Kiebingen - Altgemeinde~Teilort
| Regionalauswahl: | |
|---|---|
| Typauswahl: | Ortsteil – Historisches Ortslexikon |
| Typ: | Teilort |
| Ersterwähnung: | 1204 [um] |
Ortsgeschichte
| Ortslage und Siedlung (bis 1970): | Haufendorf in der breiten Neckartalbucht zwischen Rottenburg und Tübingen, auf der Niederterrasse rechts des Flusses. Im Süden und Westen schließen sich neue Wohngebiete an; auch an den übrigen Ortsrändern Neubautätigkeit. |
|---|---|
| Historische Namensformen: |
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| Geschichte: | Um 1204 Chubingen (Personenname). Siedlung der alemannischen Landnahmezeit. Reihengräberfelder östlich sowie westlich des Dorfs. Teil der Grafschaft Hohenberg und mit dieser 1381 an Österreich verkauft. Später Landschaft Niederhohenberg. 1805 unter württembergische Staatshoheit. 1808 Oberamt Rottenburg, 1938 Landkreis Tübingen. |
Kirche und Religion
| Ersterwähnung: | 1312 |
|---|---|
| Kirche und Schule: | Früher Filial der Pfarrei Sülchen. Kapelle 1312, Heilige Maria 1393. Kaplanei 1393 gestiftet, 1471 dem Kloster Rohrhalden geschenkt. Nach 1519 ging das Patronatsrecht an die Universität Freiburg über. Pfarrei 1786. Die alte Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde in der 1. Hälfte 15. Jahrhunderts erbaut, 1897/99 in neugotischem Stil erweitert, 1963 das Schiff zum Gemeindehaus umgebaut. Neue katholische Pfarrkirche Heilig Geist 1961. Friedhofskapelle Heilig Kreuz. Evangelische nach Rottenburg. |
| Patrozinium: | Heilige Maria |
| Ersterwähnung: | 1393 |

![Sprachaufsatz aus Kiebingen OA Rottenburg [Quelle: Landesmuseum Württemberg]](/media/lmw_museumsobjekte/current/generated/fromUrlDir/17922.jpg.pv.jpg)
![Sprachaufsatz aus Kiebingen OA Rottenburg [Quelle: Landesmuseum Württemberg]](/media/lmw_museumsobjekte/current/generated/fromUrlDir/200w_28082032152.jpg.pv.jpg)



![Albert genannt Cleickelin überträgt nach reiflicher Überlegung und Beratung seiner Freunde dem Kloster Bebenhausen (Beibenhusen) zu Ehren der Jungfrau Maria und um seines und seiner Eltern Seelenheils willen alle seine Güter in Kiebingen (bona mea sita in Chóbingen tam in agris quam pratis ortis et areis universaliter pleno iure, quo ego et predecessores mei hucusque libere possedimus, dolo et fraude remotis penitus confero puro corde dans eis plenam potestatem dicta bona procurandi locandi exnunc et in perpetuum tamquam quilibet suum proprium gubernandi) unter Vorbehalt lebenslänglicher Nutznießung in der Weise, dass er bei seiner Anwesenheit im Lande (si in hac provincia stetero presentia corporali) selbst die Einkünfte einnimmt und dem Kloster <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Wachs jährlich auf Mariä Reinigung reicht, im Fall seiner Abwesenheit aber (si autem extra provinciam me evagari contigerit) das Kloster die Einsammlung besorgt und nach Abzug der Unkosten für sich <sup>1</sup>/<sub>4</sub> an Stelle des Wachszinses zurückbehält, den Rest für seine, des Nutznießers Zwecke verwendet. Stirbt dieser innerhalb 10 Meilen (leugas) [um das Kloster] und wird sein Tod dem Kloster durch Boten angezeigt, so hat dasselbe auf eigene Kosten den Leichnam zu holen und in das Grab zu legen, das er selbst bei Lebzeiten sich im Kloster ausgewählt hat; am Tag des Begräbnisses soll der Konvent reichlich mit Fischen, Brot und Wein versehen werden. Kommt der Schenkende in Not, so darf ihn das Kloster nicht hindern, seine Güter zu verkaufen. Derselbe überträgt gleichzeitig dem Kloster alle seine Güter in Pfäffingen (omnia bona mea in Pheiffingen sita in agris pratis domibus areis prelibato monasterio in instanti et deinceps purissime confero possidenda) mit der Bedingung, dass es davon an Mechthild von Weil (Wile) bis zum nächsten Walpurgistag 7 Pfund Heller bezahlt; geschieht das nicht, so tritt Mechthild in den Genuss der Güter, bis die 7 Pfund auf den Termin bezahlt sind. Siegler: Der Dekan Ber. von Tübingen, der Pleban von Wurmlingen (Wórmelingen), der Pfarrer von Lustnau (veri pastoris in Lústenowe) und der Seelsorger (incurati) H. in Sülchen (Súlchen); ferner Abt Friedrich und Konvent von Bebenhausen, die sich zu der ihnen auferlegten Verpflichtung bekennen und versprechen nach Albert Cleikelins Tod an Vermächtnissen (pro testamento) und zur Tilgung seiner Schulden 5 Pfund Heller zu bezahlen. Facta autem et gesta sunt hec anno domini MCCLXXXXI., nonas Martii, indictione quarta.](/media/labw_wub/current/delivered/jpg/wub-5047.jpg)





















