufgrund seines Engagements in der katholischen Jugendarbeit wurde er von den Nationalsozialisten verfolgt und mußte 1934 in die Schweiz emigrieren. 1940 reiste er über Portugal in die USA aus, nachdem er sämtliche private Unterlagen vernichtet hatte. Im Exil engagierte sich Pater Odo in der Central European Rehabilitation Association (CERA) und in der International Catholic Help for Refugees. So ermöglichte er vielen Verfolgten des Naziregimes die Ausreise aus Deutschland. Außerdem kämpfte er gegen die damals in den USA übliche Rassentrennung in den Kirchen. 1943 wurde ihm unter Beschlagnahme seines Vermögens die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen und er wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Erst im Frühjahr 1949 gestatteten ihm die US-Behörden die Ausreise nach Deutschland. Er trat als Mönch in das Stift Neuburg bei Heidelberg ein, war aber auch häufig auswärts als Seelsorger und Prediger tätig. Die letzten Lebensjahre verbrachte er krankheitsbedingt bei seinem Bruder Philipp Albrecht auf Schloß Altshausen.
Nachweis: Das Haus Württemberg: ein biographisches Lexikon / hrsg. von Sönke Lorenz ... In Zusammenarbeit mit Christoph Eberlein ... und dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Stuttgart; Berlin; Köln 1997
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