Württemberg-Stuttgart, Margarethe, Gräfin 

Andere Namensformen:
  • geb. von Cleve
Geburtsdatum/-ort: 23.02.1416
Sterbedatum/-ort: 20.05.1444;  Stuttgart; begr. in der Stiftskirche Stuttgart
Weitere Angaben zur Person: Verheiratet: Herzog Wilhelm III. von Bayern-München
29.1.1441 Graf Ulrich V. der Vielgeliebte von Württemberg-Stuttgart
Eltern: Vater: Herzog Adolf II. der Weise von Cleve
Mutter: Marie, geb. Herzogin von Burgund
Kinder: 3; 2 Söhne, Katharina (7.12.1441-28.6.1497)
GND-ID: GND/1173837310

Biografie: Thomas Fritz (Autor)
Aus: Lexikon Haus Württemberg, S. 89

Margarethe war in erster Ehe mit Herzog Wilhelm III. von Bayern-München verheiratet gewesen, mit dem sie zwei Söhne hatte, die jung starben. Nach dessen Tod 1435 kehrte sie zu ihrem Vater an den Niederrhein zurück. Die Abrede für ihre zweite Ehe mit Graf Ulrich V. von Württemberg erfolgte am 8. Oktober 1440 in Köln. Das Beilager wurde am 29. Januar 1441 in Stuttgart gehalten. Der Ehe entstammte eine Tochter. Das Heiratsgeld der Herzogin betrug 20.000 Gulden Mit dem Neffen von Margarethes erstem Ehemann, Herzog Albrecht III. von Bayern-München, gerieten sie und Graf Ulrich wegen ihres Heiratsguts aus erster Ehe in Streitigkeiten. Margarethe verlangte die Auszahlung von noch ausstehenden Gülten aus den Zöllen zu München und Neuhausen und der Maut zu Deggendorf. Nachdem Bischof Peter von Augsburg 1443 nur vorläufig zu schlichten vermochte, brachte Markgraf Albrecht Achilles 1448 nach dem Tode Margarethes einen Ausgleich zustande. Graf Ulrich unterhielt auch nach dem Ableben seiner Gemahlin freundschaftliche Beziehungen zu seinem Schwiegervater Herzog Adolf von Cleve, und dessen Sohn und Nachfolger, Herzog Johann. Es gelang ihm anscheinend dank dieser Beziehungen, Femeprozesse, die in seine Gerichtshoheit einzugreifen drohten, in seinem Sinne zu beeinflußen.
Quellen: HStA Stuttgart, Bestand A 602.
BayHStA München, Bestand Kurbayern Äußeres Archiv, Nr. 1861.
Gerhard Georg Steinhausen, Deutsche Privatbriefe des Mittelalters Bd. 1, Berlin 1899, S. 60f., S. 92f.
Nachweis: Das Haus Württemberg: ein biographisches Lexikon / hrsg. von Sönke Lorenz ... In Zusammenarbeit mit Christoph Eberlein ... und dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Stuttgart; Berlin; Köln 1997

Literatur: Werner Fleischhauer, Zur Kette mit dem Narrenkopf in der Rose des Hohenlohischen Fürstenhauses. Hypothesen zu ihrer Herkunft, in: ZWLG 37 (1978), S. 46–59.
Gerhard Raff, Hie gut Wirtemberg allewege Bd. 1, Stuttgart 1988, S. 306–309.
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