![Sprachaufsatz aus Kiebingen OA Rottenburg [Quelle: Landesmuseum Württemberg]](/media/lmw_museumsobjekte/current/generated/fromUrlDir/17922.jpg.tm.png)
![Sprachaufsatz aus Kiebingen OA Rottenburg [Quelle: Landesmuseum Württemberg]](/media/lmw_museumsobjekte/current/generated/fromUrlDir/200w_28082032152.jpg.tm.png)



![Albert genannt Cleickelin überträgt nach reiflicher Überlegung und Beratung seiner Freunde dem Kloster Bebenhausen (Beibenhusen) zu Ehren der Jungfrau Maria und um seines und seiner Eltern Seelenheils willen alle seine Güter in Kiebingen (bona mea sita in Chóbingen tam in agris quam pratis ortis et areis universaliter pleno iure, quo ego et predecessores mei hucusque libere possedimus, dolo et fraude remotis penitus confero puro corde dans eis plenam potestatem dicta bona procurandi locandi exnunc et in perpetuum tamquam quilibet suum proprium gubernandi) unter Vorbehalt lebenslänglicher Nutznießung in der Weise, dass er bei seiner Anwesenheit im Lande (si in hac provincia stetero presentia corporali) selbst die Einkünfte einnimmt und dem Kloster <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Wachs jährlich auf Mariä Reinigung reicht, im Fall seiner Abwesenheit aber (si autem extra provinciam me evagari contigerit) das Kloster die Einsammlung besorgt und nach Abzug der Unkosten für sich <sup>1</sup>/<sub>4</sub> an Stelle des Wachszinses zurückbehält, den Rest für seine, des Nutznießers Zwecke verwendet. Stirbt dieser innerhalb 10 Meilen (leugas) [um das Kloster] und wird sein Tod dem Kloster durch Boten angezeigt, so hat dasselbe auf eigene Kosten den Leichnam zu holen und in das Grab zu legen, das er selbst bei Lebzeiten sich im Kloster ausgewählt hat; am Tag des Begräbnisses soll der Konvent reichlich mit Fischen, Brot und Wein versehen werden. Kommt der Schenkende in Not, so darf ihn das Kloster nicht hindern, seine Güter zu verkaufen. Derselbe überträgt gleichzeitig dem Kloster alle seine Güter in Pfäffingen (omnia bona mea in Pheiffingen sita in agris pratis domibus areis prelibato monasterio in instanti et deinceps purissime confero possidenda) mit der Bedingung, dass es davon an Mechthild von Weil (Wile) bis zum nächsten Walpurgistag 7 Pfund Heller bezahlt; geschieht das nicht, so tritt Mechthild in den Genuss der Güter, bis die 7 Pfund auf den Termin bezahlt sind. Siegler: Der Dekan Ber. von Tübingen, der Pleban von Wurmlingen (Wórmelingen), der Pfarrer von Lustnau (veri pastoris in Lústenowe) und der Seelsorger (incurati) H. in Sülchen (Súlchen); ferner Abt Friedrich und Konvent von Bebenhausen, die sich zu der ihnen auferlegten Verpflichtung bekennen und versprechen nach Albert Cleikelins Tod an Vermächtnissen (pro testamento) und zur Tilgung seiner Schulden 5 Pfund Heller zu bezahlen. Facta autem et gesta sunt hec anno domini MCCLXXXXI., nonas Martii, indictione quarta.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-5047.jpg.tm.png)












































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