Württemberg, Ludwig (II.), Graf 

Geburtsdatum/-ort: ..
Sterbedatum/-ort: ..
Weitere Angaben zur Person: Kinder: 2; Hartmann (I.), Ludwig (III.)
GND-ID: GND/1019753943

Biografie: Dieter Mertens (Autor)
Aus: Lexikon Haus Württemberg, S. 10

Die Ludwig-Belege mit dem Grafentitel enden 1154, die ohne Grafentitel setzen bereits 1152 ein und reichen bis 1166. Erst ab 1181 gibt es dann weitere Belege, nunmehr wiederum mit dem Grafentitel. Eine strikte Verwendung des Grafentitels in den Urkunden und Traditionsbüchern ist nicht zu erwarten, weder in der Originalüberlieferung noch gar in der Kopialüberlieferung. Darum ist der genannte Befund nicht leicht zu deuten. Als gewiß darf gelten, daß das Grafenamt, das Ludwig (I.) innehatte, kein dauernder Besitz blieb.
In der Tübinger Fehde, in der der welfische Lehnshof gegen den staufischen stand, war Ludwig auf der Seite des staufischen Herzogs zu finden. Aber dieser hatte 1066 die Mißbilligung des staufischen Königs zu erdulden; sie scheint auch Ludwig getroffen zu haben. Doch 1081 ist Ludwig in einer Barbarossa-Urkunde in hervorragender Stellung zu erkennen: als Graf und mutmaßlicher Vertreter des Königs für das Reichs- und Hausgut, das Friedrich nach dem Anfall der Besitzungen Welfs VI. neu organisiert und um Esslingen konzentriert hat.
Quellen: MGH DD F I 506, 507, 810.
Nachweis: Das Haus Württemberg: ein biographisches Lexikon / hrsg. von Sönke Lorenz ... In Zusammenarbeit mit Christoph Eberlein ... und dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Stuttgart; Berlin; Köln 1997

Literatur: Dieter Mertens, Württemberg, in: Handbuch der Baden-Württembergischen Geschichte Bd. 2, Stuttgart 1995, S. 9–12.
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